Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Premierminister Johnson trägt eine Atemmaske und ein weißes Hemd. Der Raum ist strahlend weiß und erinnert an ein Krankenhaus oder Testcenter
+
Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, bezeichnet die hohe Zahl an Corona-Toten in seinem Land als „furchtbaren Tribut“. (Archivbild)

Corona-Pandemie

Corona-Todesfälle in Großbritannien: Boris Johnson beklagt „furchtbaren“ Tribut

  • VonNadja Austel
    schließen

Mehr als 150.000 Menschen sind in Großbritannien nach einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben – das Land geht damit unter die traurigen Spitzenreiter.

London – Der britische Premierminister Boris Johnson zeigt sich in der Corona-Pandemie betrübt über die hohe Zahl an Toten in seinem Land. Am Wochenende (08./09.01.2022) hatte die Zahl der Todesfälle bei den durch PCR-Test bestätigten Infizierten die Marke von 150.000 überschritten. Großbritannien ist das erste Land Europas, mit Ausnahme Russlands, in dem es so viele Tote in der Pandemie zu beklagen gibt.

„Das Coronavirus hat einen furchtbaren Tribut in unserem Land gefordert“, schrieb Johnson am Samstagabend (08.01.2022) auf Twitter. Er sprach den Angehörigen der Verstorbenen sein Mitgefühl aus und fügte hinzu: „Unser Ausweg aus dieser Pandemie ist, dass jeder seinen Booster bekommt, oder die erste oder zweite Impfung, wenn noch nicht erhalten.“

Corona-Welle in Großbritannien rollt weiter – Maßnahmen zur Eindämmung nicht geplant

Die tatsächliche Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion im Vereinigten Königreich dürfte sogar noch höher sein. So wurde bereits auf etwa 174.000 Totenscheinen in Großbritannien Covid-19 vermerkt. Das Land mit etwa 67 Millionen Einwohnern ist weiter fest im Griff der Omikron-Welle. Allein am Sonntag (09.01.2022) wurden rund 141.000 Neuinfektionen registriert.

Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde zuletzt mit knapp 2000 angegeben (Stand: 04.01.2022). Während die Welle in London inzwischen aber abzuflachen scheint, steigen die Zahlen im Norden Englands weiterhin stark an.

Corona in Großbritannien: Massive Kritik an Johnsons Politik und Verhalten

Schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie im größten Landesteil England lehnt die Regierung in London bislang unter Verweis auf die nicht im selben Maß gestiegenen Krankenhauseinweisungen und Todesfälle ab. Immer mehr Krankenhausträger schlagen jedoch Alarm, weil ihnen wegen der vielen Corona-Infektionsfälle zunehmend Personal fehlt.

Johnson war Ende des Jahres 2021 wegen der Berichte über Lockdown-Partys im Regierungssitz erheblich unter Druck geraten. Sein ehemaliger Chefberater, Dominic Cummings, fachte das Feuer nun weiter an: Ihm zufolge wurden Warnungen ignoriert, dass es sich um einen Verstoß gegen die damals geltenden Lockdown-Regeln handele, schrieb der im Streit aus der Regierung ausgeschiedene Cummings in einem am Freitag (07.01.2022) veröffentlichten Blogeintrag.

Corona-Politik in Großbritannien: Johnson hat natürlich „viele Lügen“ erzählt

Eine interne Untersuchung soll derzeit klären, ob tatsächlich gegen die zum entsprechenden Zeitpunkt geltenden Corona-Regeln verstoßen wurde. Im Fokus stehen Berichte über Partys im Dezember 2020. Cummings schreibt hierzu auf seinem Blog: „Natürlich hat der Premierminister viele Lügen über Partys im Dezember 2020 erzählt und (…) ermunterte andere dazu, den Medien Unwahrheiten aufzutischen.“

Cummings macht seinem Ärger weiter Luft: „Es ist schlimm, dass er in dieser Sache lügt – und überhaupt fast immer lügt –, aber noch schlimmer ist es, dass er erstens, unfähige Leute [im Original „rubbish people“, Anm. d. Red.] in Schlüsselpositionen belässt und zweitens, die Vorbereitung auf Varianten während 2021 nicht priorisiert und die Menschen darin bestärkt hat, zu denken ‚Covid ist vorbei‘, so wie er es schon im September 2020 getan hat.“ (na/dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare