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Hoher Besuch: Prinz Charles und seine Frau Herzogin Camilla bei der Ankunft in Berlin.

Royals in Deutschland

Opa Charles auf Staatsbesuch

Der britische Thronfolger Charles und seine Frau Camilla sind am Dienstag in Deutschland eingetroffen. Nachhaltigkeit soll das große Thema der Reise sein.

Der britische Thronfolger Prinz Charles (70) und seine Frau Camilla (71) sind zu einem viertägigen Besuch in Deutschland eingetroffen. Das Paar landete am frühen Dienstagnachmittag mit einem Flugzeug der Royal Air Force auf dem Flughafen Berlin-Tegel. Charles ging die Gangway im graublauen Anzug bei böigem Wind und Sonnenschein als erster herunter, wenige Stufen danach gefolgt von Camilla in cremeweißem Kleid.

Die beiden bleiben bis Freitag in Deutschland, auf dem Programm stehen Termine in Berlin, Leipzig und München. Erst am Montag war mit dem Sohn von Prinz Harry und seiner Frau Meghan das vierte Enkelkind von Charles zur Welt gekommen.

Charles und Camilla treffen Merkel und Steinmeier

In Berlin stand zunächst ein Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem Programm. Später empfing Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Prinzen in Schloss Bellevue. Unterdessen stand für Camilla ein Besuch an der Gewaltschutzambulanz der Charité auf dem Programm – einer Anlaufstelle für Opfer etwa von häuslicher Gewalt.

Zudem wollte das Paar einen Kranz am Luftbrückendenkmal im Stadtteil Tempelhof niederlegen – die Hauptstadt feiert an diesem Sonntag das 70. Jubiläum des Endes der sowjetischen Berlin-Blockade. Anlaufstelle für Fans der britischen Royals war das Brandenburger Tor – dort sollten auch Berliner und Touristen einen Blick auf die Gäste erhaschen können.

Thronfolger-Paar Charles und Camilla reisen weiter nach Leipzig

Für den Abend war ein Empfang in der Residenz des britischen Botschafters im Berliner Grunewald mit rund 600 geladenen Gästen geplant. Angekündigt war für diesen Anlass auch eine längere Rede des Thronfolgers.

Den Mittwoch verbringen Charles und Camilla in Leipzig. Am Donnerstag stehen noch zwei Termine in Berlin auf dem Programm, bevor die beiden nach München weiterreisen. Dort endet der Besuch am Freitag.

Als großes Thema der Reise gab der britische Botschafter in Berlin, Sir Sebastian Wood, das Thema Nachhaltigkeit aus. Es liege insbesondere Charles sehr am Herzen. Daneben drehen sich viele Termine des Paars bei Einrichtungen um Inklusion und Integration.

Der Prinz von Wales und die Herzogin von Cornwall reisen im Auftrag der britischen Regierung. Offiziell geht es darum, „die Vielfalt und anhaltende Bedeutung der britisch-deutschen Beziehungen“ zum Ausdruck zu bringen.

Vor zwei Jahren waren Prinz William und seine Kate nach Deutschland gekommen, 2015 die Queen. Charles war nach Angaben der britischen Botschaft seit seinem ersten Besuch 1962 mehr als 30 mal in Deutschland, teils auch privat.

Freude über das Baby von Meghan und Harry

Am Tag nach der Geburt des Kindes von Prinz Harry und seiner Frau Meghan warten Fans der Royals nun darauf, dass die Eltern ihr Baby der Öffentlichkeit präsentieren. Dazu harrten hartgesottene am Dienstag weiter vor Schloss Windsor aus, wo die frischgebackenen Eltern und ihr Baby im Frogmore Cottage leben.

Auch am Tag danach feiern Briten ihr „Baby Sussex“.

Hat das Baby Harrys rote Haare geerbt und wie wird es heißen? James, Arthur, Philip oder Albert stehen bei britischen Buchmachern als Namen hoch im Kurs. Die wettfreudigen Briten setzen ihr Geld auf nahezu alles im Zusammenhang mit dem königlichen Großereignis und spekulieren auch leidenschaftlich über den Namen des achten Urenkels von Königin Elizabeth II. Vor ihrer Hochzeit hatte Meghan einen Lifestyle-Blog namens „The Tig“ betrieben. Darin hatte sie geschrieben, ihr Lieblingsname für ein Baby sei Grey – ein Name, der für einen Jungen und für ein Mädchen, aber wohl nicht für einen Royal passen würde. Auch welchen Titel das Kind tragen wird, muss noch bekannt gegeben werden.

Die Entbindung, so berichtete die „Daily Mail“, sei in einem Londoner Krankenhaus erfolgt. Die 37-Jährige sei am Sonntagnachmittag in Begleitung ihrer Mutter Doria Ragland in die Klinik gekommen und sei ein paar Stunden nach der Entbindung am frühen Montagmorgen nach Hause zurückgekehrt. Harry war bei der Geburt dabei

Auch Meghans Mutter war „verrückt vor Freude“ über die Geburt ihres Enkels, wie der Buckingham-Palast mitteilte. Meghans Vater Thomas Markle, dessen Verhältnis zu seiner Tochter nicht das beste ist, sagte dem Boulevardblatt „Sun“, er sei „stolz, dass mein Enkel in die britische Königsfamilie hineingeboren wurde“. Zu den Gratulanten zählten zudem Kanadas Premierminister Justin Trudeau, Neuseelands Regierungschefin Jacinda Ardern und die frühere First Lady der USA, Michelle Obama. (dpa/afp)

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