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Feuerwerk & Co.

Böllern an Silvester nicht verboten - Das müssen Feiernde wissen

Die Silvesterparty und die Böllerei sind nicht grundsätzlich verboten. Doch es gibt Einschränkungen.

Berlin/Frankfurt – In Zeiten von Corona ist es den Händler:innen in Deutschland nicht gestattet, Feuerwerk zu Silvester zu verkaufen. Das heißt jedoch nicht, dass der Jahreswechsel deutlich leiser wird.

Viele Freund:innen des Böllerns kaufen das Feuerwerk entweder im Ausland oder haben noch Reste aus Vorjahren. Hier lesen Sie, was zum Thema Silvesterböllerei wichtig ist.

Was ist an Silvester zum Jahreswechsel 2021/22 erlaubt?

In deutschen Geschäften kann man keine Feuerwerkskörper mehr kaufen, private Restbestände dürfen aber gezündet werden. Allerdings nicht an belebten Plätzen, da verhindert werden soll, dass sich wegen der Verbreitung von Corona dort Menschenansammlungen bilden.

Böllern an Silvester: Empfindliche Strafen bei sogenannten „Polenböllern“

Nach wie vor nicht gestattet ist das Zünden von in Deutschland illegalen Feuerwerkskörpern. Sie sind unter dem Namen „Polenböller“ oder „Tschechenkracher“ bekannt. Diese Produkte haben oft eine höhere Schall- und Sprengwirkung als jene, die in Deutschland freigegeben sind.

Silvester in Frankfurt vor Corona: Bild vom Jahreswechsel 2019/2020.

„Es drohen empfindliche Strafen, wenn ich sowas nutze - also Geldstrafen bis zu 10.000 Euro“, sagt diesbezüglich Swen Walentowski vom Deutschen Anwaltverein. Es könne aber auch bei einem groben Verstoß beim Verwenden sowie beim Herstellen und Vertreiben solcher Böller eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren verhängt werden. „Und wird noch jemand verletzt, auch man selbst, drohen Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren“, so Walentowski.

Was spricht gegen das Abschießen von Feuerwerk an Silvester?

Neben der Vermeidung von Menschenansammlungen zum gemeinsamen Raketen-Schauen sollen vor allem auch die Notaufnahmen der gerade mit Corona-Patienten vollen Krankenhäuser entlastet werden. Denn nicht selten kommt es zu schweren Brandverletzungen beim Böllern.

Aber der Verzicht auf Feuerwerk ist auch gut für die Natur und das Klima. Wie die Deutsche Umwelthilfe mitteilt, gelange durch die Raketen Schwarzpulver in die Luft und sorge für einen Anstieg der Feinstaubbelastung. Außerdem landen die Reste des Feuerwerks oft auf Wiesen, in Wäldern und in Gewässern. Von vielen Böller-Gegner:innen werden darüber hinaus der Lärm und die Blitze als Problem markiert. Haustiere bekämen Angst, und Wildtiere würden in Panik geraten.

Böllern an Silvester: Tiere geraten in Panik

Beispielsweise könnten Hunde In Panik durch ein offenes Fenster springen, um der Situation zu entkommen, erklärt der Ulmer Tierarzt Ralph Rückert. Als Zeichen des immensen Stresses gelten körperliche Symptome wie Durchfall, stundenlanges Zittern oder Verweigerung der Nahrungsaufnahme. Dabei hielten Angstsymptome häufig noch Wochen nach dem Jahreswechsel an.

Böllern: Wie kann ich an Silvester mein Haustier schützen?

Haustiere sollten an Silvester nicht alleine gelassen werden, und man sollte sie auch nicht mehr mit nach draußen nehmen. Leiden die Tiere bekanntermaßen besonders stark unter dem lauten Jahreswechsel oder neigen gar zu Panikattacken, kann es ratsam sein, in Absprache mit einem Tierarzt beruhigende Medikamente zu verabreichen.

Darüber hinaus sollte man dem Tier eine Ruhezone schaffen und entsprechend ein ruhig gelegenes Zimmer abdunkeln und dort leise Musik oder den Fernseher laufen lassen. Rollläden und Vorhänge sollten nachmittags schon geschlossen werden. Über die Käfige von Kleintieren und Heimvögeln sollte rund um Mitternacht eine Decke gelegt und die Behausung möglichst weit vom Fenster weggestellt.

Böllern an Silvester: Wie sollen Feuerwerksreste entsorgt werden?

Abgebrannte Feuerwerkskörper, Mehrschussbatterien und Böller gehören in den Restmüll. Auch die Pappröhren von Feuerwerkskörpern oder gezündete Mehrschussbatterien aus Pappe müssen in der schwarzen Tonne landen. Denn die Pappe kann nach dem Abfeuern mit chemischen Rückständen verschmutzt sein und sollte daher nicht mit anderem Altpapier ins Recycling gehen. (ktho/dpa)

Rubriklistenbild: © Andreas Arnold/dpa

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