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Wir wollen das Jahr versöhnlich ausklingen lassen – mit einem Adventskalender für Leib und Seele.
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Wir wollen das Jahr versöhnlich ausklingen lassen – mit einem Adventskalender für Leib und Seele.

FR-Adventskalender (2)

Backe backe Häusle baue

24 Lieblingsrezepte aus der FR-Redaktion. Hinter dem zweiten Türchen: Ein Lebkuchenhaus mit viel Liebe zum Detail.

Es war im ersten Studiensemester, als mein ebenso erstes Lebkuchenhaus entstand. Eine Kommilitonin hat am 2. Dezember Geburtstag und bekam damals das verführerisch nach weihnachtlichen Gewürzen durftene Haus als Geschenk.

Es war ein Kunstwerk, mit einem Schornstein, aus dem weißer Zuckerwattenrauch wehte, mit Fenstern aus durchsichtigen Gelatineblättern, mit Kerzen in den Fenstern aus der Haribo-Weihnachtsmischung und mit einem Zaun aus halbierten Schokoladenkränzen. Kurzum: Als Studentin hatte ich Zeit und Muße – und Schenkende wie Beschenkte hatten so viel Spaß an dem Lebkuchenhaus, dass es zur jährlichen Tradition wurde.

Frickeliger Schornstein

Jetzt, 19 Jahre später, habe ich nicht mehr so viel Zeit und auch nicht mehr so viel Muße, dafür aber zwei überaus engagierte junge Helferinnen und Helfer. Mit ihnen läuft das Backen etwas anders ab. Den Schornstein lasse ich gleich ganz weg, zu frickelig, vom Zuckerguss wiederum rühre ich lieber etwas mehr an, die Hälfte landet sowieso auf dem Parkett und in den Locken der Vierjährigen. Und die Dekoration des Hauses erfolgt mittlerweile weniger nach ästhetischen Gesichtspunkten – sondern mehr nach der Devise „viel hilft viel“.

Gleich geblieben ist aber der wunderbare Duft nach Weihnachten, den das fertige Haus verströmt, und der Gedanke an die liebe Freundin aus Studientagen, die noch immer am 2. Dezember Geburtstag hat – und jetzt vielleicht mit ihren eigenen Kindern ein Knusperhäuschen backt.

Hübsch dekoriertes Lebkuchenhaus:

250 Gramm Honig

150 Gramm Zucker

100 Gramm Butter

250 Gramm Weizenmehl (405)

250 Gramm Roggenmehl (1150)

250 Gramm Puderzucker

Zwei Eier

1/2 Esslöffel Natron

Zwei Teelöffel Lebkuchengewürz

ein Teelöffel Zimt

eine Prise Salz

Smarties, Gummibärchen, Schokolade, Kekse und andere Süßigkeiten nach Belieben

Klein, aber fein – der FR-Adventskalender

Das ganz große Festessen an Heiligabend – machen wir uns nichts vor – wird’s in diesem Jahr nicht geben. Hervorragend aber soll’s auch in kleiner Runde schmecken: Wir haben Kolleginnen und Kollegen um ihre liebsten Rezepte gebeten, die ein schwieriges Jahr hoffentlich versöhnlich ausklingen lassen. (FR)

Den Honig, den Zucker und die Butter in einen großen Topf geben und so lange erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann das Natron, das Lebkuchengewürz, Zimt und Salz einrühren. Die Masse etwas abkühlen lassen, dann die zwei Eier gut unterrühren. Zum Schluss das Mehl zugeben und alles zu einem Teig zusammenrühren.

Das Zusammenrühren geht gut mit einem normalen Kochlöffel. Den Teig mindestens über Nacht, ruhig auch für zwei Tage, bei Zimmertemperatur abgedeckt ruhen lassen. Die viele Zeit lässt sich hervorragend nutzen, um aus Papier schon mal Schablonen für die Wände und das Dach auszuschneiden. Eine Vorlage zum Ausdrucken gibt es etwa auf verschiedenen Webseiten.

Nachdem der Teig geruht hat und zur Weiterverarbeitung fertig ist, den Ofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Den Teig portionsweise circa drei Millimeter dick ausrollen. Er sollte kaum kleben, meistens geht das Ausrollen also sogar ohne zusätzliches Mehl.

Dann die Schablonen für Dach und Wände auflegen und mit einem scharfen Messer ausschneiden. Dabei daran denken, auch Fenster und die Tür auszuschneiden! Zwei bis drei Teile können dann zeitgleich zusammen auf einem Backblech auf mittlerer Schiene für zehn Minuten backen.

Derweil lässt sich das nächste Blech vorbereiten. Die fertig gebackenen Hausteile kurz auf dem Blech abkühlen lassen und dann auf einem Rost vollständig auskühlen lassen. Sie sind erst relativ weich, werden aber schnell hart.

Wenn alle Teile des Lebkuchen-Rohbaus gebacken sind, den restlichen Teig zu einer Bodenplatte ausrollen, die etwas größer ist als die zusammengesetzten Hausteile. Genau wie Wände und Dach auch die Bodenplatte backen. Während alle Teile abkühlen, aus dem Puderzucker und wenig Wasser einen Zuckerguss anrühren, der sehr fest sein sollte. So fest, dass er nicht von einem Löffel tropft.

Am einfachsten funktioniert das Zusammenbauen, wenn der Zuckerguss mit einem Messer dick auf die Seitenkanten der Hausteile gestrichen wird und diese auf der Bodenplatte zusammengefügt werden. Bevor das Dach aufgesetzt wird, sollte der Rohbau kurz angetrocknet sein. Falls nötig, können die Wände derweil von innen mit Zahnstochern abgestützt werden – sicher ist sicher. Schließlich behutsam das Dach aufsetzen und restliche Lücken mit Zuckerguss verfugen. Circa 15 Minuten trocknen lassen.

Dann den restlichen Zuckerguss mit einem Esslöffel Wasser verdünnen und damit nach Belieben Deko auf dem Dach, an den Hauswänden und im Vorgarten anbringen. Das Lebkuchenhaus hält sich bis zum Ende der Adventszeit. Wird aber von Tag zu Tag härter.

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