Ein Kleinkind liegt auf dem Boden und umklammert die Hand eines Erwachsenen
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Beliebeste Babynamen 2020: Wie Corona und Amazon die Namensfindung beeinflussen

Babynamen 2020

Corona und Amazon: Wie sie die Baby-Namensfindung 2020 beeinflussen

Eltern sind häufig eine lange Zeit auf der Suche nach einem schönen Vornamen für ihr Baby. Dabei spielen auch globale Krisen und Unternehmen eine Rolle.

  • Der Vorname Corona war bereits vor der Pandemie beliebt.
  • Auch der Konzern Amazon beeinflusst aufgrund eines Produkts die Namensfindung für Kinder.
  • Manche Vornamen sind in Deutschland verboten.

Kassel - Globale Ereignisse oder bekannte Persönlichkeiten können durchaus die Eltern bei der Namensfindung beeinflussen. Doch möchte jemand sein Kind wirklich Corona nennen? Und wie beeinflusst der Konzern Amazon die Namen der Neugeborenen?

Einfluss von Corona und Amazon: Vorname „Corona" ist Jahrhunderte alt

In Zeiten der Corona-Pandemie fragt man sich vielleicht, wer ausgerechnet jetzt sein Baby den Namen Corona beziehungsweise Korona geben möchte. Laut der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) haben in den vergangenen zehn Jahren über 20 neugeborene Mädchen in Deutschland den Namen erhalten. Bei einem unserer Nachbarn, und zwar in den Niederlanden, waren es sogar noch mehr: Dort tragen mittlerweile sogar über 130 Mädchen den Namen, so die GfdS.

Als Vorname ist „Corona“ übrigens viel älter als das Virus oder die mexikanische Biermarke. Der Name geht auf das Griechische zurück und bedeutet dort einerseits „Krähe“, aber auch „Krümmung“ oder „Bogen“. Daraus wiederum wurde das lateinische „corōna“ mit der Bedeutung „Kranz“ oder „Krone“. Damit ist der Vorname nicht erst seit einigen Jahren bekannt, sondern schon seit Jahrhunderten.

Wie die Gesellschaft für deutsche Sprache meint, sei es aus heutiger Sicht nicht ratsam, sein Kind Corona zu nennen. Denn auch wenn es sich dabei um einen traditionellen Vornamen handelt, könnte dieser dafür sorgen, dass Hänseleien dem Kind gegenüber Tür und Tor geöffnet werden. Ein solches Schicksal könnte womöglich jene Mädchen derzeit ereilen, die diesen Namen bereits tragen, so die GfdS weiter. Im Fall von Amazon sieht das jedoch anders aus.

Nicht nur Corona: Auch Amazon beeinflusst die Namensfindung

Gegenüber n-tv.de berichtet die Gesellschaft für deutsche Sprache, dass der Name „Alexa“ eigentlich immer beliebter wurde und 2010 noch etwa auf Platz 200 der Mädchennamen stand. Seit 2016 geht der Trend jedoch rapide nach unten, was mit der Einführung der virtuellen Amazon-Assistentin „Alexa“ zusammenhängen dürfte. Im vergangenen Jahr war der Vorname sogar nur noch auf Platz 1064 der beliebtesten Vornamen zu finden.

Seit der Einführung des Amazon-Service namens Alexa, hat sich auch in den Vereinigten Staaten die Popularität des Namens bei Eltern halbiert, so die Süddeutsche Zeitung, die sich dabei auf Untersuchungen von Soziologe Philipp Cohen stützt.

Video: Verbotene Vornamen in Deutschland - So darf man sein Kind nicht nennen

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