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Virologe Christian Drosten
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Christian Drosten warnt vor Lockerungen in Deutschland. (Archivfoto)

Pandemie

Virologe Drosten sieht Deutschland in Corona-„Verbreitungswelle“

  • Nico Scheck
    VonNico Scheck
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Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht Deutschland in einer dritten Corona-Welle. Auch Christian Drosten warnt – und begründet die Befürchtung.

  • Nach Karl Lauterbach (SPD) spricht auch Christian Drosten von einer dritten Corona-Welle.
  • Der Charité-Virologe sieht die Schuld vor allem in der Vergabe von Impfstoffen.
  • Corona-News: Alle Neuigkeiten finden Sie auf unserer Themenseite.

Berlin – Pharmazie-Professor Thorsten Lehr hatte es gesagt, Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) hatte es gesagt. Und jetzt hat es auch Christian Drosten gesagt. Der Franz Beckenbauer unter den Virologen sieht Deutschland schon jetzt in der dritten Corona-Welle, wie er in einem Podcast der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ betonte.

Damit schlägt Drosten in die gleiche Kerbe wie viele seiner Kolleginnen und Kollegen. Jüngst hatte Lauterbach Deutschland aufgrund der Mutanten „am Beginn der dritten Welle“ gewähnt, Lehr sprach von „Zuständen wie vor Weihnachten“.

Corona: Drosten sieht Deutschland „am Anfang einer neuen Verbreitungswelle“

Drosten erklärte im Podcast der „FAZ“, er habe in Bezug auf die Mutanten anfangs seine Zweifel ob eines gravierenderen Verlaufs der Pandemie gehabt. Schließlich seien Virusmutanten nichts Ungewöhnliches – ganz im Gegenteil. Daten zur schnellen Verbreitung der Mutanten in diversen Ländern hätten bei ihm für ein Umdenken gesorgt. „Man muss einfach an diese Daten glauben und auch an diese Modellierungen glauben, und deswegen sind wir jetzt nun mal am Anfang einer neuen Verbreitungswelle“, erklärte der Virologe.

Bezüglich der Impfungen besteht laut Drosten wenig Hoffnung, dass diese bis Mai 2021 die Verbreitung des Coronavirus spürbar eindämmen. Lediglich die Sterblichkeit könne die Impfung schon vorher abfedern. Den Grund dafür sieht der Virologe von der Berliner Charité vor allem in der Geschwindigkeit der Impfstoffvergabe in Deutschland.

Drosten sieht Deutschland in dritter Corona-Welle – Ist die Impfgeschwindigkeit schuld?

Zustimmung erhält Drosten von Charité-Immunologe Leif-Erik Sander – ebenfalls im „FAZ“-Podcast zu hören – in puncto Abhängigkeit des Infektionsgeschehens von der Impfgeschwindigkeit. Auch die verfügbare Menge an Impfstoff in Deutschland habe einen großen Einfluss darauf, wann sich ein Effekt auf die Zahl der Neuinfektionen einstellt, betont Sander.

Christian Drosten sieht Deutschland in einer neuen Corona-„Verbreitungswelle“

Kritik äußerte Sander an einem fehlenden Plan B – und amEinsatz des Vakzins von Astrazeneca. „Wenn es nach den jetzigen Mechanismen nicht schnell genug geht und die Impfstoffe dann liegen bleiben, muss man über andere Mechanismen nachdenken und vor allem auch mit dem Astrazeneca-Impfstoff sehr schnell vorankommen – auch in Prioritätsgruppen, die jetzt vielleicht noch nicht dran wären“, betonte der Immunologe.

Mehr noch, der in diesen Tagen viel kritisierte Corona-Impfstoff von Astrazeneca werde falsch eingesetzt, so Sander. Das Resultat seien Hunderttausende Impfdosen auf Halde.

Corona-Fallzahlen sinken nicht – Kommunen reagieren

Die Fallzahlen wollen aktuell nicht merklich sinken. Das Robert Koch-Institut vermeldete am Samstag fast 10.000 Corona-Neuinfektionen. Am Mittwoch (3. März) findet der nächste Bund-Länder-Gipfel statt, einige Kommunen fordern schon jetzt eine „Corona-Notbremse“ für Deutschland. (nc)

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