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Hohe Spritpreise: ADAC Südbayern gibt Tank-Tipps - und äußert sich zu Lindners Rabatt-Vorschlag

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Von: Katarina Amtmann

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Tankstelle Preise
Die Spritpreise steigen immer weiter - ein Ende ist laut ADAC zeitnah wohl nicht in Sicht (Symbolbild) © IMAGO / avanti

Die Spritpreise steigen weiter. Fallende Benzinpreise sind zeitnah laut ADAC Südbayern nicht zu erwarten. Der Automobilclub hat aber Tipps, um möglichst günstig zu tanken.

München - Der Ukraine-Konflikt* ist vor fast drei Wochen nach dem Einmarsch Russlands* auf Befehl von Wladimir Putin* zu einem Krieg eskaliert. Das weltweite Entsetzen war und ist groß, aber auch die Solidarität und Hilfsbereitschaft sind immens (wie Sie Ukraine-Flüchtlingen in Bayern helfen können, lesen Sie in unserer Übersicht*). Die Auswirkungen des Krieges machen sich auch bei uns bemerkbar, unter anderem an der Zapfsäule. Preise weit über 2 Euro für Diesel, Super und E 10 sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel.*

Ukraine-Krieg und hohe Spritpreise: ADAC Südbayern gibt Einschätzung ab

Ist bald ein Ende der immer neuen Rekordpreise in Sicht? „Der Anstieg der Spritpreise ist auch auf die Entwicklungen am Rohölmarkt zurückzuführen, der aufgrund des Krieges in der Ukraine* in Aufruhr geraten ist. Seit der Vorwoche hat sich Rohöl der Nordseesorte Brent um über 20 US-Dollar verteuert“, erklärt ein Sprecher von ADAC Südbayern auf Merkur-Nachfrage. Er stellt aber klar: „Den am 09.03.22 registrierten explosionsartigen Anstieg der Kraftstoffpreise rechtfertigt dies nach Ansicht des ADAC jedoch nicht. Damit hat sich der Benzinpreis vom Rohölpreis und Dollar-Kurs entkoppelt.“

Die weitere Entwicklung sei schwer vorherzusagen, aber „in absehbarer Zeit ist nicht mit fallenden Spritpreisen zu rechnen.“ Deshalb hat der ADAC-Sprecher einen Tipp: „Es gilt, wie sonst auch, im Tagesverlauf günstige Benzinpreise zu nutzen. Also auch volltanken, wenn der Tank erst halb leer ist, sobald ich eine günstige Tankstelle sehe.“

Ukraine-Krieg - ADAC Südbayern gibt Tipps, um möglichst günstig zu tanken

Im Tagesverlauf würden die Preise an den Zapfsäulen stark schwanken, teils gebe es Unterschiede von mehreren Cent: „Am teuersten ist es in der Regel in den Morgenstunden ab 7.00 Uhr und im Feierabendverkehr, am günstigsten kann man in Abendstunden tanken“, so der Sprecher gegenüber Merkur.de. Und weiter: „Auch zwischen den gängigen Markentankstellen können die Preisunterschiede erheblich sein und – wie Auswertungen des ADAC zeigen – rund sechs Cent je Liter betragen.“

Spritpreise steigen weiter, aber langsamer (Video)

Die Sprit-Preise sind in Bayern durch die Ukraine-Krise stark gestiegen. Das führt vor allem an den Grenzgebieten zu ausgedehntem Tank-Tourismus. Aber lohnt der sich?

Tank-Rabatt: ADAC Südbayern äußert sich zu Lindner-Vorschlag

Finanzminister Christian Lindner hatte aufgrund der hohen Preise einen Tank-Rabatt ins Spiel gebracht. Wie Focus Online aus Regierungskreisen erfahren haben will, war Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) „ziemlich sauer“ über das Vorpreschen seines Ministers. Wie bewertet der ADAC Südbayern den Vorschlag des FDP-Politikers? „Wichtig ist es angesichts der dramatischen Entwicklung bei den Kraftstoffpreisen, dass eine schnell umsetzbare und wirksame Lösung gefunden wird. Die genaue Ausgestaltung eines Tankrabatts ist noch völlig offen und in der Bundesregierung umstritten. Ein solcher Rabatt hätte aber den Vorteil, dass auch Gewerbetreibende profitieren würden. Für Verbraucher ist eine Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent eine gute Lösung, die schnell zu einer deutlichen Entlastung führen würde“, so der ADAC-Sprecher gegenüber Merkur.de. (kam) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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