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Hitzewelle

42 Tote durch Brände in Algerien – Lage in Italien und Griechenland weiter kritisch

  • VonLukas Zigo
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Brände in Algerien fordern zahlreiche Tote. Auch im Mittelmeerraum sorgt die Hitzewelle weiterhin für eine angespannte Lage.

Algier/Catania/Athen – In Algerien haben Brände 42 Menschen das Leben gekostet. Darunter waren laut Regierungschef Ayman Ben Abdel Rahman auch 25 Soldaten. Diese seien bei Rettungseinsätzen in den betroffenen Gebieten Tizi Ouzou und Bejaia, östlich der Hauptstadt Algier, ums Leben gekommen.

Wie Präsident Abdelmadjid Tebboune am Dienstag via Twitter mitteilte, sei es ihnen jedoch gelungen mehr als 100 Menschen aus den Flammen zu befreien.

Griechenland: Waldbrände geraten ausser Kontrolle – Häuser in Brand

Die Lage in Griechenland spitzt sich ebenfalls weiter zu, vor allem auf der griechischen Halbinsel Peloponnes. Im Ort Pirris brannten beispielsweise Häuser. 19 Dörfer wurden bereits per Not-SMS evakuiert. Wie griechische Medien berichten, war die Feuerfront in der Gemeinde Grotynia im Westen des Landes circa zehn Kilometer lang. Die Einsatzkräfte wurden daraufhin noch in der Nacht verständigt. Es soll nun eine Barriere Richtung Norden gebildet werden, um die Flammen daran zu hindern, sich weiter Richtung der Präfektur Ilia vorarbeiten zu können. Dort befindet sich auch das Antike Olympia. Die Löscharbeiten wurden durch ungünstige Winde zusätzlicher erschwert.

Waldbrand auf der Insel Euböa.

54 neue Waldbrände binnen 24 Stunden, meldete die griechische Feuerwehr. Auch die Lage auf Griechenlands zweitgrößter Insel Euböa bleibt weiter angespannt. Hoffnung macht indes die Wetterprognose: Der Wetterdienst hat für Mittwoch mancherorts mehrstündige Regenfälle vorhergesagt.

Brände in Greichenland: Hessen und NRW stellen Einsatkäfte zur verfügung

Vielerorts handelt es sich bei den Feuerwehrleuten um internationale Helfer. Der Deutsche Feuerwehrverband teilte mit, dass sich Feuerwehrkräfte aus Hessen und Nordrhein-Westfalen auf dem Weg nach Griechenland befinden. Im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sollen sie helfen den Flammen Herr zu werden. Aus Hessen kommen nach Angaben des Verbands 168 Einsatzkräfte sowie 56 weitere aus Nordrhein-Westfalen.

Hitzewelle in Italien: Behörde stuft Sizilien für Mittwoch in höchste Brandrisiko-Stufe ein

Große Teile Italiens rechnen am Mittwoch mit erhöhter Waldbrandgefahr. Der Süden des Landes wie auch die großen Urlaubsinseln Sizilien und Sardinien stellen sich auf eine Hitzewelle mit Temperaturen teils weit über 40 Grad Celsius ein. Samt Winden und der Trockenheit, wird es die Brandgefahr weiter steigen lassen.

Durch Brände verwüstete Wälder in Algerien

Die italienische Zivilschutzbehörde stufte fast ganz Sizilien in die höchste Brandrisiko-Stufe ein. Für die Provinzen um die Städte Palermo und Catania gelten nun Hitzewarnungen. Der Regionalpräsident Nello Musumeci ließ am Dienstag verlauten, er wolle die Regierung in Rom darum bitten, den nationalen Notstand auszurufen. Sizilien, welches diesen bereits ausgerufen hatte, konnte so beispielsweise geschädigten Landwirten schneller helfen.

Waldbrände in der Türkei: Wind, Hitze und Trockenheit erschweren Löscharbeiten

Hitze von mehr als 40 Grad Celsius, Trockenheit und starker Wind sind nicht die einzigen Widrigkeiten, mit denen die Feuerwehrleute in der Südwesttürkei zu kämpfen haben. Immer wieder springen Funken auf neues Gelände über. Das bergige Gebiet in der Provinz Mugla ist beispielsweise für die Einsatzkräfte von Land aus schwer zu erreichen.

Insgesammt jedoch hat die Lage in der Türkei sich aber etwas beruhigt. Inzwischen sind die meisten Brände eingedämmt.

Brände in der Türkei: Fünf Türkische Fernehsender von Strafzahlungen

Fünf türkische Fernsehsender müssen aufgrund ihrer Berichterstattung über die Brände mit einer Strafe rechnen. Am Mittwoch wird die Rundfunkbehörde (RTÜK) über eine Geldstrafe wegen kritischer Beiträge über die Feuer abstimmen, berichtet Ilhan Tasci, Vertreter der Oppositionspartei CHP in der Behörde, auf Twitter.

Die Mehrheit in diesem Gremium hat die islamisch-konservative Regierungspartei AKP und ihr ultranationalistischer Partner MHP. RTÜK hatte von vornherein Sender in Bezug auf die Brände vor Berichten gewarnt, die Angst verbreiten könnten. (lz/dpa)

Rubriklistenbild: © Petros Karadjias/AP/dpa

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