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Astrazeneca-Impfstoff
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Sind flächendeckende Auffrischungsimpfungen gegen Corona sinnvoll? Eine Entwicklerin des Astrazeneca-Vakzins hat sich dazu geäußert. (Archivfoto)

Pandemie

Dritte Corona-Impfung: Sinnvoll oder nicht? – Astrazeneca-Entwicklerin äußert sich

  • VonMax Schäfer
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Wann ist eine dritte Impfung gegen Corona sinnvoll? Eine Forscherin aus Oxford hat eine klare Haltung beim Thema Auffrischungsimpfungen.

Oxford – Noch sind nicht alle Menschen gegen das Coronavirus* geimpft. Trotzdem erhalten bereits doppelt geimpfte Personen Auffrischungsimpfungen. Sarah Gilbert, die leitende Entwicklerin des Astrazeneca-Impfstoffs, hat sich jedoch gegen flächendeckende Auffrischungsimpfungen in Großbritannien ausgesprochen.

Der Impfstoff solle stattdessen an Länder mit niedrigeren Impfquoten abgegeben werden, sagte die Forscherin der Universität Oxford der Zeitung Daily Telegraph.

Dritte Impfung gegen Corona: Wann sie laut einer Forscherin sinnvoll sind

Gilbert lehnt jedoch Auffrischungsimpfungen gegen Corona* nicht gänzlich ab. Eine weitere Dosis sei bei älteren Menschen und bei Personen mit einem unterdrückten Immunsystem sinnvoll. Die Schutzwirkungen der Corona-Impfstoffe* halte bei der Mehrheit der Geimpften jedoch gut an, so die Expertin.

Sarah Gilbert sprach sich für die Weitergabe der Corona-Impfstoffe an Länder aus, wo bisher sehr wenig geimpft wurde. Dadurch könne die Entstehung neuer Virusvarianten bekämpft worden, argumentiert die Forscherin aus Oxford. Wenn das Virus sich unter den Menschen ausbreite, mutiere es, passe sich an und entwickele sich wie die Delta-Variante*. Das müsse so schnell wie möglich gestoppt werden, so Gilbert. In Afrika liegt die Impfquote bei etwa drei Prozent.

Dritte Corona-Impfung: Fachleute beraten über Auffrischungsimpfungen

In den kommenden Tagen wird die Impfkommission in Großbritannien über eine Empfehlung der flächendeckenden Auffrischungsimpfung gegen Corona entscheiden. Die Impfstoffe von Astrazeneca* und Biontech* sind am Donnerstag (09.09.2021) von der britischen Arzneimittelbehörde MHRA für Auffrischungsimpfungen zugelassen worden.

In Deutschland steht eine Entscheidung der Ständigen Impfkommission (Stiko) über die dritte Impfung gegen Corona noch aus. Pflegebedürftige, Menschen über 80 Jahren und Personen mit Immunschwäche erhalten allerdings bereits Angebote für die Auffrischungsimpfung.

Christian Drosten* geht allerdings davon aus, dass die meisten Menschen im Herbst keine dritte Impfung benötigten. Die Schutzwirkung sei ausreichend, so der Virologe von der Berliner Charité gegenüber der dpa. Er teilt jedoch die Einschätzung von Sarah Gilbert, dass eine dritte Impfung für ältere Menschen und Risikopatient:innen sinnvoll sei. Im Herbst komme es jedoch darauf an, die Impflücken bei der Gruppe der über 60-Jährigen zu schließen. (Max Schäfer) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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