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Mehr Hygiene

Folge der „AHA“-Regeln: Nachfrage nach Erkältungsmitteln im Corona-Jahr sinkt

  • vonJoel Schmidt
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In der Corona-Pandemie wird auch in Deutschland mehr Wert auf Hygiene gelegt. Laut Apothekerverband könnte dies den Rückgang der Erkältungen erklären.

  • Die Nachfrage nach rezeptfreien Erkältungsmitteln in Deutschland ist während der Corona-Pandemie gesunken.
  • Das Einhalten von Hygiene- und Abstandsregeln bringt einen Rückgang an Erkältungen mit sich.
  • Die Zahl der Apotheken in Deutschland sinkt seit Jahren.

Frankfurt – Abstand halten, Hygiene beachten und im Alltag eine Maske tragen – das Befolgen der „AHA“-Formel im Zuge der Corona-Pandemie hat in Deutschland auch eines mit sich gebracht: einen Rückgang an Erkältungen. Darauf deuten zumindest die Verkaufszahlen der Hersteller:innen von Erkältungsmitteln in Apotheken hin.

Laut „Bayer“-Chef Werner Baumann sei im vergangenen Jahr ein Marktminus von über 20 Prozent beim Verkauf von rezeptfreien Erkältungsmitteln zu verzeichnen gewesen. Neben „Bayer“ meldeten ebenfalls die Firmen „Procter & Gamble“, „Stada“ und „Sanofi“ Einbußen, jedoch ohne dabei konkrete Zahlen zu nennen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Die Unternehmen verkaufen unter anderem die Mittel „Wick“, Grippostadt“, Mucoslvan“ und „Alka-Seltzer Plus“.

Corona-in Deutschland: „AHA“-Regeln ziehen Rückgang der Erkältungen nach sich

Auch die Apotheken in Deutschland bestätigen eine gesunkene Nachfrage nach Erkältungsmitteln. Die Apothekervereinigung „ABDA“ teilte der dpa mit, dass bei Erkältungs-, Durchfall- und Läusemitteln in den ersten drei Quartalen 2020 der Absatz rezeptfreier Medikamente deutlich gefallen sei und bezog sich dabei auf Daten des Marktforschungsinstituts „Insight Health“.

Aus den Daten geht hervor, dass in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 nur knapp zwölf Millionen Durchfallmittel nachgefragt wurden, etwa ein Fünftel weniger als in den Vorjahren. Bei Erkältungsmitteln sank die Nachfrage etwas weniger stark: Wurden in den ersten drei Quartalen in der Regel knapp 150 Millionen Arzneimittel in den Apotheken nachgefragt, waren es 2020 noch knapp 130 Millionen. Nahezu halbiert habe sich hingegen der Absatz bei Läusemitteln. Dieser sank von etwa zwei Millionen auf nur noch 1,2 Millionen Medikamente im vergangenen Jahr. Die Zahlen von „Insight Health“ berufen sich sowohl auf das Apothekengeschäft vor Ort als auch auf den Versandhandel.

In der Corona-Pandemie ist der Verkauf von Erkältungsmitteln zurückgegangen.

Apotheken verkaufen weniger Erkältungsmittel: Zusammenhang mit Corona-Hygiene

„Die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln in der Corona-Pandemie sorgte vermutlich für den Rückgang der Ansteckungen im Bereich von Durchfallerkrankungen und Erkältungen“, erklärte die ABDA. Zudem könne wegen der AHA-Regeln ein Rückgang der Übertragung von Parasiten wie Läusen angenommen werden, berichtet ein Sprecher des Verbands der dpa. Der Verlauf der Pandemie und den verschiedenen Lockdowns habe für ein Auf und Ab der Nachfrage in den Apotheken gesorgt.

Desinfektionsmittel seien zwar stark nachgefragt gewesen, aber „sie waren kein großer Umsatztreiber für Apotheken“, so der ABDA-Sprecher. Der Kauf medizinischer Masken spiegle sich in den Zahlen für 2020 noch nicht wider. Nach Informationen der dpa hatten die Apotheken in Deutschland 2019 einen Umsatz von mehr als 54 Milliarden Euro erzielt, den Großteil davon mit verschreibungspflichtigen Arzneien. Dennoch sinkt die Zahl der Apotheken in Deutschland seit Jahren deutlich: Ende 2020 lag sie nur noch bei 18.753. (jsc mit dpa)

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

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