Ticker für die USA

Corona in den USA: Drastischer Anstieg in mehreren Bundesstaaten

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    vonMoritz Serif
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Die USA haben mittlerweile mehr als 6,3 Millionen Corona-Infektionen zu verzeichnen. Donald Trump wusste schon am 7. Februar: Das Virus ist „fünfmal tödlicher“ als Grippe. Der News-Ticker.

Update vom Dienstag, 15.09.2020, 12.17 Uhr: Alle weiteren Entwicklungen zur Corona-Krise in den USA gibt es in unserem neuen News-Ticker.

Update vom Freitag, 11.09.2020, 15:30 Uhr: Die Gesundheitsbehörde des Bundesstaats Iowa meldet weiterhin alarmierende Zahlen. Nach aktuellem Stand sollen sich 72.458 Menschen infiziert haben. Mit sechs anderen US-Bundesstaaten ist Iowa besonders stark von rasant ansteigenden Infektionszahlen betroffen. Iowas Gouverneurin Kim Reynolds sträubt sich dennoch gegen die Umsetzung von Corona-Einschränkungen. So spricht sie sich trotz steigender Fallzahlen auch gegen ein Maskenmandat aus. „Ich vertraue darauf, dass die Iowaner das Richtige tun, und ich glaube, dass sie das Richtige tun“, sagt Reynolds kürzlich auf einer Pressekonferenz.

Mittlerweile haben sich 6,3 Millionen US-Amerikaner mit dem Coronavirus infiziert. 191. 802 Leute sind in den USA bereits an den Folgen gestorben. Bis Ende des Jahres werden mehr als 400.000 Corona-Tote befürchtet.

+++ 20.24 Uhr: Seit dem Wiederbeginn der Schule in den USA im August sind mindestens sechs Lehrer*innen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Die Fälle in den Bundesstaaten Missouri, Mississippi, South Carolina, Iowa und Oklahoma haben eine neue Angst entfacht, dass die Schulen Infektionsherde werden könnten. Viele Lehrer hatten zuvor angedroht, nicht in der Schule zu erscheinen, wenn Hygiene- und Abstandsregeln nicht durchgesetzt würden.

In den USA wurden mehr als 500.000 Kinder positiv auf das Coronavirus getestet. Zwischen dem 20. August und 3. September gab es 70.630 bestätigte neue Fälle, teilte die Amerikanische Akademie der Pädiatrie mit.

In den USA werden Schulen als neue Infektionsherde des Coronavirus gefürchtet.

USA: Grippe sei tödlicher als das Coronavirus, sagte Donald Trump

Update vom Donnerstag, 10.09.2020, 15.00 Uhr: Auf der Pressekonferenz vom 26. Februar 2020 gibt sich Donald Trump sicher: „Wir kennen nicht die genauen Zahlen und die Grippe ist tödlicher als das Coronavirus“. Auf kritische Nachfrage von Dr. Sanjay Gupta ist Donald Trump sich sicher, dass es eine große Chance gibt, dass sich der Virus in den USA nicht verbreitet. Heute ist klar, dass er sein Wissen nicht mit der Öffentlichkeit teilte und das Virus verharmloste.

Corona in den USA: Donald Trump verbreitet gefährliche Fakten

Bei Pandemien sind die Schlüsselprinzipien, ehrlich zu sein und den Menschen zu sagen, was man weiß, sobald man es weiß. Das ist wesentlich für das, was die Menschen tun, um die Ausbreitung eines tödlichen Virus zu stoppen. Jetzt kommt heraus, dass US-Präsident Donald Trump allerdings schon am 7. Februar 2020 gegenüber Bob Woodward sagte, dass er wisse, dass die COVID-19-Krise „fünfmal tödlicher“ als die Grippe sein werde. Drei Wochen später in einer Pressekonferenz mit Dr. Sanjay Gupta log Donald Trump aber über die gefährlichen Fakten des Virus. Das berichtet jetzt das Nachrichtenportal „CNN“.

„Wir hätten einige der gleichen Arten von Maßnahmen durchführen können, die vielleicht auch andere Länder durchgeführt haben, und hätten eine wesentlich niedrigere Zahl von Todesopfern gehabt“, äußert sich Gupta dazu. Trump hätte viel früher einen Lockdown durchführen können, wenn er das Virus in der Öffentlichkeit richtig dargestellt hätte. „Er hat einfach gelogen und nicht zugegeben, was er zu der Zeit wusste. Jetzt denke ich, dass es ziemlich klar ist.“, zieht Gupta ein Fazit. Donald Trump reagierte nachzüglerisch und setzte so zahllose Leben aufs Spiel.

Update vom Donnerstag, 10. September, 11.45 Uhr: In den USA eröffnen die Universitäten wieder. Daher drängt sich die Frage auf, wie die Colleges damit umgehen sollten, wenn ein Corona-Fall unter den Studierenden bekannt wird. Manche Universitäten schicken die Studierenden demnach zurück in ihre Kommunen. Dr. Anthony Fauci fand in der „NBC‘s Today show“ deutliche Worte zu der Vorgehensweise der Colleges. Darüber hatte „insidehighered“ berichtet.

„Das ist das schlimmste, was man tun kann“, sagte Fauci. Warum ist das so? Der Immunologe gibt die Antwort. „Wenn man die Studierenden zurück nachhause schickt, hat man das Problem, dass sie aus verschiedenen Orten kommen, die dann bei einer Rückkehr wiederum von Infektionen betroffen sind“, ergänzt Fauci.

Auch Dr. Deborah Birx, Koordinatorin für die Bewältigung des Coronavirus im Weißen Haus, sieht das wie der Immunologe. „Die Studierenden würden dann das Virus in ihrer Heimat verbreiten oder innerhalb ihres Haushaltes, wo man sich nicht isolieren könne.“, sagte sie. Jedes Universität müsste sicherstellen, dass die Studierenden sich auch isolieren könnten.

Erstmeldung vom Donnerstag, 10. September, 11.10 Uhr: USA - Seit Beginn der Corona-Pandemie sind nach Angaben von Wissenschaftlern allein in den USA über 190 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore vom Mittwoch (Ortszeit) hervor. Insgesamt verzeichneten die USA somit mehr als 6,3 Millionen Infektionen.

Coronavirus in den USA: Absolut gesehen haben die Staaten die meisten Corona-Toten

Allerdings nahm die Zahl der täglichen Neuansteckungen in den vergangenen Wochen deutlich ab, lag zuletzt aber weiterhin bei mehr als 25 000. Absolut gesehen haben die USA weltweit die meisten Corona-Toten zu beklagen, nicht aber relativ zur Einwohnerzahl. In dieser Kategorie liegen die USA an vierter Stelle.

Covid-19-Tote Pro 100.000 Einwohner
Großbritannien70.16
Peru64.55
Chile53.45
USA49.65
Brasilien47.95

Im Herbst könnte die Corona-Lage würd die USA noch viel schlimmer werden

Wissenschaftler befürchten einem viel beachteten Modell zufolge bis zum Jahresende mehr als 410 000 Corona-Tote in den USA. Das geht aus dem Modell der Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle hervor, das in der Vergangenheit auch das Weiße Haus heranzog. Als Grund für den prognostizierten starken Anstieg führten die Experten geringere Vorsicht der Menschen in den USA sowie den Beginn des Herbsts und der Grippesaison an. (mse mit dpa)

Die Reaktionen auf Bob Woodwards Enthüllungen fallen verheerend für US-Präsident Trump aus. Und in Neuseeland ist es jüngst ebenfalls zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Was die USA und Donald-Trump damit zu tun haben.

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