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Die Omikron-Variante des Coronavirus ist in Deutschland angekommen und lässt die Fallzahlen erneut steigen.
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Die Omikron-Variante des Coronavirus ist in Deutschland angekommen und lässt die Fallzahlen erneut steigen. (Symbolbild)

Steigende Fallzahlen

Corona: Experte sieht in Omikron möglichen Ausstieg aus der Pandemie

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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In den ansteigenden Omikron-Fallzahlen sieht der Corona-Experte Lars Kaderali eine mögliche Tür aus der Pandemie – warnt jedoch vor leichtsinnigen Entscheidungen.

Greifswald – Seit die neue Omikron-Variante des Coronavirus auch in Deutschland den Verlauf der Pandemie bestimmt, steigen die Fallzahlen erneut auf Rekordwerte. In Ländern wie Spanien führt dies – gepaart mit einer hohen Anzahl von durch Impfung oder Erkrankung immunisierten Menschen – bereits dazu, dass über eine Neueinstufung von Corona als Endemie und damit einen lockereren Umgang mit der Krankheit diskutiert wird.

Davor warnen Expert:innen in Deutschland wie der Bioinformatiker Lars Kaderali von der Universitätsmedizin Greifswald zwar noch, halten es aber dennoch für möglich, dass die Omikron-Variante auch hier den Anfang vom Ende der Pandemie bedeuten könnte. „Ich würde das tatsächlich so sehen, dass Omikron die Tür sein könnte“, sagte der Greifswalder Bioinformatiker der Deutschen Presseagentur.

Corona-Entwicklung: Experte hofft auf Winter ohne Lockdown oder 2G-Regeln

Laut Kaderali bestehe die Hoffnung, dass bis zum Sommer jeder in der Bevölkerung „das Virus schon mal gesehen hat“ – entweder durch Infektion oder Impfung, wobei letzteres zu bevorzugen sei. Dann könne das Virus auch für den kommenden Herbst an Schrecken verlieren. Er hoffe, dass Lockdown-Maßnahmen oder 2G-Regeln im kommenden Winter dann kein Thema mehr seien müssten.

Der Bioinformatiker Lars Kaderali warnt davor, die aktuelle Corona-Politik in Spanien als Vorbild zu nehmen.

Zunächst gelte es aber, die Omikron-Welle durch Maßnahmen abzuflachen, um eine Überlastung auf den Intensivstationen zu vermeiden. Denn obwohl die Omikron-Variante wohl eine geringere Hospitalisierung als andere Varianten nach sich ziehe, werde dieser Effekt durch die hohe Infektiosität und viele Fälle kompensiert. Das legten auch Zahlen aus den USA nahe.

Corona in Spanien: Im Süden Europas entwickelt sich Covid-19 zur endemischen Krankheit

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hatte derweil in einem Radiointerview erklärt, man müsse berücksichtigen, dass Covid-19 sich von einer Pandemie zu einer endemischen Krankheit entwickle. Experten arbeiteten „seit Wochen“ daran, die durch das Coronavirus verursachte Krankheit etwa wie eine Grippe zu behandeln. Angedacht sei in Spanien demnach eine Lockerung der Überwachung der Infektionen zur Entlastung des überforderten Gesundheitswesens.

Diesem Beispiel zu folgen, hält Kaderali jedoch für wenig ratsam: „Selbst wenn das in Spanien gut gehen sollte, kann man daraus nicht rückschließen, dass das eine gute Strategie für Deutschland wäre.“ Verglichen mit Deutschland habe Spanien eine deutlich höhere Impfquote ebenso wie eine höhere Zahl an durchgemachten Infektionen. Sehr grob gerechnet tragen laut Kaderali über 90 Prozent der spanischen Bevölkerung Corona-Antikörper in sich. „Und da sind wir doch in Deutschland, ich sage mal, erheblich von weg.“ Hier liege der Anteil mindestens über zehn Prozent niedriger. (ska mit dpa)

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