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UN-Weltklimakonferenz

Globaler Aktionstag zum COP26: Deutscher Minister kritisiert Staatschefs

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  • Lukas Rogalla
    Lukas Rogalla
  • Andreas Apetz
    Andreas Apetz
  • Sandra Kathe
    Sandra Kathe

Zur Halbzeit der Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen gehen erneut Zehntausende in Glasgow auf die Straße. Weltweit sind 300 Aktionen geplant.

  • In Glasgow beraten sich 200 Staaten im Rahmen des COP26-Klimagipfel über die globalen Klimaziele.
  • Die Konferenz ist geprägt von Protesten und Demonstrationen.
  • Am Freitagnachmittag (05.11.2021) führte Greta Thunberg einen Demonstrationsmarsch durch Glasgow an und übte scharfe Kritik an der Veranstaltung.

+++ 20.30 Uhr: Die Klimaaktivistin Vanessa Nakate aus Uganda berichtete ihren Mitdemonstranten, wie die Klima- und Umweltkrisen schon heute immense Probleme in ihrer Heimat bereiten. Viele Schulen würden von Extremwetterereignissen zerstört, so Nakate am späten Nachmittag vor der Menge in Glasgow. Es gehe bei den Krisen „nicht nur um Wettermuster, Klimaziele oder Statistiken“. Stattdessen gehe es bei der Klima- und Umweltkrise „um Menschen, echte Menschen wie du und ich“, unterstrich die Aktivistin. Statt sinnlose Gipfel abzuhalten, sollten die Staatenlenker sinnvolle Maßnahmen ergreifen, forderte sie.

Während der Himmel über der schottischen Großstadt vor ihrer Rede etwas aufgeklart war, sprachen die Organisatoren der „COP26 Coalition“ von mehr als 100.000 Teilnehmern bei dem Protestmarsch in Glasgow. Die Polizei wollte ihre Schätzung zur Teilnehmerzahl nicht bekannt geben.

Und auch der geschäftsführende Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) hat den Ergebnissen der Weltklimakonferenz in Glasgow ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. „Die sich abzeichnenden Beschlüsse reichen nicht aus, das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen“, so Müller, der zukünftig als Generaldirektor der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) Weltpolitik machen wird.

Demonstranten nehmen an einer von der „Cop26 Coalition“ organisierten Demonstration in Glasgow teil und fordern globale Klimagerechtigkeit.

Globaler Aktionstag zum COP26 - Hunderttausende demonstrieren heute fürs Klima

+++ 15.09 Uhr: Auch heute hat sich in Glasgow ein Protestmarsch in Bewegung gesetzt, der nun durch nun die regnerische Metropole zieht. Ausgestattet mit Bannern, Flaggen und Pappschildern mit Klimabotschaften begannen die Demonstrantinnen und Demonstranten am frühen Samstagnachmittag, vom Kelvingrove Park im Westen Glasgows langsam durch die Stadt zu marschieren. Ziel der Protestteilnehmer ist der Park Glasgow Green einige Kilometer weiter südöstlich.

Bereits am Freitag hatten Tausende Menschen bei einer Klimademo in Glasgow mehr Tempo von den Staaten beim Klimaschutz gefordert. Die führende Klimaaktivistin Greta Thunberg aus Schweden hatte in einer Rede vor den Demonstranten erneute Kritik an der Konferenz geäußert. Es handele sich um „ein Greenwashing-Festival des globalen Nordens, eine zweiwöchige Feier des Business as usual und des Blablabla“, sagte sie. Auch bei dem Protest am Samstag sollte sie dabei sein.

Weltklimakonferenz in Glasgow: Hunderttausende demonstrieren heute fürs Klima

Update vom Samstag, 06.11.2021, 14.20 Uhr: Zu einer erneuten Großdemonstration am Rande der UN-Klimakonferenz in Glasgow werden am Samstag erneut zehntausende Menschen erwartet. Der Klimaprotest, der als globaler Aktionstag ausgerufen wurde, markiert die Halbzeit der UN-Konferenz COP26. Neben der Aktion in Glasgow wurden weltweit rund 300 Aktionen angekündigt, fast die Hälfte davon in Großbritannien. Teilnehmen sollen nach Angaben der Organisatoren hunderttausende vor allem junge Menschen weltweit.

Auch Greta Thunberg, die die Veranstaltungen bereits am Freitag (05.11.2021) als bloßes PR-Event der Politik bezeichnet hatte, wird bei der Demo in Glasgow sprechen und den Demonstrationszug anführen. Neben ihr haben auch andere Aktivist:innen die Veranstaltung in Glasgow massiv kritisiert. Die bekannteste deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung zur Zwischenbilanz des COP26: „Wie erwartet, dreht sich sehr viel um mehr oder weniger leere Reden“.

Erneut werden am Samstag zehntausende Demonstrierende in Glasgow erwartet.

Aktionstag zur Weltklimakonferenz: Thunberg und Neubauer kritisieren fehlende Pläne

Das Abkommen zum Schutz der Regenwälder und einem Ende der Entwaldung bis 2030 symbolisiere eher, was schieflaufe, prangerte Neubauer an: „Dass man sich auf Abkommen einigt, deren Ziele viel zu weit in der Zukunft liegen, und ohne konkreten Plan, wie sie eingehalten werden.“ Ebenfalls „nicht radikal genug“ um die globalen Klimaziele zu erreichen sei die Übereinkunft zur Methan-Reduzierung.

Greta Thunberg kritisiert auf einer Demonstration den UN-Klimagipfel in Glasgow. Er sei ein Misserfolg und nichts als ein PR-Event.

