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YouTuber Rezo
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Youtube-Star Rezo sorgt mit einem neuen Kritikvideo, vor allem über CDU-Politiker:innen, erneut für Aufsehen.

Bundestagswahl

Nächste „Zerstörung“ der CDU: Rezo knöpft sich Laschet und Co. mit deutlichen Worten vor

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Kurz vor der Bundestagswahl produziert Youtuber Rezo, der schon mehrfach laut Kritik an der CDU veröffentlichte, ein neues Video.

Berlin - Für widersprüchliche Aussagen zum Parteiprogramm der Unionsparteien zur Bundestagswahl 2021, fehlerhaft geplante PR-Kampagnen und vor allem diverse Fehlverhalten von CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet und aktueller Minister:innen der CDU und CSU hat Youtuber Rezo am Wochenende zum wiederholten Mal deutliche Kritik auf seinem Youtube-Kanal veröffentlicht. Es ginge um „Politiker, die sich Fehlverhalten geleistet haben“ sowie „Respektlosigkeiten und klare Unwahrheiten der Bevölkerung gegenüber“, leitete er sein Video ein, und stützt spätere Aussagen mit zahlreichen Videoausschnitten, Quellen und Zitaten, die er in einem Dokument im Anhang des Videos aufgelistet sind.

Der Fokus des Youtubers liegt dabei neben Kanzlerkandidat Laschet, seinem Umgang mit der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sowie widersprüchlichen Aussagen zu Klimapolitik und dem CDU-Wahlprogramm im Bezug auf geplante Steuersenkungen, auch auf Unions-Personalia wie Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Er erklärt Fehler und Widersprüche, die im Zusammenhang mit ihren Ministerien in der Vergangenheit Fragen aufgeworfen haben und kritisiert ihr Handeln in vielen Punkten als „Inkompetenz“.

Die Kritik von Youtuber Rezo an CDU und CSU: Es geht um Inkompetenz

Bei Klöckner bezieht er sich etwa auf mehrere PR- und Social Media-Patzer, die statt eines geplanten positiven Effekts genau das Gegenteil erreichten: Ein Video mit Nestlé Deutschland-Chef Marc-Aurel Boersch, in dem Sie Nestlé dafür lobt, den Fett-, Zucker- und Salzgehalt in den Produkten des Unternehmens reduziert zu haben, ist nur ein Beispiel. Zudem kritisiert Rezo Klöckners Umgang mit Themen rund um das Tierwohl in der deutschen Landwirtschaft und arbeitet heraus, dass sie die Einführung des Nutri-Scores auf Lebensmitteln über lange Zeit kritisch bewertet hat und sogar versucht haben soll, das Qualitätssiegel hinauszuzögern oder ganz zu verhindern. Im Fall von Andreas Scheuer erinnert er an die Fehler des CSU-Ministers in seiner Planung der PKW-Maut sowie die damit zusammenhängende Verschwendung von Steuergeldern.

Dabei betont der kritische Youtuber, dass es sich in seinen Augen dabei nicht ausschließlich um Fehler und Imkompetenzen der Beteiligten handelt, sondern auch um fahrlässige Fehltritte oder gar Lügen. Er unterscheidet in dem Video mit dem Titel „Zerstörung Teil 1: Inkompetenz“ zwischen „aufrichtiger Inkompetenz“ und Fällen, in denen er den Politiker:innen unterstellt, offen gelogen zu haben. Zur „aufrichtigen Inkompetenz“ zählt seiner Ansicht nach, Fehler, die vergangene Regierungen im Bezug auf die Digitalisierung in Deutschland gemacht haben und Ziele, die in diesem Bereich mehrfach nicht erreicht worden sind. Beispiele zu Fehlverhalten anderer Parteien wie Grüne und SPD reißt er in dem 28 Minuten langen Video zwar ebenfalls kurz an, die seien mit den Fehltritten aus den Unionsparteien allerdings kaum zu vergleichen.

Youtube-Star Rezo: 19 Millionen Aufrufe für Kritikvideo an der CDU/CSU

Für Rezo ist es nicht das erste Mal, das er mit kritischen Videos über die Politik der Unionsparteien Schlagzeilen macht. Zum ersten Mal veröffentlichte der Youtube-Star, dem über seine Kanäle auf Plattformen wie Youtube oder Twitch Millionen Menschen folgen, ein Video mit dem Titel „Zerstörung der CDU“ kurz vor der Europawahl 2019, das bis heute knapp 19 Millionen Aufrufe erhalten hat. Anfang dieses Jahres kritisierte Rezo dann die Corona-Politik der Partei. Eine Einladung Rezos an Laschet, an einem Kanzler-Duell über die sozialen Netzwerke teilzunehmen, erteilte der CDU-Kandidat eine Absage.

Rezos Fazit am Ende des Videos gleicht einem Aufruf an seine Follower: „Es geht um Entscheidungen, die darüber bestimmen, ob wir in Zukunft noch sinnvolle Lebensgrundlagen haben“, betont der Youtuber in dem Video, das nach wenige Stunden bereits Hunderttausende Aufrufe hat. Einen zweiten Teil zu der kritischen Auseinandersetzung mit der Arbeit von Politiker:innen kündigte er an, dann auch womöglich mit mehr Beispielen aus anderen Parteien. (Sandra Kathe)

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