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Corona-Pandemie

Corona in Deutschland: Wieder mehr als 1000 Erkrankte auf Intensivstationen

  • Svenja Wallocha
    VonSvenja Wallocha
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Auf den Intensivstationen in Deutschland wird es wieder voller. Schon jetzt hat die Zahl der Covid-19-Erkrankten eine wichtige Marke überschritten.

Berlin – Mit der steigenden Zahl an Infektionen mit Corona* wird auch die Lage in den Krankenhäusern wieder angespannter. Erstmals seit Mitte Juni liegt die Zahl der Menschen, die mit Covid-19-Erkankungen auf Intensivstationen liegen, wieder bei mehr als 1000 - dabei steht der Winter noch bevor. Vor allem ein Faktor ist im Vergleich zum Vorjahr auffällig.

Die vierte Corona-Welle rollt, das zeigt sich auch mit Blick auf die Intensivstationen. Im Divi-Register-Tagesreport vom Sonntag (29.08.2021) wurden 1008 Covid-19-Patient:innen auf Intensivstationen gemeldet, 485 davon mussten beatmet werden, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Zuletzt war ein Wert von über 1000 im Tagesreport vom 18. Juni erfasst worden (1011). Der Tiefstand vor dem Aufflammen der vierten Welle hatte bei 354 im Report vom 22. Juli gelegen, seither nimmt die Belegung wieder zu.

Corona-Lage in Deutschland: Wieder mehr Covid-19-Kranke auf Intensivstationen

Im Vergleich zum Vorjahr fällt auf, dass es 2020 erst deutlich später wieder voller auf den Intensivstationen wurde. So hatte die Zahl der Covid-19-Erkrankten auf Intensivstationen am 29.08.2020 gerade einmal bei 241 gelegen (134 beatmet) und war erst zu Ende Oktober hin im Zuge der zweiten Welle auf über 1000 gestiegen. Der Höchstwert hatte bei gut 5700 Anfang Januar im Zuge der zweiten Corona-Welle in Deutschland gelegen.

Die Zahl der bundesweit auf Intensivstationen behandelten Covid-19-Patienten ist in der vierten Corona-Welle erstmals wieder über 1000 gestiegen.

Auch ein anderer Faktor ist im Vergleich zum Vorjahr anders: Die Patient:innen sind deutlich jünger. So waren 2020 vor allem ältere Menschen betroffen, nun ist den Daten des Divi-Registers zufolge knapp jeder zehnte derzeit auf Intensivstation behandelte Covid-19-Kranke 30 bis 39 Jahre alt, knapp jeder fünfte 40 bis 49 Jahre (Stand 26.08., Aktualisierung jeweils donnerstags). Die 50- bis 59-Jährigen stellen gut ein Viertel der Patient:innen, die 60- bis 69-Jährigen gut ein Fünftel. Zumeist sind von schweren Verläufen und Todesfällen Ungeimpfte betroffen.

Zahl der Covid-19-Kranken auf Intensivstationen wird weiter steigen

Doch nicht in jedem Bundesland ist die Belegung auf den Intensivstationen gleich. Besonders hoch ist der Anteil der Covid-19-Erkrankten an der Gesamtzahl der Intensivbetten derzeit in Nordrhein-Westfalen (6,4 Prozent) und dem Saarland (5,3 Prozent). Aber auch in Hessen gibt es wieder mehr Corona-Kranke und Todesfälle in Kliniken.

Selbst wenn die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen in den kommenden Tagen nicht weiter steigen oder sogar sinken sollte, würde die Zahl der auf Intensivstation behandelten Covid-19-Patient:innen zunächst weiter zunehmen. Die Infektions-Inzidenz spiegelt sich stets verzögert bei der Klinikbelegung wider, weil zwischen Infektion und Einweisung meist etwa 10 Tage vergehen.

Grenze von 1000 Covid-Erkrankten überschritten: Mediziner erwartet moderaten Anstieg im September

Prof. Dr. Christian Karagiannidis, wissenschaftlicher Leiter des DIVI-Intensivregisters erwartet jedoch in Anbetracht des etwas niedrigeren Anstiegs der Inzidenzen, für September einen eher moderaten Anstieg. „Wir haben zwar heute erstmals wieder die Grenze von 1000 COVID19 Patienten auf Intensivstation überschritten, in Anbetracht des etwas niedrigeren Anstiegs der Inzidenzen, erwarte ich für September einen eher moderaten Anstieg. Die Wochen der Wahrheit kommen im Okt/Nov.“, twitterte der Intensivmediziner. Das Divi-Register wird von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut (RKI) geführt. (svw/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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