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Jens Spahn hat bereits seine Auffrischungsimpfung gegen Corona erhalten.
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Jens Spahn hat bereits seine Auffrischungsimpfung gegen Corona erhalten.

Diskussion um Auffrischungsimpfungen

Corona-Impfungen: Jens Spahn will Impfzentren wieder öffnen

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Der Vorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn, eine Drittimpfung für alle zu ermöglichen, wird von Ärzt:innen kritisiert. Doch Spahn legt nach.

Update vom Montag, 1.11.2021, 8.30 Uhr: Angesichts der stark steigenden Corona-Zahlen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Länder erneut aufgefordert, ihre Impfzentren wieder zu öffnen. „Um möglichst vielen möglichst schnell eine Auffrischungsimpfung zu ermöglichen, sollten die Länder die Impfzentren, die sie seit Ende September in Stand-By bereithalten, nun wieder startbereit machen“, sagte Spahn der Düsseldorfer Rheinischen Post vom Montag.

Spahn sprach sich auch dafür aus, in einem ersten Schritt alle über 60-Jährigen schriftlich zur Impfung einzuladen. „Das hat bei den Erstimpfungen auch gut geklappt“, betonte der Minister.

Corona-Impfungen: Jens Spahn fordert Booster-Gipfel von Bund und Ländern

Update vom Sonntag, 31.10.2021, 8.45 Uhr: Zur Forcierung von Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus angesichts steigender Inzidenz-Werte dringt der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf ein Bund-Länder-Treffen. „Aktuelle Daten aus Israel zeigen, dass das Boostern einen ganz entscheidenden Unterschied macht, um die vierte Welle zu brechen“, sagte Spahn der Bild am Sonntag. „Aktuell reicht das Booster-Tempo in Deutschlands Praxen aber nicht. Wir brauchen einen Booster-Gipfel von Bund und Ländern.“

Die Zahl der Geimpften steigt nur noch langsam. Eine Auffrischungsimpfung - die sogenannte Booster-Impfung - gegen die mit der Zeit nachlassende Wirkung des Corona-Impfstoffs nehmen viel weniger Menschen wahr, als es könnten. Vor allem Risikogruppen wird die Auffrischung des Impfschutzes empfohlen. Die Politik sucht händeringend Konzepte, mehr Menschen dazu zu bewegen. Die Gesundheitsministerkonferenz tagt ab Donnerstag (4.11.2021) in Lindau.

Booster-Impfungen: „Schürt Erwartungen“ - Ärztepräsident wettert gegen Jens Spahn

Erstmeldung vom 30.10.2021: Berlin - Gegen die steigenden Corona-Fallzahlen in Deutschland hat der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu einer möglichen Booster-Impfung für alle aufgerufen. Zahlreiche Mediziner:innen berufen sich jedoch auf die Empfehlung der Ständigen Impfkommission und sehen den Aufruf derzeit noch kritisch.

„Für die Notwendigkeit von Auffrischimpfungen für Menschen jeglichen Alters gibt es bisher keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz“, sagte etwa Ärztepräsident Klaus Reinhardt den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Während die Wirksamkeit einer Auffrischungsimpfung bei älteren und schwer vorerkrankten Menschen mit oft schwächere Immunantwort gegen das Coronavirus belegt sei, fehle für jüngere und weniger gefährdete Menschen noch eine Stiko-Empfehlung für die Drittimpfung.

Booster-Impfungen gegen steigende Corona-Zahlen: Ärzt:innen fürchten Diskussionsbedarf

Besonders Hausärzt:innen zeigten sich über Spahns Vorstoß verärgert. Armin Beck, Mitglied im Bundesvorstand des Hausärzteverbands kritisiert, „dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Erwartungen schürt, Booster-Impfungen seien für alle möglich“, während Hausärzt:innen der Stiko-Empfehlung folgen und Drittimpfungen nur für ältere und vorerkrankte Patient:innen anbieten. Durch die Äußerungen von Spahn werde nun aber der Aufklärungs- und Diskussionsbedarf in den Praxen größer.

Zusätzlich warf Ärztepräsident Reinhardt der Politik eine mangelnde Aufklärungs- und Informationspolitik vor. „Es wäre jetzt eigentlich Aufgabe der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über die Booster-Impfung für ältere Menschen zu informieren und auch mit den Falschinformationen in den sozialen Netzwerken aufzuräumen“, sagte er. „Diese Fake News sind doch maßgeblich dafür verantwortlich, dass wir heute eine Pandemie der Ungeimpften haben.“ (ska/AFP/dpa)

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