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News-Ticker

Corona in den USA: Immer mehr Kinder infizieren sich mit dem Virus

  • Sophia Lother
    vonSophia Lother
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  • Teresa Toth
    Teresa Toth
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Donald Trump hält Kinder für immun gegen das Coronavirus. Doch die Zahl der offiziellen Corona-Fälle bei Kindern steigt jetzt deutlich an.

  • Die USA sind mit fast fünf Millionen Infizierten am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen.
  • Ein Experte macht die US-Regierung unter Donald Trump für die steigenden Fallzahlen verantwortlich.
  • Im Schulbezirk Cherokee sind 826 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne.

Verfolgen Sie die Entwicklungen von Corona in den USA in unserem neuen Ticker.

Update vom Donnerstag, 13.08.2020, 11.04 Uhr: In den USA ist die Zahl der Corona-Toten mit knapp 1.500 binnen 24 Stunden so stark angestiegen wie seit Ende Mai nicht mehr. In den USA mit ihren 330 Millionen Einwohnern infizierten sich laut Johns Hopkins Universität bisher knapp 5,2 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2, mehr als 166.000 Menschen starben. 

Coronavirus in den USA: Zahl der Infizierten von Kindern steigt rapide an

+++ 11.35 Uhr: Donald Trump behauptet ja immer wieder gerne, dass Kinder gegen das neuartige Coronavirus immun seien. Dass die Zahl der offiziellen Corona-Fälle bei Kindern immer weiter in die Höhe geht, scheint ihn nicht zu interessieren. So ist im ganzen Land die Zahl im vergangenen Monat um 90 Prozent gestiegen, in seinem liebsten Bundesstaat Florida hat sich die Zahl sogar mehr als verdoppelt.

Dort nämlich stieg die Gesamtzahl der Fälle bei Kindern unter 17 Jahren von 16.797 am 9. Juli auf 39.735 am 9. August - ein Anstieg von 137%, wie das Gesundheitsministerium von Florida mitteilte. Die Zahl der Todesfälle bei Kindern stieg in dieser Zeit in Florida von vier auf sieben.

Donald Trump: Corona-Anstieg in Deutschland sei „wirklich unglücklich“

Update vom Mittwoch, 12.08.2020, 06.49 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat den Anstieg von Corona-Fällen in Deutschland als „wirklich unglücklich“ bezeichnet. „Im Durchschnitt von sieben Tagen sind die Fälle in Deutschland unglücklicherweise um 62 Prozent gestiegen. Das ist wirklich unglücklich“, so Trump während einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Auch für den Rest Europas hielt Trump ungewöhnlich hohe Infektionsraten bereit, wie beispielsweise für Frankreich, Spanien und das Vereinigte Königreich. Bisher ist unklar, auf welcher Grundlage Trumps Zahlen basieren.

Die USA würden Trumps Aussagen zufolge besser dastehen. Die Zahl der Infektionen sei Trump zufolge rückläufig. „Das wird mit der Zeit noch viel besser“. Tatsächlich sind die Neuinfektionen in den USA, die 330 Millionen Einwohner haben, nicht mehr so zahlreich wie noch Mitte Juli, liegen aber noch immer bei um die 50 000 täglich. Die seit Beginn der Pandemie rund fünf Millionen Fälle in den USA entsprechen etwa einem Viertel aller weltweiten Fälle. In Deutschland, das in den vergangenen Tagen eine Zunahme verzeichnete, infizieren sich derzeit dagegen rund 1000 Menschen täglich mit dem Virus - in der Bundesrepublik leben etwa 83 Millionen Menschen.

Corona in Schulen: 826 Jugendliche unter Quarantäne – Entsetzen über Klassenfoto

+++ 16.20 Uhr: Das Coronavirus macht in den USA auch vor Schulen nicht halt. In Cherokee County im Norden des US-Bundesstaats Georgia stehen mittlerweile 826 Schülerinnen und Schüler und 42 Lehrende unter Quarantäne. Das meldet die Zeitung „Atlanta Journal-Constitution“ (AJC).

