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Großbritannien

Corona in England: Lockerungen gehen in zweite Phase - Schluck für Schluck aus dem Lockdown

  • Stefan Krieger
    vonStefan Krieger
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In England kehrt man nach einem harten Lockdown Stück für Stück zur Normalität zurück. Auch deshalb, weil die Briten mit den Impfungen gut vorankommen.

London - Großbritannien galt lange Zeit als Epizentrum der Corana-Pandemie in Europa. Auf der Insel hat man mit mehr als 127.000 Corona-Toten noch immer die höchste Opferzahl der Pandemie in Europa zu beklagen. Mit den Impfungen geht es im Vereinigten Königreich allerdings gut voran. Von den gut 66 Millionen Einwohnern haben bereits mehr als 32 Millionen eine erste Impfdosis erhalten; weitere rund 7,47 Millionen Menschen haben bereits beide Impfspritzen bekommen. Zusammen mit einem zunächst harten Lockdown konnte so die Zahl der täglichen Covid-19-Todesfälle seit Januar um 95 Prozent und die der Ansteckungen um 90 Prozent gesenkt werden.

Anlass genug für die Briten, nach mehr als drei Monaten Lockdown zumindest in England in die zweite Phase der Corona-Lockerungen zu gehen. Auch wenn in dieser Woche die Beisetzung des verstorbenen Gatten von Königin Elisabeth II. das große Thema ist, gibt es etwas, was noch viel bedeutender ist: In England dürfen seit Montag (12.04.2021) die Außenbereiche von Pubs und Restaurants wieder öffnen. Dass außerdem dank der Fortschritte der Impfkampagne auch alle Geschäfte, Fitnessstudios und Friseure wieder Kunden empfangen dürfen, verkommt da fast zur Nebensache.

Im Londoner Stadtteil Soho feiern die Briten das Ende des Lockdowns - im Freien.

Corona in England: Pubs öffnen um Mitternacht

Einige Pubs wollten also keine Zeit verlieren und öffneten gleich um Schlag Mitternacht. Auf der für ihre Einkaufsmöglichkeiten bekannten Londoner Oxford Street stellten sich die ersten Kund:innen trotz kühler Temperaturen schon um 05.30 Uhr vor den Geschäften an - und harrten stundenlang aus, um endlich wieder Waren selbst anfassen und anprobieren zu können. Auch Schwimmbäder, Büchereien und Tierparks sind in England jetzt wieder geöffnet.

Die Wirtschaft des Landes zeigte sich erleichtert über den Öffnungsschritt. Das legen auch Zahlen des Daten-Dienstleisters Altus Group nahe: Mehr als 400.000 Geschäfte dürfen öffnen, außerdem 20.700 Friseure, 4.162 Fitnessstudios, 65 Zoos und Safariparks sowie 75 Freizeitparks. Sogar Urlaub im Inland ist jetzt wieder möglich, dafür stehen 63.500 Ferienwohnungen bereit. Seit Anfang Januar hatten wegen des bereits dritten Lockdowns auf der Insel weitreichende Kontakt- und Reisebeschränkungen gegolten. Mehr Arbeit kommt nun allerdings auf die Polizei zu. In London würden die Kräfte aufgestockt, kündigte Vize-Polizeichefin Jane Connors an. Man möchte offensichtlich größere Exzesse durch die wieder erlangte Freiheit verhindern.

Corona in England: Premier Boris Johnson feiert sinkende Infektionszahlen

Der britische Premierminister Boris Johnson zeigte sich zufrieden. Er hatte vor einer Woche erklärt, die Lockerungen seien durch die sinkenden Infektionszahlen „vollauf gerechtfertigt“. Auch er hatte ursprünglich geplant, die neuen Öffnungsregeln gleich am Montag mit einem Glas Bier auf einer Pub-Terrasse zu feiern. Diesen Plan gab er allerdings wegen der Trauer um den verstorbenen Prinz Philip auf. Zumindest offiziell.

Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
AmtsspracheEnglisch
HauptstadtLondon
Einwohnerzahl66.435.550
StaatsoberhauptKönigin Elisabeth II.
RegierungschefPremierminister Boris Johnson

Im Rahmen eines Vier-Stufen-Plans sollen dann in England in absehbarer Zeit alle Corona-Restriktionen enden. Die Regierungen in Schottland, Wales und Nordirland gehen bei den neuen Öffnungsmöglichkeiten allerdings vorsichtiger voran. Wales gestattet immerhin wieder nicht notwendige Reisen in andere Landesteile und in Nordirland hoben die Behörden die „Stay at Home“-Anordnung auf - Schüler gehen wieder in die Schulen.

In England ist der nächste Lockerungsschritt für den 17. Mai geplant. Dann sollen Restaurants und Pubs auch ihre Innenräume wieder öffnen dürfen. Auslandsurlaub könnte dann ebenfalls wieder erlaubt werden; derzeit drohen da noch hohe Geldstrafen. Ganz aufgehoben werden sollen die Corona-Restriktionen schließlich am 21. Juni. Spätestens dann wird sich sicher auch Boris Johnson sein Pint öffentlichkeitswirksam schmecken lassen. (Stefan Krieger mit afp/dpa)
 

Rubriklistenbild: © Victoria Jones/dpa

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