1. Startseite
  2. Panorama

Bobby-Cars und Musk-Raketen

Erstellt:

Von: Boris Halva

Kommentare

„Ich möchte zwei bis drei Kinder“ hatte PAris Hilton kürzlich verraten. Evan Agostini/Invision via AP/dpa
„Ich möchte zwei bis drei Kinder“ hatte PAris Hilton kürzlich verraten. Evan Agostini/Invision via AP/dpa © dpa

Während Paris von London träumt, wird nach der Kartoffelbrei-Schlacht im Frauenknast abgerechnet

Inzwischen ist es nicht mehr üblich, Kindern mit Sanktionen zu drohen, wenn sie in ihrem Kartoffelbrei rumstochern oder damit um sich werfen. Im Justizvollzug hingegen wird es teuer, wenn der Stampf durch die Gegend geschleudert wird – so wie im Juli vorigen Jahres im Frauengefängnis im schwäbischen Aichach geschehen. Dort waren sich zwei Zellengenossinnen während des Essens derart in die Haare geraten, dass die eine der anderen ihren Teller mit Kartoffelbrei ins Gesicht drückte, woraufhin die andere ihren Teller warf.

„Sodann eskalierte der Streit gewalttätig“, heißt es in der Polizeimeldung, die nun anlässlich des Urteils veröffentlicht wurde. Wegen vorsätzlicher Körperverletzung wurden den 31 und 35 Jahre alten Frauen üppige Geldstrafen aufgebrummt: die eine muss 2700 Euro, die andere 1800 Euro zahlen. Happig! Für das Geld bekommt man im Handel zwei Tonnen feine Knollen oder eine Tonne Tiefkühlpürree. Aber vielleicht ist den beiden ohnehin der Appetit vergangen.

Ärgerlichen Kinderkram hat auch eine 64-Jährige im münsterländischen Ahaus erlebt: Sie war von einem kleinen Jungen auf einem roten Bobby-Car angefahren worden, woraufhin sie stürzte und sich leicht verletzte. Die Mutter des Unfallverursachers gab der Dame, die gestürzt war, ihre Telefonnummer – falls was zu besprechen sei. Als die 64-Jährige später Kontakt mit der Mutter aufnehmen wollte, war unter der Nummer niemand zu erreichen.

Ebenfalls nicht zu erreichen war am Freitag Elon Musk , jener Mann, dessen nahezu ungebremster galaktischer Spieltrieb wohl dazu führen wird, dass Anfang März erstmals eine Rakete auf der dunklen Seite des Monds abstürzt. Wie die US-Raumfahrt-Agentur Nasa in der Nacht zu Freitag meldete, befindet sich ein Teil einer SpaceX-Rakete, die 2015 einen Satelliten ins All gebracht hatte, auf Crashkurs mit wahrlich kosmischen Dimensionen: Auf ihrer jetzigen Flugbahn werde die Raketenstufe am 4. März auf der Rückseite des Monds einschlagen, hieß es bei der Nasa. Nun gibt es einige Menschen, die Musk als Visionär und einflussreichsten Mann des Jahrhunderts preisen, während andere finden, es wäre dem Megamilliardär und bekennenden Terraformer ganz gut bekommen, wenn jemand dafür gesorgt hätte, dass er als Kind seinen Kartoffelbrei isst anstatt damit um sich zu werfen. Bei der Nasa hieß es zunächst nur: „Dieses einmalige Vorkommnis stellt eine aufregende Forschungsmöglichkeit dar.“ Sollte der Raketenrest auf dem Mond einschlagen, könne es aber Wochen oder gar Monate dauern, bis der Krater gefunden werde. Aber da kann Space-Elon bestimmt was aus seinem visionären Hosentäschchen zaubern.

Als Visionärin versucht sich in diesen Tagen auch eine Frau, die bislang eher als It-Girl gefeiert wurde. Nachdem Paris Hilton jüngst erklärt hatte, Familienplanung zähle seit ihrer Hochzeit mit Carter Reum zu ihren „Top-Prioritäten“, war die Welt gespannt, ob die Sprösslinge wohl auch nach einer Stadt benannt werden sollen. „Ja“, sagte die 40-Jährige im Interview mit „E! News“, „aber ich werde es noch nicht verraten.“ Es sei nämlich ein Name, den es bislang noch nicht gebe, und sie wolle nicht, dass ihn jemand stehle.

Nun konnte sie es offenbar nicht mehr aushalten und gab bekannt, dass sie, sollte sie dereinst ein Mädchen bekommen, dieses London taufen werde, „weil es meine Lieblingsstadt ist“. Und sollte es Mama Paris dann doch doof finden, dass sowohl die Bürgermeisterin von San Francisco als auch eine US-Pornodarstellerin denselben Vornamen tragen, kann sie ihr Töchterchen ja immer noch anders nennen. Gibt ja viele schöne Städte auf der Welt. Boris Halva

Auch interessant

Kommentare