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Demonstrationen für die Menschenrechte und Pressefreiheit ethnischer Uiguren. Viele Journalistinnen und Journalisten befinden sich in China in Haft.
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Demonstrationen für die Menschenrechte und Pressefreiheit ethnischer Uiguren. Viele Journalistinnen und Journalisten befinden sich in China in Haft.

Pressefreiheit

Bedroht, verfolgt, noch immer in Haft

  • Valerie Eiseler
    vonValerie Eiseler
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Weil sie der Gemeinschaft eine Stimme gaben, gehören sie zu den ersten Gefangenen: Am Tag der Pressefreiheit erinnern wir an uigurische Journalistinnen und Journalisten.

Pressefreiheit ist in China so gut wie inexistent. Immer mehr internationale Korrespondent:innen verlassen das Land, während Journalist:innen vor Ort weiterhin massiver Überwachung und harten Strafen, nicht nur gegen sich selbst, sondern auch gegen ihre Familien ausgesetzt sind. Laut dem „Committee to Protect Journalists “ wurden in China im vergangenen Jahr 47 Medienschaffende verhaftet – unter ihnen die Reporter:

innen, die zuerst über die Verbreitung des Coronavirus berichteten, sowie Blogger:innen, die in den Sozialen Medien die Demokratie-Proteste in Hongkong begleiteten.

Viele der in China gefangenen Journalist:innen müssen lange Haftstrafen absitzen, oft ohne einen fairen Gerichtsprozess. Dazu gehören auch die uigurischen Journalist:innen, deren Porträts auf dieser Seite zu sehen sind. Die muslimische Minderheit wird in China hart verfolgt: Tausende Mitglieder der uigurischen Bevölkerung werden in „Umerziehungslagern“ gesperrt und laut Berichten von Zeug:innen auch häufig gefoltert.

Uigurische Journalist:innen, die über die Verfolgung berichteten oder sich schlicht für den Erhalt der eigenen Sprache und Kultur einsetzten, wurden bereits 2018 von der Regierung verhaftet und in die Lager verschleppt. Doch die Mehrheit der hier gezeigten Medienschaffenden sitzt auch drei Jahre später noch immer in Haft. Ihr Aufenthaltsort, ihr Gesundheitszustand oder die Länge ihrer Haftstrafe sind der Öffentlichkeit meist nicht bekannt. Familienmitglieder haben in den meisten Fällen keine Möglichkeit mit ihnen Kontakt zu halten, wenn sie nicht selbst im Zuge der „Sippenhaft“ eingesperrt wurden.

Die chinesische Regierung begründet die Verfolgung der freien Presse häufig mit dem Vorwurf der Propaganda, doch in vielen Fällen werden genauere Gründe für die Inhaftierung nicht einmal genannt.

Um auf ihre Lage aufmerksam zu machen, illustriert der Verein Wahrheitskämpfer ermordete und inhaftierte Medienschaffende weltweit. Der Zusammenschluss von Künstler:innen organisiert regelmäßig Ausstellungen und Briefaktionen zugunsten inhaftierter Journalist:innen. Aufgrund der Pandemie werden die Zeichnungen aktuell nur online gezeigt. Die Illustrationen auf dieser Seite stammen von verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern des Vereins.

Alle Werke sowie weitere Informationen zu den Porträtierten finden Sie auf der Webseite www.wahrheitskaempfer.de

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