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Billiganbieter kündigt Kunden: So reagieren die Grundversorger

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Heizkosten
Die Energiepreise haben deutlich angezogen. Öl und Gas haben in den letzten vier Monaten des Jahres 2021 deutlich mehr als im Jahr zuvor gekostet. © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa

2200 Strom- und 1000 Gaskunden aus Osthessen sind geschockt: Der Billiganbieter, zu dem sie gewechselt waren, hat sie herausgeworfen, weil der Energieeinkauf für ihn zu teuer wurde.

Fulda - Bisher war das Versorger-Hopping für Kunden ohne Risiko: Wenn ein Billiganbieter in die Insolvenz ging, dann war zwar die Vorauszahlung weg, aber der Grundversorger – in Osthessen die RhönEnergie Fulda* – musste bereitstehen und den Kunden in seinen Grundtarif aufnehmen. An diesem Prinzip rütteln die regionalen Versorger jetzt. Denn einige Energiediscounter haben sich verzockt: Stromio und Gas.de haben darauf gebaut, dass sie Energie kurzfristig billig einkaufen können. Als das nicht gelang, wurde den Strom- und Gaskunden gekündigt.
Welchen neuen Tarif die RhönEnergie, aber auch andere Anbieter in Deutschland, nun anbieten, verrät fuldaerzeitung.de.*

Die RhönEnergie hingegen hat für ihre Bestandskunden Strom und Gas langfristig günstig eingekauft. Doch für Kunden, die jetzt dazu kommen, müsste sie die Energie kurzfristig teuer einkaufen. „Würden wir die 2200 Strom- und 1000 Gaskunden, die wir neu aufnehmen müssen, zu dem Preis versorgen, den die Bestandskunden zahlen, würden wir in einem Jahr vier Millionen Euro drauflegen“, erklärt Martin Heun, Geschäftsführer der RhönEnergie. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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