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Raumstation von Blue Origin
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Eine Animation der neuen Raumstation „Orbital Reef“ von Blue Origin.

Raumfahrt

Blue Origin: Jeff Bezos baut seine eigene riesige Raumstation

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Amazon-Gründer Jeff Bezos hat große Pläne im Weltall: Eine eigene Raumstation soll entstehen, größer noch als die ISS. Das Ziel: „Die Normalisierung der Raumfahrt.“

New York – Jeff Bezos plant eine eigene Raumstation im Weltall. Der Amazon-Gründer teilte am Montag über sein Unternehmen Blue Origin mit, dass „Orbital Reef“ zwischen den Jahren 2025 und 2030 in den Weltraum gebracht werden soll. Gemeinsam mit Partnerfirmen, darunter Boeing, solle nun das Konzept dafür weiterentwickelt werden, wie es in einer Mitteilung heißt.

Einige Details dessen sind bereits bekannt: Die Raumstation, welche das Pendant zur Internationalen Raumstation ISS, betrieben von der Nasa, bilden soll, kann Platz für zehn Menschen bieten. Zudem soll die Raumstation ein „Gewerbegelände“ sein und als Ziel möglicher Touristinnen und Touristen gelten. Vor allem auf den weltraumtouristischen Bereich soll laut Blue Origin der Fokus gelegt werden: „Wir werden den Zugang erweitern, die Kosten senken und alle Dienstleistungen und Annehmlichkeiten bereitstellen, die für die Normalisierung der Raumfahrt erforderlich sind“, erklärte Ben Sherwood, Geschäftsführer des Unternehmens. Erst im Juli flog Jeff Bezos höchstpersönlich in den Weltraum – und wieder zurück.

Weltraum: Jeff Bezos plant mit Blue Origin eigene Raumstation

Als Transportmittel zu „Orbital Reef“ ist das Raumschiff „Starliner“ vorgesehen. Es wird derzeit von Boeing entwickelt. Die Raumstation von Blue Origin soll den Planungen zufolge in einer Höhe von 500 Kilometern fliegen, also etwas höher als die ISS. 830 Kubikmeter soll das Volumen von „Orbital Reef“ messen, etwas kleiner als die Internationale Raumstation.

Die ISS ist bislang die größte Raumstation im Weltall: Sie wird seit dem Jahr 2000 unter Führung der US-Raumfahrt-Behörde betrieben. In Zusammenarbeit mit weltweiten Behörden wird die ISS von wechselnden Astronautinnen und Astronauten bewohnt.

Neben den Planungen von Blue Origin und der ISS gibt es ein weiteres Raumstation-Projekt: China betreibt ebenfalls eine Plattform im Weltraum, die sich noch im Bauzustand befindet. Im Juni flogen erstmals drei Astronauten zur Station „Tiangong“. (tu/dpa)

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