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Demonstration in Berlin gegen die Räumung dder Bauwagensiedlung „Köpi“.
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Demonstration in Berlin gegen die Räumung dder Bauwagensiedlung „Köpi“.

Ausschreitungen

Wagencamp „Köpi“ in Berlin: Tausende bei Demonstration gegen Räumung

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
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  • Sophia Lother
    Sophia Lother
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In Berlin räumt die Polizei das linke Wagencamp „Köpi“. In Kreuzberg demonstrieren mehrere tausend Menschen gegen die Räumung. Es kommt zu Ausschreitungen.

+++ 23.00 Uhr: Die Demonstration ist nun an ihrem Endpunkt Oranienstraße angekommen. Die Demonstration wird von den Anmelder:innen aufgelöst. Nach wie vor ist viel Polizei vor Ort, doch die meisten Demonstrant:innen ziehen ab. Bei der Räumung des Wagenkamps am Vormittag soll eine Journalistin von der Polizei tätlich angegriffen worden sein. Das schreibt Jörg Reichel vom dju auf Twitter.

+++ 21.54 Uhr: Im Zuge der Demonstration brennen Mülltonnen: „Am Rande des Demozugs brennen immer wieder kleinere Feuer. Die Menschen sind scheisse wütend heute Nacht #b1510“, schreibt eine Twitter-Nutzerin. „Ganz Berlin hasst die Polizei“, wird skandiert. Die Polizei meldet 7000 bis 8000 Teilnehmende, es habe bereits Festnahmen gegeben.

„Köpi“-Räumung in Berlin: Hunderte Menschen demonstrieren in Hamburg

+++ 21.25 Uhr: Währenddessen scheint die Situation in Berlin zu eskalieren. Es heißt, Polizeiautos würden angegriffen, das rbb berichtet von womöglich brennenden Autos an der Demo-Route. Polizisten seien, wie rbb-Reporter berichten, mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen worden. Jetzt fahren wohl die ersten Wasserwerfer auf, wie auf Bildern auf Twitter zu sehen ist.

+++ 21.20 Uhr: In Hamburg sind nach Polizeiangaben mehrere hundert Demonstranten aus der linksautonomen Szene auf die Straße gegangen. Begleitet von Bengalofeuer und knallenden Böllern drehten sie von der Roten Flora im Schanzenviertel aus eine Runde und kehrten nach kurzer Zeit zu dem linksautonomen Zentrum zurück, wo sie von Feuerwerk empfangen wurden. Aus der Flora gab es Lautsprecherdurchsagen wie: „Heute haben wir das faschistische Gesicht des Staates und des Kapitalismus gesehen.“ 

Berlin: 7000 bei Demonstration gegen Räumung des Bauwagen-Camps „Köpi“

+++ 20.45 Uhr: Der Demonstrationszug in Berlin am Kottbusser Damm ist gestartet. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Pyrotechnik und Feuerwerkskörper werden gezündet, wie auf Videos auf Twitter zu sehen ist.

Es soll zu ersten Rangeleien zwischen Demonstrant:innen und der Polizei kommen, die den Demonstrationszug eng begleitet. Die Polizei spricht von 7000 Demonstrant:innen.

+++ 18.30 Uhr: In den sozialen Netzwerken wird für eine Demonstration „TagX“ mobilisiert. Man wolle sich um 20 Uhr auf dem Zickenplatz in Berlin versammeln. Auch in Hamburg soll eine Solidaritätsversammlung um 20 Uhr geplant sein. Erwartet werden dort 200 Menschen.

Polizei räumt linkes Bauwagen-Camp „Köpi“ – Demonstration in Berlin geplant

+++ 16.45 Uhr: Die Polizei teilt mit, den Bauwagenplatz „Köpi“ komplett geräumt zu haben. Bis zum frühen Nachmittag wurden nach einer ersten Bilanz der Polizei an und um den Platz 53 Menschen wegen des Verdachts auf Straftaten vorübergehend festgenommen. 38 Menschen geleiteten die Beamten nach Angaben einer Sprecherin von dem Platz. Das Areal wurde anschließend den Gerichtsvollziehern sowie Vertretern des Eigentümers übergeben, die Polizei blieb allerdings präsent.  

Berlin: Großaufgebot der Polizei räumt linkes Bauwagen-Camp „Köpi“ – 53 Festnahmen

+++ 15.30 Uhr: Mit einem Großaufgebot hat die Polizei in Berlin am Freitag ein bekanntes linksautonomes Bauwagen-Camp geräumt. Hunderte Beamte waren nach Angaben der Polizei an dem stundenlangen Einsatz auf dem „Köpi“-Platz beteiligt, deren Bewohner:innen sich einer von Gerichten bestätigten Räumungsforderung des Grundeigentümers widersetzt hatten.

Die Wagenburg „Köpi“ in Berlin wurde von der Polizei geräumt.

Bewohner:innen und Unterstützer:innen hatten sich nach Angaben von Polizei und linken Aktivist:innen hinter einem hohen selbstgebauten Zaun und weiteren Barrikaden verschanzt. Die Beamten durchbrachen diese mit Kettensägen, Trennschleifern und Räumpanzern, bevor sie auf den Platz vordrangen. Dort zogen sich den Angaben zufolge einige Menschen auf Bäume zurück, was die Räumung ebenfalls verzögerte.

