Erfurt: Polizisten stehen nach einer Bombendrohung vor dem Justizzentrum Erfurt
+
Polizisten stehen nach einer Bombendrohung vor dem Justizzentrum Erfurt.

Spürhunde im Einsatz

Bombendrohungen gegen mehrere Gerichte in Deutschland - Gebäude geräumt

  • Svenja Wallocha
    vonSvenja Wallocha
    schließen

In mehreren Städten in ganz Deutschland gehen Bombendrohungen gegen Gerichte und Justizzentren ein. Darunter Mainz, Lübeck, Erfurt und auch Chemnitz. Die Gebäude werden geräumt.

  • In mehreren deutschen Städten gehen an Gerichten Bombendrohungen ein
  • Die Polizei hat die Gebäude geräumt
  • Ob ein Zusammenhang zwischen den Bombendrohungen besteht, ist noch nicht klar

Mehrere Gerichte in ganz Deutschland sind nach Bombendrohungen geräumt worden. Betroffen waren unter anderem das Amts- und Landesgericht in Mainz sowie Gerichtsgebäude in Lübeck, Erfurt, Wolfsburg, Baden-Baden und Chemnitz. Alle Angestellten mussten ihre Arbeitsplätze verlassen. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Fällen gibt, muss derzeit noch geklärt werden.

Bombendrohungen in mehreren deutschen Städten: Gerichtsgebäude in Mainz, Erfurt und Lübeck betroffen

Die Drohung in Mainz war am frühen Mittwochmorgen (07.07.2020) gegen 7.30 Uhr eingegangen. Das Gebäude war daraufhin geräumt und mit Spürhunden durchsucht worden. Auch Nebengebäude wurden freiwillig geräumt. Gefunden wurde jedoch nichts Verdächtiges, wie eine Polizeisprecherin sagte. Ob die Drohung als Mail, Fax oder Brief kam, war zunächst jedoch genauso unklar wie der mögliche Absender. Die Sperrung auch umliegender Straßen dauerte bis etwa 10.30 Uhr.

In der Thüringer Landeshauptstadt waren zwei Sprengstoffspürhunde im Einsatz und durchstreiften das Justizzentrum, wie eine Polizeisprecherin sagte. Betroffen waren dort unter anderem das Amtsgericht und die Staatsanwaltschaft Erfurt, deren Mitarbeiter ihre Büros verlassen mussten. Die Gerichtsverhandlungen wurden bis Mittag ausgesetzt. Auch in Baden-Baden verließen die Mitarbeiter der Behörden das Gebäude. Rund um die Anlage, in denen Amts- und Landgericht sowie Staatsanwaltschaft und Polizei untergebracht sind, hatten Beamte die Straße gesperrt. Die Ermittlungen, bei denen auch ein Sprengstoffspürhund eingesetzt wurde, hätten ebenfalls keine Hinweise auf eine konkrete Gefahr ergeben, teilte die Polizei mit.

Gerichte nach Bombendrohungen geräumt - Polizei mit Spürhunden im Einsatz

In Lübeck erfuhr die Polizei nach eigenen Angaben am Dienstagmorgen von der Bedrohung gegen das Gebäude des Amtsgerichts. Auch im Amtsgericht in Chemnitz seien keine verdächtigen Gegenstände gefunden worden, teilte die Polizei nach Abschluss der Aktion am Mittag mit. Der Regelbetrieb am Amtsgericht habe wieder uneingeschränkt aufgenommen werden können.

Von Bombendrohungen gegen die Justiz waren auch die Landgerichte in Essen und Bochum betroffen. Hier habe die Polizei die Gefahr jedoch als gering eingestuft und relativ schnell Entwarnung geben können, nachdem nichts gefunden worden sei, sagte eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Justizministerium.

Bombendrohungen an Gerichten in ganz Deutschland - Weitere Drohung in Hanau

Auch in Hanau wurde laut Medienberichten nach einer weiteren Bombendrohung das Gebäude der Bundesagentur für Arbeit evakuiert. Betroffen waren in Hanau lediglich die Mitarbeiter, Publikumsverkehr gab es zu dem Zeitpunkt am Morgen noch nicht, wie ein Polizeisprecher berichtete. Der Vorfall stehe nach den bisherigen Ermittlungen jedoch nicht im Zusammenhang mit den anderen Drohungen. Erst 2019 war in Hanau eine anonyme Drohung im Justizzentrum eingegangen. Die Polizei war vor Ort und durchsuchte das Gebäude.(svw/red/dpa)

.

Kommentare