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Corona-Bußgelder im Vergleich: Diese Stadt kassiert am meisten

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Von: Sophia Lother

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Über 35.000 Corona-Bußgeld-Verfahren gab es in den sieben einwohnerreichsten Städten Deutschlands. Doch die Stadt mit den meisten Verfahren hat nicht die höchsten Bußgeld-Einnahmen. 

Frankfurt - Noch immer sind die Bußgelder bei Verstößen gegen die Corona-Auflagen in Deutschland bundesweit vollkommen unterschiedlich. Ende September hatten sich die Ministerpräsidenten der Länder bei einer Video-Schalte mit Bundeskanzlerin Angela zumindest schon einmal darauf geeinigt, dass falsche Personenangaben mindestens 50 Euro kosten. Doch wie viel tatsächlich an Bußgeld verlangt wird, das bleibt weiterhin Sache der Bundesländer. So kassiert Schleswig-Holstein 1000 Euro bei vorsätzlichen Falschangaben von Kundenseite in Restaurants und Kneipen. Ebenso wie die Bundesländer unterscheiden sich auch die sieben einwohnerreichsten Städte in Deutschland in Sachen Corona-Bußgeld extrem voneinander. Doch welche Stadt nimmt am meisten Bußgelder ein?

Zwei Polizisten nehmen an einer Tram-Haltestelle von einer Frau nach einem Verstoß gegen die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr die Personalien auf.
Über drei Millionen Euro Corona-Bußgelder haben in Deutschland allein die sieben bevölkerungsreichsten Städte eingenommen. © picture alliance/Nicolas Armer/dpa

Corona-Bußgelder in Deutschland: Welche Stadt kassiert die meisten Corona-Bußgelder?

Eine Umfrage der „Welt am Sonntag“ zeigt, seit April wurden in den sieben einwohnerreichsten Städten in Deutschland 35.000 Corona-Bußgeldverfahren eingeleitet. Damit hätten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf insgesamt rund drei Millionen Euro eingenommen.

Spitzenreiter dabei sei München. Insgesamt 9.100 Bußgeldverfahren seien laut der Studie, allein in der bayerischen Landeshauptstadt eingeleitet worden. Das Resultat: München habe bisher bereits knapp 1,2 Millionen Euro an Corona-Bußgeldern kassiert, so die Zeitung. In Bayern wird beispielsweise das Feiern auf öffentlichen Plätzen oder Anlagen 150 Euro geahndet. Wer gegen die Maskenpflicht verstößt und älter als 14 Jahre alt ist, die gleiche Summe blechen.

Corona-Bußgelder in Deutschland: Die Stadt mit den meisten Verfahren kassiert nicht am meisten Bußgeld

Neben München sehen die Corona-Bußgeld-Einnahmen der anderen Großstädte Deutschlands fast schon blass aus. Hamburg schaffte es zwar auf mehr Bußgeldverfahren, fast 11.000, blieb mit seinen Einnahmen aber unter der Millionenmarke. Die Hansestadt kassierte bisher 998.000 Euro an Corona-Bußgeldern. Im Gegensatz zu München kassiert Hamburg allerdings auch niedrigere Bußgelder. Wer beispielsweie gegen die Maskenpflicht verstößt, zahlt in Hamburg lediglich 80 Euro Corona-Bußgeld.

StadtBußgeld-VerfahrenCorona-Bußgeld
München9.1001,2 Millionen Euro
Hamburg11.000998.000 Euro
Frankfurt3.100275.000 Euro
Düsseldorf1.200112.000 Euro

In Frankfurt wurden rund 3.100 Verfahren eingeleitet, so die Zeitung weiter. Damit habe die hessische Stadt insgesamt 275.000 Euro an Bußgeldern eingenommen. Düsseldorf führe noch weniger Busgeldverfahren durch. Die Stadt habe circa 1.200 Verfahren eröffnet und 112.000 Euro an Corona-Bußgeldern kassiert.

Zu bemerken ist allerdings: Nicht jedes eingeleitete Bußgeldverfahren führt automatisch zu einem Bußgeld. Des Weiteren seien, laut der Zeitung, noch nicht alle Bescheide rechtskräftig. Somit könnte sich die Summe der Einnahmen aus Corona-Bußgeldern nochmals erhöhen. (Von Sophia Lother)

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