Magdeburg

Brutale Attacke an Straßenbahn – Gericht schließt Öffentlichkeit aus

Was tun, wenn man Randalierer beobachtet? Wegschauen, eingreifen, etwas sagen? Ein Mann in Magdeburg entschied sich gegen das Wegschauen und wurde schwer attackiert. Die mutmaßlichen Täter stehen nun vor Gericht.

Magdeburg (dpa) – Weil sie versucht haben sollen, einen Mann tot zu treten, müssen sich seit Mittwoch zwei 17 und 18 Jahre alte Angeklagte vor dem Landgericht Magdeburg verantworten. Medien und Zuschauer dürfen im Verhandlungssaal allerdings nicht dabei sein. Auf Antrag der Verteidigung wurde die Öffentlichkeit noch vor Verlesung der Anklageschrift für die gesamte Dauer des Verfahrens ausgeschlossen.

Laut Landgericht wird den beiden deutschen Angeklagten, die beide einen Bewährungshelfer haben, versuchter Totschlag vorgeworfen. Sie sollen am 10. August 2019 in einer Magdeburger Straßenbahn zunächst Sitzschalen beschädigt und Krach gemacht haben. Der Mann soll sich eingemischt haben und so in den Fokus der Angeklagten geraten sein. Aus Wut sollen die Angeklagten ihn in der Nähe einer Straßenbahnhaltestelle massiv getreten haben. Der Mann wurde schwer verletzt.

Den Ausschluss der Öffentlichkeit von dem Verfahren begründete das Gericht mit dem Alter der Angeklagten. Der Jüngere sei zum Tatzeitpunkt 16 Jahre alt gewesen. Beide Angeklagte sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Im Ermittlungsverfahren schwiegen sie zu den Vorwürfen, wie das Gericht mitteilte. (dpa)

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