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Corona in Deutschland: RKI streicht 19 Reiseländer von Risikoliste

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Von: Kerstin Kesselgruber, Lukas Rogalla

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Das RKI meldet am Sonntag (20.02.2022) eine langsam sinkende Inzidenz und 118.000 Corona-Neuinfektionen. Zudem sind einige Länder keine Hochrisikogebiete mehr.

Update vom Sonntag, 20.02.2022, 13.39 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat 19 Länder von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete gestrichen. Die Änderung vom Freitag wird an diesem Sonntag (20.02.2022) wirksam. Dazu gehören unter anderem Spanien inklusive der Balearen und Kanarischen Inseln, Irland, Tunesien und die USA. Für Reisende aus diesen Ländern gelten nun gelockerte Maßnahmen. Für alle Zurückkehrenden gilt aber eine generelle Nachweispflicht. „Die bedeutet, dass Personen ab 6 Jahren grundsätzlich bei Einreise über ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis verfügen müssen“, so das RKI. Sie gilt unabhängig davon, ob ein Aufenthalt in einem Hochrisikogebiet stattgefunden hat.

Weiterhin zu den Hochrisikogebieten zählen laut RKI aber beliebte Urlaubsländer wie Ägypten und fast alle EU-Länder: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Frankreich, Finnland, Griechenland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern.

Reisende dürfte es freuen: Einige Länder wie Spanien und Tunesien sind laut RKI keine Corona-Hochrisikogebiete mehr.
Reisende dürfte es freuen: Einige Länder wie Spanien und Tunesien sind laut RKI keine Corona-Hochrisikogebiete mehr. ©  Imago

Corona in Deutschland: Familienministerin will Impfpflicht ab 18

Update vom Sonntag, 20.02.2022, 10.55 Uhr: Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) hält die Einführung einer Corona-Impfpflicht ab 18 Jahren für dringend notwendig. „Wir haben viel versucht, die Menschen über Impfkampagnen und niedrigschwellige Angebote zu erreichen. Aber da sind wir inzwischen am Ende der Fahnenstange angekommen“, sagte Spiegel der Bild am Sonntag. Um die Impfquote zu steigern, „brauchen wir die Impfpflicht ab 18.“

Die sinkenden Infektionszahlen sind für Spiegel kein Grund, von der geplanten Impfpflicht abzurücken: „Wir dürfen uns von den zurückgehenden Fallzahlen nicht täuschen lassen, sondern müssen damit rechnen, dass auch zukünftig gefährliche Mutationen unterwegs sind. Die können uns einen schweren Herbst und Winter bescheren, wenn wir nicht die Impfquote deutlich erhöhen.“

Bis Ende März soll der Bundestag entscheiden, ob die Corona-Impfpflicht in Deutschland ausgeweitet wird. Bereits ab Mitte März gilt solch eine Pflicht für das Personal in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts waren bis einschließlich Donnerstag 75,1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland grundimmunisiert. 56,1 Prozent hatten zudem eine Auffrischungsimpfung bekommen.

Corona-Fallzahlen: 118.000 Neuinfektionen in Deutschland – Inzidenz sinkt leicht

Erstmeldung vom Sonntag, 20.02.2022: Berlin – Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 1346,3 an. Zum Vergleich: Am Samstag lag die Corona-Inzidenz bei 1350,4. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1466,5 (Vormonat: 638,8).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 118.032 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 125.160 Ansteckungen.

TagNeuinfektionen | Todesfälle | Inzidenz
Sonntag (20.02.2022)118.032 | 73 | 1346,3
Samstag (19.02.2022)189.105 | 210 | 1350,4
Freitag (18.02.2022)220.048 | 264 | 1371,7
Donnerstag (17.02.2022)235.626 | 261 | 1385,1
Mittwoch (16.02.2022)219.972 | 247 | 1401,0
Dienstag (15.02.2022)159.217 | 243 | 1437,5
Montag (14.02.2022)76.465 | 42 | 1459,8
Sonntag (13.02.2022)125.160 | 58 | 1466,5

Corona-Fallzahlen in Deutschland: Fachleute gehen von hoher Dunkelziffer aus

Expert:innen gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind demnach vielerorts am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte es eine größere Zahl von Menschen geben, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen – die Infektion fließt damit nicht in die offizielle Statistik ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 73 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 58 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 13.563.126 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Corona-Inzidenz für Deutschland am Sonntagmorgen mit 1346,3 an.
Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Corona-Inzidenz für Deutschland am Sonntagmorgen mit 1346,3 an. © Rüdiger Wölk/Imago

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 6,24 an (Donnerstag: 5,97). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Sonntag mit 9.673.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 121.275. (lrg/kke/dpa)

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