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„Pandemie der Lügen!“ steht auf dem Schild eines Teilnehmers, der an einer Demonstration gegen die Corona-Politik der Bundesregierung teilnimmt.
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„Pandemie der Lügen!“ steht auf dem Schild eines Teilnehmers, der an einer Demonstration gegen die Corona-Politik der Bundesregierung teilnimmt.

„Querdenker“ erwartet

„Querdenker in Leipzig“: Polizei stoppt Corona-Skeptiker auf dem Weg in die Stadt

  • Delia Friess
    vonDelia Friess
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  • Tim Vincent Dicke
    Tim Vincent Dicke
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„Querdenker“ wollen heute sich in Leipzig treffen. Die Polizei reagiert mit einem Großaufgebot und sperrt die Zufahrtsstraßen.

  • Die Polizei bereitet sich mit einem Großeinsatz auf den Demo-Samstag (19.12.2020) in Leipzig vor.
  • „Querdenker“ verpassen die Frist für die Anmeldung einer Kundgebung, trotzdem werden sie erwartet.
  • Ende November war es in der sächsischen Großstadt zu massiven Ausschreitungen mit Corona-Skeptikern gekommen. Auch Proteste gegen Corona-Skeptiker:innen werden in Leipzig erwartet.

Update, 14.30 Uhr: Die Polizei hat den Aufmarsch der „Querdenker“ in Leipzig durch ein massives Aufgebot und zahlreiche Straßenkontrollen bislang verhindert. So sollen die Einsatzkräfte nahezu alle Zufahrtsstraßen in die Stadt gesperrt haben. Die Autos werden genau kontrolliert und die Einhaltung der Corona-Maßnahmen im Lockdown überprüft.

Die Berichte über gesperrte Zufahrtsstraßen werden von mehreren Nutzer:innen auf Twitter bestätigt. Auch Polizeisprecher Olaf Hoppe sagte, die Lage sei bislang ruhig. Im Netz kursiert ein Video, das eine Reisegruppe der „Basisdemokratischen Partei Deutschland“ zeigt. Ihr Bus wird offenbar auf dem Weg nach Leipzig von der Polizei angehalten. Die „Basis“, wie sich die Gruppierung selbst nennt, lehnt die Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie ab und fordert einen sofortigen Stopp der Corona-Tests.

„Querdenker“-Proteste: Auch Proteste gegen Corona-Skeptiker:innen werden in Leipzig erwartet

Update vom Samstag, 19.12.2020, 10.00 Uhr: Neben den „Querdenker“-Protesten wird heute (19.12.2020) auch mit Protesten gegen Corona-Skeptiker:innen in Leipzig gerechnet.

„Querdenker“-Proteste lösen bei dem Notfallmediziner Uwe Janssens nur Fassungslosigkeit aus. Gegenüber der dpa sprach der Präsident der Vereinigung der Intensiv- und Notfallmediziner über die Stimmung von Mediziner:innen und Pflegekräften, die gegenwärtig zahlreiche Covid-19-Patient:innen behandeln müssen.

Querdenker-Protest in Leipzig: Intensivmediziner fassungslos - Patient:innen haben Todesangst

„Sie waren fassungslos und richtig wütend. Sie behandeln stundenlang Patienten, drehen sie auf den Bauch, kämpfen um ihr Leben und sehen dann Menschen demonstrieren, die teilweise nicht an die Pandemie glauben. Da entsteht eine gewisse Wut“, so Janssens. Trotzdem würden die Kolleg:innen wieder rausgehen und die Patienten weiter versorgen, sagte der Intensivmediziner.

Corona-Skeptiker: Kein Verständnis für Querdenker-Proteste von den meisten Mediziner:innen

„Die Menschen sollten einfach mal ein paar Tage bei uns mitarbeiten und mitbekommen, was das für Patienten bedeutet. Luftnot ist neben Schmerzen das Schlimmste, das Menschen betreffen kann. Die haben Todesangst. Das ist für alle hier äußerst belastend“, so Janssens über den Verlauf von Infektionen mit dem Coronavirus. Neben den „Querdenker“-Protesten werden auch Gegenproteste in Leipzig erwartet.

Ende November kam es bei „Querdenker“-Protesten in Leipzig zu massiven Ausschreitungen. Sowas sei auch am 19. Dezember möglich, so die Polizei. (Archivbild)

Corona-Demo in Leipzig: Ausschreitungen befürchtet – Wasserwerfer und Hubschrauber im Einsatz

Erstmeldung vom Freitag, 18.12.2020, 18.00 Uhr: Leipzig – Die Polizei in Leipzig bereitet sich auf einen Großeinsatz aufgrund möglicher „Querdenken“-Proteste am Samstag (19.12.2020) vor. Man rechne mit einem Demonstrationsgeschehen in der Größenordnung vom 21. November, wie die Behörde am Freitag erklärte.

Corona-Skeptiker bei Demo in Leipzig erwartet: „Es wird viel geworben, es wird viel geteilt“

Es bestehen zahlreiche Protestaufrufe, auch aus dem Spektrum der Corona-Skeptiker. „Es wird viel geworben, es wird viel geteilt im Netz“, sagte ein Polizeisprecher.

Die Stadt hat das Versammlungsrecht für den 19. Dezember eingeschränkt. Laut Allgemeinverfügung sind in Leipzig nur solche Veranstaltungen erlaubt, die bis zum 17. Dezember um 12 Uhr angezeigt wurden – die Corona-Skeptiker verpassten die Frist. Derzeit seien drei Veranstaltungen mit insgesamt rund 1000 Teilnehmern angemeldet, sagte der Polizeisprecher.

Ende November läuft Corona-Demo der „Querdenker“ in Leipzig völlig aus dem Ruder

Ende November hatten Gegner:innen der Corona-Maßnahmen und Gegendemonstrierende in Leipzig demonstriert. Dabei kam es zu zahlreichen Ausschreitungen. 20.000 Menschen protestierten zunächst friedlich. Dann löste die Stadt Leipzig den Protest auf, weil viele Menschen keine Mund-Nasen-Bedeckung trugen und den Mindestabstand nicht einhielten.

Tausende widersetzten sich der Auflösung und marschierten über den Innenstadtring. Ein bekanntes Mitglied der „Querdenken“-Initiative musste nach der Demo-Teilnahme auf der Intensivstation beatmet werden, weil es sich mit dem Coronavirus infiziert hatte, berichtete der Mediziner eines Krankenhauses in Leipzig. Den Sicherheitskräften war Versagen vorgeworfen worden.

„Sowas ist tatsächlich auch morgen wieder möglich“, sagte der Polizeisprecher. Neben der Absicherung der Versammlungsfreiheit stehe der Infektionsschutz im Fokus der Polizei. Diesmal seien genügend Kräfte der Polizei in Leipzig vor Ort, sagte eine Sprecherin. Einzelheiten wollte sie noch nicht nennen.

Demo-Samstag in Leipzig: Hubschrauber, Wasserwerfer und berittene Polizei im Einsatz

Die Polizeidirektion Leipzig forderte zur Verstärkung Einsatzkräfte anderer Bundesländer und von der Bundespolizei an. Auch Polizeihubschrauber, Wasserwerfer und berittene Einheiten sollen zum Einsatz kommen.

Das Netzwerk „Leipzig nimmt Platz“ und die Partei „die Linke“ haben offiziell zu Demonstrationen aufgerufen. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit. Von den „Querdenkern“, die seit Wochen im Internet für die Demo werben, ist jedoch keine Versammlung angezeigt worden – erwartet werden sie trotzdem. (tvd/dpa/AFP)

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