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DNA-Strang
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Ein spezielles Gen soll eine Corona-Infektion deutlich gefährlicher machen. (Symbolbild)

Pandemie

Corona: Bestimmtes Gen verdoppelt Todesgefahr durch Covid-19

  • Andreas Apetz
    VonAndreas Apetz
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Fachleute der Universität Oxford haben ein Gen entdeckt, das die Todesgefahr durch Corona verdoppeln soll.

Oxford – Eine Corona-Erkrankung* verläuft bei Menschen ab 60 Jahren und bei Personen mit Vorerkrankungen oft besonders schwer. Sie gehören zu den Risikogruppen, da sie bestimmte Merkmale erfüllen, die das Virus besonders gefährlich machen. Ein Forschungsteam der Universität Oxford hat nun eine neuen Risikofaktor identifiziert.

Die Universitätsmitglieder entdeckten ein weitverbreitetes Gen, welches das Risiko einer tödlichen Corona-Infektion verdoppeln soll. Die Studie könnte dabei helfen zu erklären, warum bestimmte ethnische Gruppen häufiger unter schweren Krankheitsverläufen leiden als andere. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Fachleute in der Zeitschrift Nature Genetics.

Corona-Studie: Weitverbreitetes Gen soll Tödlichkeit verdoppeln

Unter Einsatz neuster Molekulartechnologie und künstlicher Intelligenz analysierte die Forschungsgruppe die genetischen Datensätze hunderter verschiedener Zelltypen. Ein trainierter Algorithmus brachte den Durchbruch und identifizierte das auffällige Gen namens LZTFL1. Laut Studie würde der DNA-Abschnitt verhindern, dass die Zellen in der Lunge und den Atemwegen richtig auf das Coronavirus reagieren. Das Risiko für Atemversagen durch Covid-19 würde dadurch verdoppelt werden.

Das LZTFL1-Gen ist besonders unter der südasiatischen Bevölkerung verbreitet. Dort tragen es rund 60 Prozent aller Menschen den DNA-Abschnitt in sich. In Europa sind es nur etwa 15 Prozent, heißt es im Bericht der Oxford University. Die Ergebnisse könnten eine Ursache aufgedeckt haben, warum die Hospitalisierungsrate in Ländern wie beispielsweise Indien vergleichsweise hoch ist. Die Forschenden weisen auch darauf hin, dass das Gen nur einer von vielen beeinflussenden Faktoren ist: Alter, Vorerkrankungen und sozioökonomische Aspekte spielen nach wie vor eine Rolle.

Corona-Gen: Eine Impfung gibt den besten Schutz

James Davies, Spezialist auf dem Gebiet der Genforschung, gehört zu den Studienautoren. Er hält die Untersuchungsergebnisse für einen wichtigen Schritt, um das Coronavirus besser zu verstehen: „Die Studie zeigt, dass es entscheidend ist, wie die Lunge auf die Infektion reagiert. Das ist wichtig, weil sich die meisten Behandlungen darauf konzentriert haben, die Art und Weise zu ändern, wie das Immunsystem auf das Virus reagiert.“

Um sich vor dem Coronavirus zu schützen, sei eine Impfung mit Biontech*, Moderna* und Co. nach wie vor der beste Schutz, schreiben die Studienautoren. Menschen mit dem LZTFL1-Gen würden von einer Impfung besonders profitieren. Außerdem könnten die Ergebnisse eine neue Türe für zukünftige Behandlungsmethoden öffnen.

Die Wissenschaft versucht immer mehr alternative Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Vor Kurzem wurde die erste Anti-Corona-Pille zugelassen. Außerdem wurde untersucht, ob sich das Coronavirus auch therapeutisch behandeln lässt. (aa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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