Auf einem Kreuzfahrtschiff in Norwegen ist das Coronavirus ausgebrochen. Die Besatzung befindet sich in Quarantäne.
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Auf einem Kreuzfahrtschiff in Norwegen ist das Coronavirus ausgebrochen. Die Besatzung befindet sich in Quarantäne.

Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne

Corona auf Kreuzfahrtschiff in Norwegen: Mehr Infizierte - auch ein Deutscher erkrankt

  • Sophia Lother
    vonSophia Lother
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Die Zahl der Infizierten nach einem Corona-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff in Norwegen ist auf 36 geklettert. Unter ihnen befindet sich auch ein Deutscher.

  • Bei einer Kreuzfahrt der „Roald Amundsen“ der Firma Hurtigruten in Norwegen ist das Coronavirus ausgebrochen
  • Mehrere Besatzungsmitglieder wurden positiv auf das Coronavirus getestet und sind jetzt in Isolation
  • Knapp 380 Passagiere müssen in Quarantäne

Update vom Sonntag, 02.08.2020, 19.10 Uhr: Nach dem Ausbruch des Coronavirus unter der Besatzung eines Passagierschiffs in Norwegen ist das Virus mittlerweile bei 36 Crew-Mitgliedern nachgewiesen worden. Unter ihnen sei auch ein deutscher Staatsbürger, teilte die norwegische Reederei Hurtigruten mit. 33 andere Betroffene kämen aus den Philippinen sowie jeweils einer aus Frankreich und Norwegen. Im Zuge der Corona-Nachverfolgung wurde Hurtigruten nach eigenen Angaben zudem darauf aufmerksam gemacht, dass das Virus bei einem Passagier bestätigt worden sei, nachdem dieser auf einer vorherigen Tour mit der „Roald Amundsen“ auf Reisen gewesen sei.

Corona-Ausbruch während Kreuzfahrt in Norwegen: Passagiere in Quarantäne

Erstmeldung vom Samstag, 01.08.2020: Norwegen - Die Kreuzfahrt sollte den Touristen das beeindruckende Leben der Tiere auf der Inselgruppe Spitzbergen näherbringen. Doch anstatt Eisbären, Polarfüchse und Robben zu besichtigen, nahm die Kreuzfahrt jetzt nach sieben Nächten ein jähes Ende. Bei einem Corona-Ausbruch wurden mindestens 33 Angestellte positiv auf das Coronavirus getestet.

Corona-Ausbruch auf Kreuzfahrt: Vier Angestellte bereits auf der Kreuzfahrt erkrankt

Die Firma Hurtigruten, die sich in Norwegen auf Kreuzfahrten mit Expeditions-Charakter spezialisiert hat, gab an, dass am späten Freitagabend (31.07.2020) vier Mitarbeiter des Schiffs „Roald Amundsen“ ins Krankenaus gebracht wurden. Sie befänden sich im Universitätskrankenhaus von Tromsø im Norden von Norwegen.

Die Angestellten seien mehrere Tage an Board krank gewesen, dann aber unter Quarantäne gestellt worden. Wie die Kreuzfahrt-Gesellschaft verkündete, hätten die Angestellten keine typischen Corona-Symptome aufgewiesen.  „Es gab keinen Grund, Covid-19 zu vermuten, als das Schiff in Tromsø anlegte“, versicherte das Kreuzfahrt-Unternehmen. Erst als das Schiff den Hafen von Tromsø erreicht habe, seien sie getestet worden und man habe gewusst: Sie sind mit der Lungekrankheit Covid-19 infiziert.

Norwegen: Corona-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff – Quarantäne für Passagiere und Crew

Jetzt haben weitere Tests ergeben, dass insgesamt 33 der 120 Besatzungsmitglieder mit dem Coronavirus infiziert sind. Noch ist vollkommen unklar, ob sich Passagiere auf der Kreuzfahrt in Norwegen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Das ganze Schiff, die „Roald Amundsen“, steht unter Quarantäne. 158 Crew-Mitglieder befänden sich dort in der Isolation. Doch damit ist die Gefahr noch lange nicht gebannt. Denn, wie das Nachrichtenportal „The Points Guy“ berichtet, hatten am Freitagmorgen bereits Passagiere das Kreuzfahrtschiff verlassen, das Portal spricht von 177 Personen, die die Kreuzfahrtlinie jetzt versucht zu erreichen, um sie über den Ausbruch zu informieren. Die dpa hingegegen zitiert Berichte norwegischer Medien, die von 380 Passagieren sprechen. Diese müssten jetzt für zehn Tage in Quarantäne.

Das Kreuzfahrt-Unternehmen Hurtigruten war eines der Vorreiter, wenn es darum ging, wieder schnellstmöglich mit Kreuzfahrten in Europa zu starten. Im Juni startete die Kreuzfahrt-Linie bereits wieder mit einer Kreuzfahrt mit 530 Passagieren. Im Juli kamen weitere Fahrten hinzu. Es wurde angenommen, Kreuzfahrten in die Arktis seien während einer Pandemie sicherer, da die Passagiere hier weniger mit Einwohnern interagierten. Auch sei man mit weniger als der Hälfte an möglichen Passagieren unterwegs, um die Hygiene-Vorschriften einzuhalten.

Auf der Webseite des Kreuzfahrt-Unternehmens heißt es: „Die Sicherheit unserer Passagiere und Crew ist das Wichtigste für uns“, und weiter: „Wir arbeiten eng mit dem Gesundheitsministerium in Norwegen zusammen, der Gemeinde Tromsø und anderen Stellen lokal und national.” Ob das genügt, den Corona-Ausbruch einzudämmen, bleibt abzuwarten, denn noch gibt es keine Auskunft zu den Testergebnissen der Passagiere. (Von Sophia Lother)

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