Rede von Greta Thunberg: Der COP26 ist ein Misserfolg – ein „PR-Event“ mit viel „Blabla“

Update vom 05.11.2021, 21.43 Uhr: Klima-Aktivistin Greta Thunberg kritisiert in ihrer Rede vor den Demonstrant:innen in Glasgow den UN-Klimagipfel und bezeichnet ihn als „Misserfolg“ und bloßes „PR-Event“. Das ist in einem Video des Nachrichtendienstes Reuters auf Twitter zu sehen. Es sei „kein Geheimnis, dass der UN-Klimagipfel ein Misserfolg ist“, sagte sie und stellte die Frage, was nötig sei, um die Mächtigen aufwachen zu lassen. Ihre Antwort: „Eins muss klar sein: Sie sind bereits erwacht. Sie wissen ganz genau, was sie tun.“

Die Machthaber wüssten ganz genau, welche Opfer sie billigend in Kauf nehmen, um wie gehabt fortzufahren. Und mehr noch: „Sie tun nicht nichts. Sie erschaffen aktiv Schlupflöcher und Rahmenbedingungen, um weiterhin vom destruktiven System zu profitieren“, so Thunberg. Der Klimagipfel sei zu einem bloßen PR-Event verkommen, an dem Lippenbekenntnisse gegeben werden, ohne Taten folgen zu lassen. Es handele sich um eine zweiwöchige Zelebrierung vom „business as usual“ und „blablabla“.

Update vom 05.11.2021, 16.00 Uhr: Die Demonstrationen in Glasgow sind in vollem Gange. Tausende Klimaaktivistinnen und Aktivisten aus aller Welt hatten sich gegen 15 Uhr im Zentrum der schottischen Hafenstadt zum gemeinsamen Protest versammelt. Bei ihrem Marsch zum George Square im Herzen Glasgows passierten die Demonstrierenden auch das Gebäude, in dem derzeit der COP26-Klimagipfel stattfindet.

Mittlerweile ist auch Greta Thunberg dem Demonstrations-Zug beigetreten. „Schulstreik Woche 167, in Glasgow beim COP26“, schrieb die 18-jährige Umweltaktivistin auf twitter. Später wird Thunberg noch eine Rede am George Square vor den tausenden angereisten Demonstrantinnen und Demonstranten halten.

Klimastreik in Glasgow: Greta Thunberg demonstriert mit zehntausenden Menschen

Erstmeldung vom 05.11.2021: Glasgow – Eine Woche nach dem Beginn der 26. UN-Klimakonferenz* werden sich am Freitag (05.11. 2021) in Glasgow zehntausende Menschen zu einer Großdemonstration für mehr Klimaschutz versammeln. Mit dabei sein wird auch Greta Thunberg. Die Gründerin der Klimaschutzbewegung Fridays For Future wird nach einem Marsch durch die Innenstadt gegen 15.00 Uhr auf dem George Square eine Rede halten.

Den Klimaaktivisten reicht das Treffen des Weltklimagipfels nicht. Es bestehen Zweifel daran, dass auf die angekündigten Veränderungen auch wirklich Taten folgen. In den letzten Tagen haben Staats- und Regierungschefs bereits einige Abkommen unterzeichnet. „Aber wir wissen, dass das nicht genug ist“, so Vanessa Nakate, Aktivistin für Klimagerechtigkeit aus Uganda. Mit den Prostesten wird enormer druck auf Machthabenden ausgeübt.

COP26 in Glasgow: Demonstration soll 100.000 Menschen anlocken

Am Samstag (6. November 2021) soll bereits die nächste Demonstration folgen. Die Organisatoren erwarten mehr als 100.000 Menschen. Auch hier reden Thunberg, Vanessa Nakate und der schottische Rapper Loki. Der Protest ist Teil eines globalen Aktionstags und soll Landwirte, Gewerkschaften, religiöse Gruppen, antirassistische Aktivisten, indigene Gruppen und lokale Gemeindegruppen gemeinsam auf die Straße bringen. Weltweit wird mit mehreren hunderttausend Demonstranten in mehr als 200 Städten gerechnet.

Bereits seit Tagen gibt es immer wieder kreative Proteste rund um das Konferenzgelände des COP26. Aktivisten der Gruppe Ocean Rebellion demonstrierten als überlebensgroße, blutige Fische gegen die Verschmutzung der Weltmeere. Andere Demonstranten hatten sich als Wladimir Putin*, Boris Johnson* und Angela Merkel* verkleidet, die im Stil der Netflix-Serie* „Squid Game“ ein tödliches Spiel mit dem Planeten veranstalteten.

Greta Thunberg über COP26: „Das ist kein Klimagipfel“

Von vielen Seiten wird die Weltklimakonferenz scharf kritisiert. Auch Greta Thunberg hält sich nicht zurück. Auf Twitter schrieb die 18-jährige Umweltaktivistin: „Dies ist nicht länger eine Klimakonferenz. Dies ist ein Festival der Grünfärberei der reichen Staaten.“ Sie wirft der Versammlung vor, die Stimmen aus dem globalen Süden zu wenig Gehör zu schenken.

Die COP26 soll noch bis zum 12. November gehen. Solange versuchen 200 Staaten Lösungen zu finden, um die Erderwärmung auf ein erträgliches Maß von maximal 1,5 zu begrenzen. Neben der 1,5-Grad-Grenze werden auf der UN-Klimakonferenz noch weitere Themen wie Kohleausstieg und das weltweite Methan-Abkommen besprochen*. (aa/ska/lrg/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Andrew Milligan/dpa

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