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Großbritannien meldet neue Corona-Mutation: Die Variante wurde bereits in mehreren Ländern nachgewiesen.
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Großbritannien meldet neue Corona-Mutation: Die Variante wurde bereits in mehreren Ländern nachgewiesen.

Pandemie

Großbritannien: Corona-Neuinfektionen sinken, doch die Zahl der Toten steigt

  • Melanie Gottschalk
    VonMelanie Gottschalk
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Die Corona-Fallzahlen in Großbritannien sinken, doch die Todeszahlen bleiben hoch. Fachleute vermuten einen besorgniserregenden Grund.

London - In Großbritannien ist die Zahl der Corona-Toten auf den höchsten Tageswert seit mehr als vier Monaten gestiegen – trotz stetig sinkender Corona-Zahlen. Expert:innen sind sich unsicher, worauf der Rückgang zurückzuführen ist. Gründe dafür gibt es mehrere, am wahrscheinlichsten erscheint jedoch, dass sich weniger Menschen auf das Coronavirus testen lassen, um ihre Sommerferien nicht zu riskieren. Es könnte deshalb eine hohe Dunkelziffer an Infektionen geben.

Am Dienstag meldeten die britischen Behörden den Tod von 131 Menschen, das waren so viele wie seit dem 17. März 2021 nicht. Damals starben 141 Menschen innerhalb von vier Wochen nach einer Corona-Infektion. In den vergangenen sieben Tagen gab es landesweit 480 Corona-Tote, 40 Prozent mehr als in der Vorwoche.

Corona in Großbritannien: Gibt es Anlass für Optimismus?

„Dies liegt unter anderem an der hohen Fallzahl, die in den vergangenen Wochen registriert wurde“, sagte die medizinische Direktorin der Gesundheitsbehörde Public Health England, Yvonne Doyle. „Wir wissen, dass Todesfälle folgen, wenn es eine hohe Anzahl von Neuinfektionen gibt, und die Daten von heute zeigen, dass wir uns immer noch in der dritten Welle befinden.“

Allerdings gibt es Anlass für vorsichtigen Optimismus. Am Dienstag (27.07.2021) sank die Zahl der Neuinfektionen den siebten Tag in Folge. Knapp 230.000 Neuinfektionen in einer Woche bedeuten ein Minus von gut 30 Prozent im Vergleich zur Vorwoche – und das, obwohl die Corona-Einschränkungen so gut wie aufgehoben sind.

Gründe für sinkende Coronazahlen in Großbritannien

Gründe dafür könnte es viele geben. Als möglich erachten Expert:innen den Beginn der Schulferien, die hohe Zahl von Schüler:innen in Selbstisolation in den Wochen vor den Ferien und das Ende der EM 2021, als viele Menschen gemeinsam in Pubs oder im Wembley-Stadion die Spiele schauten. Großbritanniens Premierminister Boris Johnson hatte für die Spiele im berühmten Londoner Stadion zur Fußball-Europameisterschaft mehr als 60.000 Zuschauer:innen zugelassen.

Die Expert:innen haben jedoch eine Befürchtung, die nichts Gutes verheißen würde: Demnach könnte es sein, dass sich weniger Menschen in Großbritannien auf das Coronavirus testen lassen, um ihre Sommerferien nicht zu riskieren. Die Dunkelziffer an Infizierten könnte deshalb deutlich höher liegen.

Corona in Großbritannien: Land will Einreisebestimmungen lockern

Dieser Fakt könnte jedoch nicht nur für Britinnen und Briten gefährlich werden. Denn die Regierung plant offenbar, am Mittwoch einen signifikanten Öffnungsschritt für den internationalen Reiseverkehr bekannt zu geben. Würde bedeuten: Schon bald könnten wieder Tourist:innen aus den USA und Europa ohne die bisher geltenden Quarantäne-Verordnungen ins Land kommen, wenn sie vollständig geimpft sind. Das berichtet der Guardian.

Millionen von Menschen könnten dann wieder zu Freund:innen und Familie oder zu touristischen Zwecken nach Großbritannien reisen, ohne für bis zu zehn Tagen in Quarantäne gehen zu müssen. (msb)

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