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BAföG-Reform: Wie viel mehr Geld Studierende ausgezahlt bekommen

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Von: Constantin Hoppe

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50 Jahre Bafög
Studierende erhalten ab dem kommenden Wintersemester mehr Unterstützung vom Start. © Bernd Wüstneck/dpa

Wer bei Ausbildung oder Studium auf staatliche Unterstützung angewiesen ist, bekommt ab dem 1. August mehr Geld. Eine Reform des BAföG macht das möglich.

Berlin – Das BAföG wird moderner, flexibler und schlägt sich auch auf dem Konto der Empfänger nieder. Das hat der Deutsche Bundestag beschlossen. Zum Start in das neue Schuljahr, beziehungsweise ins Wintersemester 2022/23 bekommen somit Studierende und Auszubildende mehr Geld. Doch Studierenden-Vertreter üben Kritik an der Höhe der staatlichen Unterstützung.

Die Höhe der BAföG-Bezüge steigt ab dem 1. August um 5,75 Prozent. Das heißt: Studierende erhalten statt des bisherigen maximalen Fördersatzes von 427, ab diesem Monat 452 Euro. Wer nicht mehr bei den Eltern wohnt, kriegt künftig 360 anstatt 325 Euro für die Miete. Für Schüler, Schülerinnen und Auszubildende steigen die Sätze auf 632 Euro.

Zusätzlich erhalten BAföG-Bezieher aufgrund der gestiegenen Energiekosten einen einmaligen Heizkostenzuschuss in Höhe von 230 Euro. Dieser gilt für die Heizperiode 2021/2022.

Die wichtigsten Änderungen beim BAföG:
Maximaler Fördersatzsteigt auf monatlich 452 Euro
Wohnkostenzuschlagsteigt auf monatlich 360 Euro
Heizkostenzuschlageinmalig 230 Euro
Altersgrenzesteigt auf 45 Jahre

BAföG-Erhöhung: Mehr Flexibilität und Erleichterungen für Antragssteller

Viele Studierende und Azubis beklagen, dass die Antragstellung bisher zu kompliziert gewesen ist. Das soll jetzt einfacher werden. Zwar konnte bereits das BAföG online beantragt werden, doch musste der digitale Antrag bislang mit der e-ID-Funktion des Personalausweises bestätigt oder ausgedruckt und unterschrieben an das zuständige Amt für Ausbildungsförderung gesendet werden.

Künftig soll es reichen, sich auf BAföG digital ein Konto einzurichten und den Antrag nur digital einzureichen. Auch sollen zukünftig mehr Menschen von dem BAföG profitieren können. Deshalb wurden die Freibeträge beim Elterneinkommen um 20,75 Prozent erhöht. 2415 Euro des monatlichen elterlichen Einkommens bleiben damit anrechnungsfrei. Die Altersgrenze für Antragssteller wurde von 30 auf 45 Jahre angehoben.

Mehr Geld für Auszubildende und Studierende - doch es gibt auch Kritik an der BAföG-Reform

Studierenden-Vertreter kritisieren jedoch die Höhe der steigenden Bedarfssätze: Diese würden nicht einmal ausreichen, um die Inflation auszugleichen, erklärte das Deutsche Studentenwerk. Statt um 5,75 Prozent müssten die Bedarfssätze um mindestens zehn Prozent steigen, damit Studierende keinen Kaufkraftverlust erlitten.

Auch die Linken-Fraktion im Bundestag kritisierte die Reform und forderte eine umfassendere Strukturreform des BAföG. Die jetzt erfolgten Reform-Schritte sind nur die ersten, die erfolgen sollen. Mittelfristig soll das BAföG zu einer elternunabhängigen Förderung umgewandelt werden. (con)

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