Wegen der Corona-Krise in den USA haben viele Schulen eine Masken-Pflicht eingeführt – nicht so der Schul-Bezirk Cherokee in Georgia.

Corona in den USA: Dicht gedrängt und ohne Maske – Klassenfoto einer Highsschool geht viral

Die Gesundheitsvorschriften sähen eine Quarantäne von Schülerinnen und Schülern dann vor, wenn sie engen Kontakt zu einer infizierten Person hatten, beispielsweise neben dieser saßen. Cherokee gehört zu einem der Bezirke, die ihre Schulen ohne eine Maskenpflicht wiedereröffneten. Nur das Personal muss eine Maske tragen, so AJC.

Auch die Etowah Highschool ist im Bezirk Cherokee. Von ihren 2400 Schülerinnen und Schülern sind derzeit 300 in Quarantäne. Die Schule hatte zuletzt erhebliches Medieninteresse auf sich gezogen, weil einige Bilder eines Klassenfotos über die sozialen Netzwerke verbreitet wurden. Darauf zu sehen waren Jugendliche Schulter an Schulter gedrängt und ohne Maske – Corona zum Trotz.

Corona: Donald Trump erwägt Einreiseverbot für die USA

+++ 11.43 Uhr: US-Präsident Donald Trump plant offenbar, Staatsbürger*innen der USA in Ausnahmefällen die Einreise zu verweigern. Darüber berichtet die „New York Times“. Der Zeitung soll der Entwurf für ein neues präsidiales Dekret vorliegen. Demnach hätten die Einreisebehörden mit dem Dekret die Möglichkeit, Bürgern der USA sowie Greencard-Besitzern die Einreise zu verweigern, wenn der begründete Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht.

In dem Entwurf soll vermerkt sein, dass durch eine solche Regelung keine verfassungsmäßigen Rechte verletzt werden dürfen. Es gehe um eine Anordnung, die erst dann zur Anwendung gebracht wird, wenn „die öffentliche Gesundheit“ es erfordere. Laut der „New York Times“ soll die entsprechende Bundesbehörde den Vorschlag prüfen und Rückmeldung an das Weiße Haus geben.

Donald Trump will G7-Gipfel nach Wahl abhalten – und lädt „bestimmte Leute“ ein

+++ 07.04 Uhr: US-Präsident Donald Trump erwägt, den wegen der Corona-Pandemie verschobenen G7-Gipfel nach der US-Wahl am 3. November abzuhalten. Er neige dazu, das Treffen der Staats- und Regierungschefs sieben führender Industriestaaten „irgendwann nach“ der Präsidentschaftswahl stattfinden zu lassen, sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Es gebe dann eine „bessere, ruhigere Atmosphäre“ als vor der Wahl.

Trump ließ offen, ob der Gipfel als direktes Treffen oder wegen der Pandemie nur als Telefonkonferenz stattfinden soll. Er stellte erneut in Aussicht, dass an dem Gipfel nicht nur Vertreter der G7-Staatengruppe, sondern auch anderer Länder teilnehmen sollten: „Wir werden bestimmte Leute einladen, die nicht in der G7 sind.“

Donald Trump ließ ebenfalls offen, ob er den russischen Präsidenten Wladimir Putin einladen will. Dies hatte er im Juni aus Anlass der Verschiebung des Gipfels angekündigt. Russland war nach seiner Annexion der Krim-Halbinsel im Jahr 2014 aus der Staatengruppe ausgeschlossen worden, womit die G8 zur G7 geschrumpft war.

Corona in den USA: Immer mehr Kinder mit dem Virus infiziert

+++ 17.47 Uhr: Bilder von vollen Gängen in Schulen, auf denen kaum jemand eine Maske trägt und die immer weiter ansteigenden Corona-Neuinfektionen in den USA sorgen vielerorts für Sorgen. Eine Studie der „American Academy of Pediatrics and the Children’s Hospital Association“ veröffentlichte jetzt weitere beunruhigende Zahlen.

