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Elon Musk vor einem Raketenmodell
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Nicht nur Raketen kann der Tesla-Gründer nach oben schießen lassen: Manipuliert Elon Musk bewusst den Bitcoin-Kurs?

Tesla-Chef

Ewiges Hin und Her mit der Kryptowährung: Elon Musk treibt Bitcoin-Kurs wieder nach oben

  • Tim Vincent Dicke
    VonTim Vincent Dicke
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Mit neuen Äußerungen zum Bitcoin treibt Elon Musk den Kurs der Kryptowährung nach oben. Kritiker:innen werfen dem Tesla-Chef Finanz-Manipulation vor.

Washington D.C. – Erst hui, dann pfui und nun schon wieder hui. Mit Aussagen zum Bitcoin hat Elon Musk den Kurs der Kryptowährung nach oben getrieben. Es ist nicht das erste Mal, dass der Tesla-Gründer mit seinen öffentlichen Äußerungen Anlageprodukten entweder ein kräftiges Plus oder ein sattes Minus einbringt. Kritiker:innen werfen dem milliardenschweren Star-Unternehmer Manipulationen an den Finanzmärkten vor.

„Ich würde es gerne sehen, dass der Bitcoin Erfolg hat“, sagte Musk bei der Branchenkonferenz „The B Word“ am Mittwoch (21.07.2021), bei der unter anderem auch Twitter-Gründer Jack Dorsey teilnahm. Er rechne auch damit, dass Tesla wieder den Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren werde.

Elon Musk kann den Bitcoin in den Himmel schießen – aber auch nach unten prügeln

Der US-Elektroautobauer hatte im März angekündigt, ab sofort die Kryptowährung als Zahlmittel für seine Autos zu akzeptieren – und damit den Kurs der Währung nach oben getrieben. Dann folgte allerdings eine Kehrtwende, die einen deutlichen Kursrutsch beim Bitcoin auslöste.

Mitte Mai kündigte Musk an, dass Tesla aus Klimaschutzgründen künftig doch keine Bitcoins akzeptiere. Der hohe Stromverbrauch bei der Herstellung sowie bei Transaktionen mit der Digitalwährung und der damit verbundene steigende Verbrauch fossiler Brennstoffe seien bedenklich, argumentierte Musk. Der Bitcoin-Kurs stürzte daraufhin massiv ein.

Twitter-Nutzer:innen, die offenbar größere Summen in die Währung gesteckt hatten, reagierten verärgert. „Ich habe alles mit einem Tweet verloren, ich weiß, dass 5000 Dollar für Sie nichts bedeuten, aber für mich war es alles“, wandte sich einer der User:innen an Elon Musk.

Nimmt Tesla nun Bitcoin an oder nicht? Elon Musk und das ewige Hin und Her

Mitte Juni änderte Elon Musk dann erneut seine Meinung und stellte in Aussicht, das Digitalgeld doch annehmen zu wollen, stellte dafür jedoch eine Bedingung: Der Anteil erneuerbarer Energien rund um den Bitcoin müsse deutlich steigen. Mit seinen Äußerungen rund um den Bitcoin, die den Kurs in die eine oder andere Richtung trieben, hat sich Musk den Vorwurf eingehandelt, die Märkte manipulieren und davon profitieren zu wollen. Das Hackerkollektiv „Anonymous“ warf dem Unternehmer vor, mit den von ihm ausgelösten Turbulenzen an den Kryptomärkten Leben zu zerstören.

Bei der Diskussionsrunde am Mittwoch hob Musk hervor, dass es derzeit so aussehe, als ob sich der Bitcoin „viel mehr“ in Richtung erneuerbare Energie entwickele. Er bestritt zudem, die Kurse zu manipulieren. Er selbst habe neben Bitcoin auch in die Kryptowährungen Ethereum und Dogecoin investiert. Dabei verliere er Geld, wenn der Kurs sinke. Dennoch verkaufe er trotz der massiven Schwankungen nicht.

Der Kryptomarkt, in dem Anleger:innen in jüngster Zeit heftige Verluste hinnehmen mussten, verzeichnete nach Elon Musks aktuellen Ausführungen ein kräftiges Plus. Der Bitcoin kletterte innerhalb kürzester Zeit von unter 25.000 auf über 27.000 Euro, auch die alternativen Coins Ethereum, Dogecoin, Litecoin und Bitcoin Cash legten zu.

Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Dogecoin gelten als hochspekulative Anlagevehikel.

Nicht nur der Bitcoin betroffen: Elon Musk kann auch Aktienkurse bewegen

Elon Musks Macht, Finanzmärkte mit nur einer Aussage oder einem Tweet zu bewegen, beschränkt sich nicht nur auf Kryptowährungen. Im Zuge der Datenschutz-Kontroverse um die Messenger-App Whatsapp schrieb Musk Anfang 2021 auf Twitter: „Use Signal“, also „Nutzt Signal“. Signal ist ein konkurrierender Messenger-Dienst, der als extrem datenschutzfreundlich gilt.

Risikofreudige Anleger:innen steckten ihr Geld daraufhin in das Wertpapier von „Signal Advance“ – das Unternehmen hat allerdings nichts mit der App zu tun, sondern stellt Medizingeräte her. Innerhalb kürzester Zeit stieg die falsche Signal-Aktie von knapp 60 Dollar-Cent auf über 70 Dollar. Im Anschluss stürzte das Papier wieder ab. Glückliche Investor:innen konnten so im Bestfall ein Plus von knapp 12.000 Prozent einstreichen, aber auch ein Vermögen verlieren. (Tim Vincent Dicke mit AFP)

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