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Frucht des Aufschwungs: In manchen Regionen Mexikos ernten die Avocado-Bauern mehrmals pro Jahr, etwa 600 Kilo pro Baum.

Avocado

Avocado: Grünes Gold

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Avocados sind begehrt wie nie. Aber im Schatten des Booms haben mexikanische Drogenkartelle das Milliardengeschäft für sich entdeckt – und einen blutigen Kampf entfacht.

Die Sonne war noch nicht aufgegangen am Morgen des 8. August, als der Schrecken Besitz ergriff von Uruapan. „Sei ein Patriot“, hatten die Täter auf das Transparent an der Brücke geschrieben, „töte einen Viagra!“ Neben dem Banner hingen vier Leichen. Insgesamt 19 tote Frauen und Männer, Mitglieder des Drogenkartells „Los Viagras“, fand die Polizei an diesem Morgen. Einige Körper waren ohne Arme und Beine, geschunden bis zur Unkenntlichkeit lagen sie verteilt auf mehrere Straßen der Stadt. Die Opfer verloren ihr Leben wegen einer Frucht. Einer Frucht, so makellos in ihrem satten Grün, dass bei ihrem Anblick kein Gedanke an die Abgründe dieser Welt aufkommen will.

Antonia Gutiérrez hat ihr Leben der Avocado gewidmet, und genau deshalb traut sie sich seit drei Jahren abends nicht mehr auf die Straße. Ihr Heimatort Uruapan, eine 300 000-Einwohner-Stadt im zentralen Mexiko, sei immer ein ruhiger Ort gewesen, erzählt die 52-Jährige. „Aber jetzt herrscht hier Krieg. Die Narcos kontrollieren die Stadt.“ Gutiérrez, die in Wirklichkeit anders heißt, ist Managerin eines großen Avocado-Exporteurs. Jeden Tag rechnet sie damit, dass ihr jemand ein Maschinengewehr vor die Nase hält. Der letzte Mord in ihrem Umfeld ist erst zwei Wochen her. „Ein Zwischenhändler, der für uns gearbeitet hat, lag einfach tot neben seinem Auto“, erzählt Gutiérrez. Sie hat Mühe, die Tränen zurückzuhalten.

Israel Cuevas leitet eine Avocadoplantage.

Nachrichten wie die von den Leichen an der Brücke sind Alltag in Mexiko, einem Land, in dem seit 2006 beinahe 250 000 Menschen dem Drogenkrieg zum Opfer gefallen sind. Aber neu ist, dass es hier nicht mehr nur um Kokain, Marihuana und Pillen geht. Die Mörder von Uruapan unterschrieben ihr Transparent als „Cartel Jalisco Nueva Generación“, Mexikos aktuell größte und vielleicht auch brutalste Verbrechergruppe. Die Lokalpresse berichtet später, es seien Avocado-Produzenten gewesen, die das Jalisco-Kartell um Hilfe gegen die „Viagras“ baten. Die hatten Bauern und Exporteure offenbar bedroht und tonnenweise Ernte geklaut. Statt der Polizei rief man die Mafia.

Der Avocado-Boom

Ob als Guacamole-Dip, Brotaufstrich oder Gesichtscreme – keine andere Frucht hat in den letzten Jahren einen solchen Aufstieg erlebt wie die Avocado. Etwa 1,1 Kilo isst jeder Deutsche pro Jahr im Schnitt. Der Verbrauch liegt damit zwar hinter Ländern wie den USA oder Frankreich – hat sich aber nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zwischen 2008 und 2018 nahezu verfünffacht. Wer „Avocado“ bei Instagram eingibt, findet mehr als zehn Millionen Posts, „Berlin“ kommt gerade einmal auf die Hälfte. Ernährungswissenschaftler preisen den hohen Vitamingehalt, die pflanzlichen Fette sollen vor Diabetes und Schlaganfällen schützen. Jedes Lebensmittel hat seine Geschichte – und die Geschichte der Avocado führt mitten hinein in einen der grausamsten Konflikte der Gegenwart.

Der Hype um die Avocado begann in den Vereinigten Staaten. Galt sie den Fitnessjüngern der 1980er Jahre noch als fett und ungesund, gelang es kalifornischen Landwirten, das Image hin zur Gourmet-Beilage zu wandeln. Doch die Butterfrucht blieb teuer, der Anbau im trockenen Südkalifornien aufwendig. Der Durchbruch kam 1994, als die USA, Mexiko und Kanada das Freihandelsabkommen Nafta schlossen, das den zollfreien Warenverkehr für 500 Millionen Menschen regelt und von Donald Trump vor kurzem neu ausgehandelt wurde. Von einem Tag auf den anderen waren mexikanische Avocados in jedem Supermarkt zu haben – egal, zu welcher Jahreszeit. Im Jahr 1997 erhielt Mexiko das alleinige Zertifikat für den Verkauf in den USA. Seitdem ist der Verbrauch dort explodiert. 2018 exportierte Mexiko Avocados im Wert von 2,7 Milliarden US-Dollar ins nördliche Nachbarland.

