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Bernstein konserviert 100 Millionen Jahre altes Mischwesen - halb Spinne, halb Skorpion

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Von: Luisa Ebbrecht

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Zwei unterschiedliche Teams untersuchten Bernsteine und fanden ein Tier, was halb Skorpion und halb Spinne ist.
Zwei unterschiedliche Teams untersuchten Bernsteine und fanden ein Tier, was halb Skorpion und halb Spinne ist. ©  YAY Images/imago

Forscherinnen und Forscher haben in Bernsteinen eine ganz besondere Entdeckung gemacht. Sie haben ein Wesen gefunden, das halb Spinne und halb Skorpion ist.

Nanjing - Bernsteine zählen zu den ältesten Schmucksteinen der Welt. Sie bestehen aus fossilem Harz von Bäumen und Sträuchern. Oft sind innerhalb der kleinen Steine auch Spuren von prähistorischen Pilzen, Früchten oder Pflanzen und Tieren eingeschlossen. Während viele Urlauber an der Ost- und Nordsee ihr Glück versuchen und sich auf die Suche nach einem Bernstein machen, ist das goldgelbe Harzfossil auch Gegenstand der Wissenschaft. Zwei unabhängige Forscher-Teams haben zuletzt eine ganz besondere Entdeckung in Bernsteinen gemacht. In vier Exemplaren entdeckten die Forscherinnen und Forscher eingeschlossene Tiere, die wie eine Kreuzung aus einer Spinne und einem Skorpion aussehen.

Die Entdeckung „könnte dazu beitragen, große Lücken in unserem Verständnis der Spinnenevolution zu schließen“, sagte Prashant Sharma, ein Evolutionsbiologe an der Universität von Wisconsin. Das neu entdeckte Tier lässt sich der Gruppe der Arachniden zuordnen. Zu dieser Gruppe gehören achtbeinige wirbellose Tiere wie Skorpione, Zecken und Spinnen.

Zwei unterschiedliche Teams untersuchten Bernsteine

Die zwei Teams um Wang Bo vom Nanjing Institute of Geology and Paleontology und Huang Diying entdeckten die Spinnen-Skorpione zeitgleich, aber unabhängig voneinander. Trotz einiger Unterschiede in ihrer Vorgehensweise "kommen sie zu demselben Schluss, dass die fossilen Uraraneiden, wie diese Gruppe genannt wird, die nächsten ausgestorbenen Verwandten der Spinnen sind", sagt Greg Edgecombe, Paläobiologe am Natural History Museum in London.

„Der Erhaltungsgrad ist hervorragend, und die Anatomie der Fossilien ist leicht zu interpretieren“, sagt der Experte. Einige Merkmale deuten demnach darauf hin, dass sie „sehr früh“ in der Evolution der Spinnentiere entstanden sind. Um weitere Schlüsse über das Alter der Fossilien und der Evolutionsgeschichte der Spinne ziehen zu können, müssen weitere Bernstein-Fossilien dieser Art analysiert werden. (ebb)

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