Räumung des „Köpi“ in Berlin: Zahlreiche Festnahmen

Während des Einsatzes wurden die Beamten nach eigenen Angaben mit Flaschen und Steinen beworfen sowie mit Feuerlöschern besprüht. Auch bei Protesten von Unterstützenden im näheren Umfeld des abgeriegelten Geländes an der Köpenicker Straße im Bezirk Berlin-Mitte soll es zu weiteren Auseinandersetzungen gekommen sein.

Laut Polizei und Aktivist:innen wurden bis zum Nachmittag zahlreiche Bewohner:innen von Beamten von dem Platz gebracht, allerdings war die Räumung zunächst noch nicht beendet. Bei den Demonstrationen im Umfeld gab es der Polizei zufolge zudem Festnahmen. Angaben zu Zahlen machten die Einsatzkräfte wegen des laufenden Geschehens zunächst nicht. Für den Freitagabend war in der Hauptstadt auch noch eine Demonstration von Unterstützenden des Bauwagenplatzes angekündigt.

Linkes „Köpi“-Camp in Berlin: Randale vor Räumung – Polizei fährt schwere Geschütze auf

Erstmeldung vom Freitag, 15.10.2021, 10.00: Berlin – In der Hauptstadt bereitet sich die Polizei auf die Räumung des linksautonomen Camps „Köpi“ vor. Bereits am frühen Morgen wurden als Vorbereitung zahlreiche Einsatzkräfte und schweres Gerät zusammengezogen. Laut übereinstimmenden Medienberichten wurden in Berlin zahlreiche Einsatzwagen und gepanzerte Fahrzeuge der Polizei gesichtet. Insgesamt sind rund 2000 Beamte vor Ort.

Als Reaktion darauf formierten sich bereits am Morgen mehrere Demonstrationen. Laut Angaben der Polizei wurden drei Kundgebungen anlässlich der „Köpi“-Räumung in Berlin angemeldet. Das linksautonome Camps soll am Freitagvormittag geräumt werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner auf dem Gelände haben Widerstand angekündigt und protestierten von innen per Megafon. Die Polizei meldete am Morgen, dass in der Nacht auf Freitag in der Umgebung des Camps Autos und Gebäude beschädigt wurden. Zuvor hatten am Donnerstagabend mehrere Hundert Menschen, weitgehend friedlich, im nahen Berliner Stadtteil Kreuzberg demonstriert.

Ein Räumfahrzeug der Polizei steht vor Beginn der Räumung auf der Straße. Die sogenannte Wagenburg «Köpi» gilt seit vielen Jahren als eines der Symbolprojekte der Szene in Berlin.

Berlin: Linkes Wagencamp vor Räumung – Es gilt als Symbolprojekt

Das Wagencamp auf einem Gelände an der Köpenicker Straße gilt als eines der letzten Symbolprojekte der linken Szene in Berlin. Auf dem rund 2600 Quadratmeter großen Grundstück, neben einem 1990 besetzten Haus am ehemaligen Mauerstreifen, wohnen rund 30 Menschen in Bauwagen. Der Grundstückseigentümer hatte mit Hinweis auf eine Baugenehmigung im Juni erfolgreich auf Räumung geklagt. Einen Eilantrag der Bewohnerinnen und Bewohner zum Stopp der Zwangsvollstreckung wies das Berliner Kammergericht am Mittwoch (13.10.2021) ab.

Die Polizei hatte schon am Donnerstag die Umgebung des Projekts abgesperrt. Dabei seien vom Gelände des Wagencamps Gegenstände geworfen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Die Bewohnenden hatten ihrerseits in den vergangenen Tagen den Zaun um das Gelände zusätzlich verstärkt. Man werde nicht kampflos aufgeben, hieß es vergangene Woche.

Proteste gegen „Köpi“-Räumung in Berlin – Polizei meldet Randale

Schon am vergangenen Wochenende hatten Hunderte Unterstützerinnen und Unterstützer des „Köpi“ in Berlin-Mitte und Friedrichshain gegen die Räumung demonstriert. In den vergangenen Nächten wurden in der Umgebung mehrfach Mülltonnen und Reifen in Brand gesteckt. Am Mittwochmorgen beschädigten Unbekannte am Bürgeramt im Stadtteil Mitte die Verglasung der Eingangstüren und sprühten „Köpi bleibt“ ans Gebäude. Zu „Köpi“ gehört ein großes Hinterhaus, das aber nicht geräumt werden soll. Das Gebäude am Mauerstreifen von Ost-Berlin wurde 1990, im Jahr nach dem Mauerfall, besetzt. Neben Wohnungen in den oberen Stockwerken gibt es im Keller und den unteren Geschossen einen Konzertraum, eine Kletterwand, eine kleine Sporthalle und ein Kino.

Wie sich die Lage bei der Räumung entwickeln wird, ist schwer vorherzusagen. So war die Gegenwehr bei der Räumung des besetzten Hauses „Liebig 34“ in Berlin Friedrichshain im Oktober 2020 wesentlich kleiner als bei ähnlichen Anlässen zuvor. Bei einer Brandschutzprüfung im besetzten Haus „Rigaer 94“ in Berlin im Juni kam es allerdings zu heftigen Ausschreitungen. (slo/dpa)

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