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Carraptiera.

Buchauszug 2

Carraptiera: Portugal, 1996

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„Drei Tage mit Lagerfeuer, Angeln und Gesprächen, die bis in die Nacht dauerten, vergingen schwebend am Praia do Amado.“

Stellvertretend für all die bunten Vögel, die ich auf meinen Reisen durch Europa getroffen habe, möchte ich dieses besonders bunte Exemplar kurz vorstellen. Wir begegneten uns Ende September 1996 in der Nähe von Carrapateira, einem damals noch ruhigen Dorf mit weißgekalkten Hauswänden und roten Ziegeldächern. „Zigeuner“, wie er sich selber nannte, war mit seinem alten Motorrad ein paar Wochen im Südwesten Portugals unterwegs.

Er schlief im Zelt oder auch nicht. Er kam irgendwo aus Baden-Württemberg oder auch nicht. Er hatte riesige Handwerkerhände. Ich glaube, er war Schreiner. Ich lud ihm zum Kaffee ein. So fing diese Begegnung an. Drei Tage mit Lagerfeuer, Angeln und Gesprächen, die bis in die Nacht dauerten, vergingen schwebend am Praia do Amado, dem wunderbar weitläufigen Sandstrand, der Mitte der 90er Jahre noch tagelang nahezu menschenleer sein konnte. Warum ich das alles schreibe: Seither habe ich Zigeuner nie wiedergesehen, mich aber alle paar Jahre gefragt, was er jetzt wohl gerade so macht. Also: Wenn du das zufällig lesen und dich an den norddeutschen Journalisten aus dem postgelben Bulli erinnern solltest, Zigeuner, melde dich …

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