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Blick auf die brasilianische Forschungsstation Comandante Ferraz in der Antarktis.

Forschung

Brasilien weiht neue Forschungsstation in der Antarktis ein

Die Station auf der King-George-Insel hat rund 400 Millionen Reais (87 Mio. Euro) gekostet und bietet Platz für bis zu 64 Forscher.

Acht Jahre nach einem verheerenden Brand hat Brasilien seine neu errichtete Forschungsstation Comandante Ferraz in der Antarktis in Betrieb genommen. Vizepräsident Hamilton Mourão weihte den Neubaukomplex am Mittwoch ein. Als erste wissenschaftliche Aktivität ließen die Forscher einen Wetterballon steigen. Die Station auf der King-George-Insel hat rund 400 Millionen Reais (87 Mio. Euro) gekostet und bietet Platz für bis zu 64 Forscher des brasilianischen Antarktis-Programms (Proantar). Die Forschungsstation verfügt über 17 Labors, eine Bibliothek, einen Videosaal sowie Schlafräume, ein Fitnesszentrum und eine Küche.

"Diese neue Station bietet uns gute Arbeitsbedingungen und ist ein qualitativer Sprung für die wissenschaftliche Forschung", sagte Paulo Câmara von der Universität Brasília dem Nachrichtenportal G1. Die brasilianischen Wissenschaftler forschen in der Antarktis unter anderem zu Klimawandel, Geologie, arktischen Ökosystemen und Geologie.

Die ursprüngliche Forschungsstation der Brasilianer war nach einem Feuer im Generatorenraum im Februar 2012 völlig abgebrannt. Zwei Soldaten kamen bei dem Unglück ums Leben. Der Neubau ist nun mit modernen Alarm- und Brandbekämpfungssystemen ausgestattet. "Wir haben die besonderen Bedingungen des Klimas und der Lage berücksichtigt", sagte Projektkoordinator Emerson Vidigal vom verantwortlichen Architekturbüro Estudio 41 aus Curitiba der Deutschen Presse-Agentur. Aufgrund der extremen Wetterbedingungen konnten die Bauarbeiter vor Ort nur fünf Monate im antarktischen Sommer arbeiten. Deshalb wurden die Module der Forschungsstation in China vorgefertigt und dann in die Antarktis verschifft. (dpa)

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