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Vor dem Landgericht Amberg wird der Prozess wegen des tödlichen Schusses auf den Beifahrer eines Autos während einer Jagd fortgesetzt.

Amberg

Bewährungsstrafe für Jäger gefordert

Eine Drückjagd in der Oberpfalz endete für einen unbeteiligten Autofahrer tödlich - im Verfahren gegen den Jäger fordern Staatsanwaltschaft und Verteidigung eine Bewährungsstrafe.

Knapp ein Jahr nach einem tödlichen Jagdunglück in der Oberpfalz hat der Staatsanwalt für den angeklagten Jäger eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten wegen fahrlässiger Tötung gefordert. Bei einer Drückjagd in einem Maisfeld in der Nähe von Nittenau hatte er im vergangenen August ein vorbeifahrendes Auto getroffen und den Beifahrer getötet. Auch die Verteidigung forderte einen Bewährungsstrafe, allerdings von neun Monaten.

Vor dem Landgericht Amberg sagte der Ankläger am Mittwoch, die Jagd sei „an allen Ecken und Enden falsch oder unzureichend organisiert“ gewesen. Der Schuss des Jägers, der zunächst ein Wildschwein traf, sei in Richtung der Straße gerichtet gewesen. Das zeige ein erhebliches Maß an Fahrlässigkeit. Für den 46-jährigen Angeklagten spreche, dass er das Geschehen gestanden und seine Waffen freiwillig abgegeben habe. Zudem sei er reuig und nicht vorbestraft. (dpa)

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