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RKI meldet 164.000 Neuinfektionen – Wüst sieht Pandemie vor Wendepunkt

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Von: Jennifer Greve

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Das RKI meldet mehr als 160.000 Neuinfektionen am Mittwoch. Der NRW-Ministerpräsident sieht derweil einen Wendepunkt in der Pandemie.

+++ 11.00 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst sieht die Corona-Pandemie in Deutschland vor einem möglichen Wendepunkt. „Wir sind in einer Umbruchphase der Pandemie“, sagte Wüst am Mittwoch im Landtag in Düsseldorf. Die Menschen bräuchten jetzt Perspektiven für eine „schrittweise Rückkehr zur Normalität“. Die bisherigen Schutzmaßnahmen sollten in dem Moment zurückgefahren werden, wo eine Überforderung des Gesundheitssystems ausgeschlossen werden könne, forderte der Regierungschef.

Hendrik Wüst
Hendrik Wüst nach dem Corona-Gipfel. © Christoph Hardt/Imago Images

Wüst sagte, derzeit sei angesichts steigender Infektionszahlen weiter die Zeit für „Achtsamkeit und entschlossenes Handeln“. In den kommenden Wochen müsse aber in beide Richtungen gedacht werden - sowohl in die Richtung von Schutzmaßnahmen, als auch in die Richtung von Öffnungsperspektiven.

Erstmeldung vom Mittwoch, 26.01.2022, 06.00 Uhr: Frankfurt – Erstmals in der Corona-Pandemie sind binnen eines Tages mehr als 150.000 Neuinfektionen an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt worden. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Mittwochmorgen (26.01.2022) 164.000 Fälle in 24 Stunden.

Am 19. Januar hatte die Zahl erstmals über 100.000 gelegen. Vor einer Woche waren es 112.323 erfasste Neuinfektionen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 9.035.795 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz überschritt erstmals die Schwelle von 900: Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 940,6 an. Zum Vergleich: Am Dienstag hatte der Corona-Wert bei 894,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 584,4 (Vormonat: 220,7). Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben.

Corona-Fallzahlen in Deutschland: Neuinfektionen, Todesfälle und Inzidenz

TagNeuinfektionen | Todesfälle | Inzidenz
Mittwoch (26.01.2022)164.000 | 166 | 940,6
Dienstag (25.01.2022)126.955 | 214 | 894,3
Montag (24.01.2022)63.393 | 28 | 840,3
Sonntag (23.01.2022)85.440 | 74 | 806,8
Samstag (22.01.2022)135.462 | 179 | 772,7
Freitag (21.01.2022)140.160 | 170 | 706,3
Donnerstag (20.01.2022)133.536 | 234 | 638,8
Mittwoch (19.01.2022)112.323 | 239 | 584,4
Quelle: Robert Koch-Institut/RKI

Die Fallzahlen des RKI können von denen der einzelnen Bundesländer abweichen. Ein Grund dafür sind die längeren Übertragungswege zwischen RKI und den zuständigen Gesundheitsämtern. Das Covid-19-Dashboard des RKI kann darüber hinaus im Laufe des Tages angepasst werden.

Corona-Fallzahlen in Deutschland: RKI meldet 166 Todesfälle

Experten gehen von einer hohen und weiter steigenden Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter vielerorts am Limit sind. Aufgrund der steigenden Fallzahlen rechnet Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erst nach Überschreiten der Omikron-Welle mit Lockerungen der Corona-Maßnahmen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 166 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 239 Todesfälle. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 117.126. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwochmorgen mit 7.387.800 an.

FFP2-Maske
Die Corona-Fallzahlen in Deutschland steigen weiter an. (Symbolbild) © Daniel Karmann/dpa

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 4,07 (Montag 3,87) an. (jey mit AFP/dpa)

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