Corona in den USA: Immer mehr Kinder mit dem Virus infiziert

Wie „The Washington Post“ berichtete, hätten sich mehr als 97.000 Kinder in den USA mit dem Coronavirus infiziert – Und das allein in den letzten zwei Juliwochen. Das entspricht über einem Viertel von allen infizierten Kindern seit März in den USA. Insgesamt hätten sich seit Beginn der Pandemie 338.982 Kinder angesteckt.

Alarmierend für viele, nur nicht für Donald Trump. Noch immer wiederholt der US-Präsident sein Mantra, dass das Coronavirus kaum eine Bedrohung für Kinder darstelle. „Es ist ein Fakt, dass Kinder immun sind“, sagte Trump der Nachrichten-Plattform „Axios“.

Volle Gänge und keine Masken: Mutige Schülerin prangert Zustände in Schule an und wird bedroht

Update von Montag, 10.08.2020, 15.08 Uhr: In Zeiten der Corona-Krise in den USA hat das Foto einer Schülerin für Furore gesorgt. Es zeigt die Gänge einer Schule in Dallas im US-Bundesstaat Georgia. Dichtes Gedränge herrscht auf dem Gang, kaum ein Schüler oder eine Schülerin trägt eine Maske.

In den USA prangert eine Schülerin die Zustände in ihrer Schule an und wird erst suspendiert und dann bedroht.

Corona in den USA: Neun infizierte Schülerinnen und Schüler in Dallas

Gegenüber dem Sender CNN berichtete die Schülerin, sie habe das Foto geteilt, weil sie sich um ihre und die Sicherheit ihrer Klassenkamerad*innen sorgte. Seit Sonntag (09.08.2020) haben sich bereits neun Schülerinnen und Schüler an der Schule in Dallas mit dem Coronavirus infiziert. Die Schule wird für mindestens zwei Tage geschlossen.

Doch die mutige Zehntklässlerin bekommt für ihren Einsatz gegen die Weiterverbreitung des Coronavirus nicht nur Zuspruch. Kurzzeitig wurde die Schülerin vom Unterricht suspendiert, weil sie die gefährlichen Zustände in ihrer Schule durch das Foto angeprangert hatte. Auch bekam sie Hass-Nachrichten weitergeleitet, in denen angekündigt wurde, sie anzugreifen und dass man ja wisse, wo sie wohne. Dennoch bereut die tapfere Zehntklässlerin ihren Einsatz nicht, es gehe schließlich um die Gesundheit und die Sicherheit ihrer Mitmenschen.

Corona in den USA: Mehr als fünf Millionen bestätigte Coronavirus-Infektionen

+++ 17.30 Uhr: In den USA haben die Behörden seit Beginn der Pandemie bereits fünf Millionen bestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Das ging am Sonntag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen in den USA, vor allem in Bundesstaaten im Süden und im Westen des Landes, wieder stark angestiegen. Die Schwelle von vier Millionen bekannten Infektionen war erst vor zweieinhalb Wochen überschritten worden.

Bislang sind in den USA mehr als 162.000 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben, wie die Daten von Johns Hopkins zeigten. Pro Tag meldeten die Behörden zuletzt im Schnitt gut 1000 Todesfälle und rund 60.000 Neuinfektionen. In keinem Staat der Welt gibt es in absoluten Zahlen gesehen so viele bekannte Infektionen und Todesfälle wie in den USA, einem Land mit 330 Millionen Einwohnern. 

Corona in den USA: Bikertreffen könnte Infektionszahlen massiv ansteigen lassen

Update vom Sonntag, 09.08.2020, 13.18 Uhr: Obwohl sich in den USA inzwischen beinahe fünf Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben, findet in South Dakota ein riesiges Motorrad-Event statt. Seit Freitag (07.08.2020) treffen sich Tausende Motorradfahrer und -fahrerinnen, um an der so genannten „Sturgis Motorcyle Rally“ in der kleinen Stadt Sturgis teilzunehmen. US-Medienberichten zufolge warnen Experten davor, dass die Veranstaltung einen dramatischen Corona-Ausbruch in der Region zur Folge haben könnte.

