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Mit einem Flugzeug der Bundeswehr wurden die Verletzten am Samstag ausgeflogen.

Madeira

Verletzte zurück aus Madeira

Nach dem Busunglück auf Madeira mit 29 Toten sind offizielle Informationen zur Ursache rar. Der Fahrer führt den Unfall auf einen technischen Defekt zurück.

Der Fahrer des Unglücksbusses von Madeira hat den Unfall mit 29 Toten nach Informationen einer örtlichen Zeitung auf „technisches Versagen“ seines Fahrzeugs zurückgeführt. Die Regionalzeitung „Jornal da Madeira“ berief sich in ihrem Bericht auf einen Vertreter der Verkehrsgewerkschaft auf der portugiesischen Urlaubsinsel, die den 55-Jährigen im Krankenhaus der Inselhauptstadt Funchal besuchte. Die zuständigen Behörden gaben zu den laufenden Ermittlungen vorerst keine Informationen bekannt.

Der verletzte Busfahrer gilt nach portugiesischen Medienberichten als sehr erfahren und zuverlässig. Der Mann war unmittelbar nach dem Unfall vom Mittwochabend in Funchal einem Alkoholtest unterzogen worden, der nach amtlichen Angaben negativ ausfiel. Vor dem Unfall soll er nach Aussagen von Überlebenden und Augenzeugen versucht haben, auf der abschüssigen, kurvenreichen Straße das Tempo des immer schneller werdenden Busses zu drosseln, unter anderem indem er eine Betonwand am Straßenrand streifte.

Madeira: Identität der Toten weiter ungeklärt

Der Versuch schlug fehl. Der Bus stürzte einen Abhang hinunter und krachte in ein Haus. Bei dem Unfall starben 29 Touristen, die nach bisherigen Erkenntnissen alle aus Deutschland stammten. Die Identität der 29 Getöteten war aber auch nach der Autopsie am Wochenende weiterhin ungeklärt. Im Laufe des Wochenendes wurden aus Deutschland Akten mit Fingerabdrücken und zahnärztlichen Daten erwartet, die eine endgültige Identifizierung ermöglichen sollen.

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Wann Einzelheiten zu den Opfern und ihren Herkunftsorten bekanntgegeben werden sollen, blieb weiter offen. Die Überführung der Leichen werde wohl „schon in den nächsten Tagen“ nach abgeschlossener Identifizierung erfolgen können, sagte der regionale Gesundheitssekretär Pedro Ramos bereits am Samstag vor Journalisten.

15 Verletzte nach Busunglück auf Madeira sind zurück in Deutschland

Die von der Bundeswehr am Samstag nach Deutschland zurückgeholten Überlebenden überstanden unterdessen ihre Heimreise mit einer Sondermaschine der Bundeswehr ohne Probleme. „Den 15 Patienten geht es den Umständen entsprechend gut. Noch am Osterwochenende werden die ersten Patienten in Krankenhäuser in der Nähe ihrer jeweiligen Wohnorte verlegt“, berichtete der Direktor der Unfallklinik in Köln-Merheim, Bertil Bouillon, am Ostersonntag.

Im Krankenhaus in Funchal lagen am Sonntag noch drei Verletzte: Neben dem Fahrer des Unglücksbusses eine Frau aus Deutschland, die nach Einschätzung der Ärzte noch nicht transportfähig war, sowie die Reiseleiterin. Die 32 Jahre alte Portugiesin, die sich bei dem Unfall ein Bein brach, bedankte sich in der Nacht zum Sonntag auf Facebook für die Anteilnahme und die vielen Genesungswünsche. (dpa)

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