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Bruce Springsteen, hier auf seiner „The River Tour“ im Santiago Bernabeu Stadion, tritt bald wieder zum ersten Mal nach über einem Jahr Corona-Zwangspause am Broadway in New York auf. (Archivbild)
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Bruce Springsteen, hier auf seiner „The River Tour“ im Santiago Bernabeu Stadion, tritt bald wieder zum ersten Mal nach über einem Jahr Corona-Zwangspause am Broadway in New York auf. (Archivbild)

USA

Springsteen-Konzert in New York: Kein Zutritt für Astrazeneca-Geimpfte

  • Anna Charlotte Groos
    VonAnna Charlotte Groos
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US-Sänger Bruce Springsteen kehrt nach über einem Jahr Corona-Zwangspause zurück auf die Bühne. Bei seinem Konzert in New York werden jedoch nicht alle Fans eingelassen.

New York City – Der US-Rockstar Bruce Springsteen kehrt mit seiner Show „Bruce Springsteen on Broadway“ in der kommenden Woche wieder zurück auf die Bühne. Ein Grund zur Freude vieler Fans: Seine Aufführung am 26. Juni im St. James Theatre wird nach über einem Jahr Corona-Zwangspause eine der ersten Veranstaltungen am wiedereröffneten Broadway, der Theatermeile in New York, sein. Es wird eine „vertrauliche Nacht mit Bruce, seiner Gitarre, einem Klavier und seinen Geschichten“, so die Produzent:innen der Show gegenüber der britischen Zeitung The Guardian.

Doch nicht alle, die Bruce Springsteens Musik gerne mal wieder live und vor Ort erleben würden, können diesen Traum für sich verwirklichen: Am Broadway gelten strikte Corona-Vorgaben, die von der US-Regierung und der Stadt New York aufgestellt wurden.

Mit Astrazeneca geimpfte Personen dürfen nicht am Bruce-Springsteen-Konzert teilnehmen

Dazu gehört nicht nur, dass für einen Veranstaltungsbesuch die Corona-Impfung vorausgesetzt wird. Bei dem erhaltenen Impfstoff muss es sich zusätzlich um einen von der FDA (Food and Drug Administration) mit einer Notfallgenehmigung zugelassenen Impfstoff handeln. Konkret sind das in den USA die Impfstoffe BionTech, Moderna und Johnson & Johnson – mit Astrazeneca Geimpfte dürfen also nicht teilnehmen.

Anders als in Kanada, Großbritannien und anderen Teilen Europas kam Astrazeneca in den USA aber auch bisher nicht zum Einsatz.

Bruce Springsteen in New York: Kanadische Zeitung zeigt sich brüskiert über Konzert-Einschränkungen

In Kanada, wo der 71-jährige Bruce Springsteen viele Fans hat und wo zudem der Impfstoff Astrazeneca zugelassen ist, sei die Nachricht über das Konzertverbot für Astrazeneca-Geimpfte gar nicht gut angekommen, so The Guardian. Die kanadische Tageszeitung Toronto Star veröffentlichte einen Bericht mit dem Titel „Burn in the U.S.A.“ (eine Anspielung auf den Titel eines Bestseller-Hits von Springsteen) über die Einschränkungen bezüglich einer Konzertteilnahme, in dem sie ihre Missbilligung ausdrückten: „Die Show muss weitergehen. Aber wenn Sie den AstraZeneca-Impfstoff erhalten haben, sind Sie nicht eingeladen“, schrieb die Zeitung.

Der Besitzer des Theaters sagte, er halte sich lediglich an die Vorschriften des Staates New York. Die einzige Ausnahme seien Kinder unter 16 Jahren, die einen aktuellen negativen Covid-19-Test nachweisen können und von vollständig geimpften Erwachsenen begleitet werden. Das Tragen einer Maske sei für den Konzertbesuch nicht erforderlich. Die Produzent:innen der Veranstaltung wiesen zudem darauf hin, dass das Einhalten von großen Abständen mit insgesamt 1.710 verfügbaren Sitzplätzen nicht möglich sei.

Bruce Springsteen wird nach über einem Jahr Corona-Zwangspause am St. James Theatre am Broadway in New York wieder live vor Ort spielen.

Konzert von Bruce Springsteen in New York: Testlauf für breitere Broadway-Eröffnungen

Das Konzert von Bruce Springsteen am Broadway wird als Testlauf für eine breitere Broadway-Wiedereröffnung angesehen. Viele andere Shows planen ihre Wiedereröffnung jedoch erst im September oder später. Im vergangenen Jahr drückte Bruce Springsteen in einem Interview mit der New York Times seine Frustration darüber aus, wegen der Pandemie nicht auftreten zu können: „Wenn mir jemand sagen würde: ‚Das wird nie wieder passieren‘ – das wäre eine große Veränderung im Leben für mich. Dieser Akt des Spielens ist seit meinem 16. Lebensjahr eines der wenigen beständigen Dinge in meinem Leben“, so der Sänger im Interview.

Beim Versuch, den Astrazeneca-Impfstoff in den USA zuzulassen, hat das Unternehmen bereits einen langen Weg hinter sich. Studien mussten gestoppt werden, dann entdeckten US-Wissenschaftler:innen die Verwendung veralteter Informationen in der Studie. Trotz der Zulassung des Impfstoffs in Europa und Kanada hat die FDA Beweise aus größeren Studien gefordert. Bisher haben die USA keine Zulassung erteilt. Das Wall Street Journal berichtete letzten Monat, dass das Unternehmen erwäge, in den USA auf einen Antrag zur Notfallzulassung zu verzichten und direkt die „ordentliche“ Genehmigung einholen wolle. (Anna Charlotte Groos)

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