Ihnen zufolge seien weniger die Motorradfahrten durch die Berge das Problem, sondern das tägliche Zusammentreffen der Biker in Bars und Restaurants. Denn laut Dr. Jonathan Reiner, dem medizinischen Analysten von „CNN“, tragen nur wenige der Teilnehmenden eine Maske. Auch die Beamten der Stadt Sturgis in South Dakota zeigen sich besorgt und befürchten einen drastischen Anstieg der Infektionszahlen, indem die Gäste das Personal in Hotels, Restaurants und Bars anstecken.

Auch habe man die Befürchtung, die infizierte Personen würden nach der Rückkehr in ihre Heimat auch dort weitere Personen anstecken, sodass nicht nur in South Dakota, sondern auch in vielen anderen US-Bundesstaaten die Fallzahlen ansteigen könnten. Doch trotz aller Warnungen soll das Event mit den etwa 250.000 Motorradbegeisterten noch bis zum 16.08.2020 weiterlaufen. Die Veranstaltung gehört zu den größten seit Beginn der Corona-Pandemie.

Bereits 162.000 Todesfälle in den USA durch Corona

Die USA zählt zu den am stärksten von Covid-19 betroffenen Ländern weltweit - was nicht zuletzt an einem fehlenden Plan zur Eindämmung des Virus liegt. Das betont nun auch ein Experte, der das Weiße Haus unter Präsident Donald Trump für die weiter steigenden Fallzahlen verantwortlich macht. Dass die USA inzwischen beinahe fünf Millionen Infektionszahlen zu vermelden hat, liegt laut dem Professor für Tropenmedizin, Dr. Peter Hotez, zufolge an einem nicht vorhandenen Bundesplan, den das Land dringend benötigt.

Laut einem Bericht von „cnn.com“ verzeichneten die USA am Samstag (08.08.2020) mehr als 4,9 Millionen neue Infektionsfälle. 162.000 Menschen sind seit Beginn der Corona-Pandemie bereits gestorben. Vor allem die Bundesstaaten Kalifornien, Florida und Texas sind von dem Virus massiv betroffen. Dr. Peter Hotez zufolge haben es zwar bereits einige Staaten erfolgreich geschafft, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, andere Teile der USA haben jedoch noch einiges zu tun. Er fordert vom Weißen Haus daher einen allgemeinen Bundesplan, an den sich alle Staaten halten müssen, um die Pandemie bis Oktober in den Griff zu bekommen.

Bisher ist es den Bundesstaaten weitestgehend selbst überlassen, welche Maßnahme sie ergreifen, um die Fallzahlen zu senken. So kündigte das Ministerium für Gesundheit und Umweltkontrolle in South Carolina (DHEC) beispielsweise eine Kampagne namens „Fight the Spread“ („Bekämpfe die Ausbreitung“) an, die Menschen dazu ermutigen soll, im öffentlichen Raum eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sich an die Abstandsregeln zu halten und sich testen zu lassen.

Corona in den USA: Eine allgemeine Maskenpflicht kann die Todesrate reduzieren

Kalifornien gehört zu den am stärksten von Corona betroffenen Staaten in den USA

Neben South Carolina versucht auch Texas seine Bürger und Bürgerinnen zu Vernunft aufzurufen. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, verlängerte die Covid-19-Katastrophenerklärung seines Staates und betonte die Dringlichkeit der Hygienemaßnahmen und das Tragen einer Maske. Dennoch sei es laut Dr. Hotez für viele Staaten essentiell, eine Führung im Weißen Haus zu haben, die vorgibt, welche Maßnahmen zu ergreifen sind. Andernfalls könnten laut einer Prognose der Universität in Washington bis zum 1. Dezember diesen Jahres bereits 300.000 Menschen an Covid-19 gestorben sein. Mit einer allgemeinen Maskenpflicht könnte sich diese Zahl um 66.000 reduzieren.

Alle bisherigen Entwicklungen zum Coronavirus in den USA finden Sie in unserem alten News-Ticker.

Die WHO warnt, dass vor allem junge Menschen das Coronavirus verbreiten. Meistens wissen sie von ihrer Infektion nichts.

Rubriklistenbild: © Lm Otero/AP/dpa

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