Israel Cuevas ist 44 Jahre alt und hat den Boom an seinen Bäumen miterlebt. An einem milden, sonnigen Wintermorgen etwas nördlich von Uruapan durchschreitet der Avocado-Bauer eine Plantage so groß wie zehn Fußballfelder. Cuevas trägt ein grünes Basecap und einen gepflegten Schnurrbart. Er zeigt auf einen Baum, die Äste biegen sich unter der Last Dutzender Früchte. „Wir ernten hier mehrmals im Jahr. Etwa 600 Kilo pro Baum, doppelt so viel wie vor 20 Jahren“. Cuevas gehört die Plantage nicht, er arbeitet im Auftrag einer Exportfirma, die jeden Tag 40 Laster Richtung US-Grenze schickt. Vulkanische Böden und ein feuchtes Klima lassen hier einen so hohen Ertrag zu wie nirgendwo sonst.

Uruapan, Hauptstadt der Avocado

Uruapan empfängt den Besucher auf dem Ortsschild als „Welthauptstadt der Avocado“. 40 Prozent aller global verkauften Avocados stammen aus dem mexikanischen Bundesstaat Michoacán, der Großteil davon aus der Region rund um Uruapan. Die Stadt liegt zwischen grünen, sanften Hügeln, im Nationalpark Cupatitzio stehen staunende Kinder vor schäumenden Wasserfällen. Nichts scheint entfernter als die Horrornachrichten aus dem mexikanischen Fernsehen.

„Es fing vor fünf Jahren mit Überfällen auf die Lastwagen an“, erzählt ein Avocado-Bauer, der hier Carlos Figueroa heißen soll. Zuerst hätten Bewaffnete kleine Pick-up-Trucks auf dem Weg von den Plantagen zu den großen Verpackungs- und Exportfirmen ausgeraubt. Dann seien die Barrikaden auf den großen Ausfallstraßen hinzugekommen. „Zwei Dutzend Männer, die die Lastwagen stoppen und in wenigen Minuten 20 Tonnen abladen. Weigert sich der Fahrer, wird er ohne ein Wimperzucken erschossen“, sagt Figueroa. 20 Tonnen Avocados sind in Mexiko aktuell rund 30 000 Euro wert.

Trucker Felipe Teniente hatte bisher Glück. Der 35-Jährige, Sonnenbrille und schwarzes Cap, sitzt im Führerhaus seines Lasters und wartet auf die nächste Tour. 200 Avocado-Trucks verlassen Uruapan jeden Tag, schätzt er. „Auch wenn sie uns Fahrer bei den Überfällen meistens gehen lassen, fährt die Angst immer mit.“ Besonders gefährlich sei es gerade im Bundesstaat Guanajuato, drei Autostunden nördlich von Uruapan und eigentlich bekannt für ein internationales Kulturfestival. Ein Menschenleben sei den Kartellen dort nicht viel wert. „Besonders, wenn die Männer vollgepumpt sind mit Drogen, drücken sie einfach mal zum Spaß ab.“ Hunderte solcher Geschichten hat Teniente von seinen Kollegen gehört. Mittlerweile sicherten die Exporteure jeden Lastwagen mit einer teuren Versicherung für den Weg durch Mexiko ab. Die ersetzt aber nur die Fracht, kein Menschenleben.

Journalisten leben gefährlich

Wer in Uruapan die Wahrheit über das Avocado-Geschäft erfahren will, hat es nicht leicht. Produzenten, Exporteure und Einheimische wollen dem ausländischen Besucher ein Idealbild verkaufen. „Die Gewalt ist doch vor allem ein Problem zwischen den Kartellen. Als Unschuldiger passiert dir nichts“, sagt etwa Miguel Lagunas. Der 70-Jährige hat sich am frühen Nachmittag mit anderen Senioren zum Plausch in der Innenstadt getroffen. Jeder von ihnen hat jemanden aus der Avocado-Branche in der Familie. Die Schießereien, die Entführungen, die Leichen an der Brücke? Davon hätten sie nur im Radio gehört. Aber selbst das, was in den Nachrichten läuft, ist hier oft nur ein kleiner Ausschnitt der Wirklichkeit.

Mexiko zählt zu den gefährlichsten Ländern für Journalisten. Zehn Morde an Berichterstattern zählte die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ allein im ersten Halbjahr 2019 – neun waren es in Afghanistan, drei in Somalia. In mehreren Städten mussten Zeitungen nach Attacken der Kartelle schließen, andere haben beschlossen, einfach nicht mehr über das organisierte Verbrechen zu berichten.

Dabei ist Mexiko in vielen Regionen ein sicheres, weltoffenes Land. In der Rivera Maya sonnen sich Touristen, Firmen von BMW bis Toyota betreiben hochmoderne Fabriken. Linkspräsident Andrés Manuel López Obrador will in Lateinamerikas zweitgrößter Volkswirtschaft mit der jahrzehntelangen Korruption aufräumen.

„95 Prozent in die USA“

Auch die Avocado-Branche hat in Uruapan vielen Menschen Wohlstand beschert. Die Firma Aztecavo, einer der fünf großen Avocado-Exporteure in Uruapan, erlaubt eine Werksbesichtigung. Geschäftsführer Antonio Villaseñor empfängt in einem gläsernen Raum, die kleinen Wasserflaschen tragen das Firmenlogo. Man sei stolz auf den boomenden Handel mit den USA, sagt Villaseñor, „und das bei Investitionen, die zu 100 Prozent aus Mexiko kommen“. Längst schaue man auch nach Europa, wo bislang Exporte aus Peru und Chile dominierten.

Sicheres Geleit: Polizisten vor einer Fabrik, in der Avocados verpackt werden. 

Bei der Frage nach dem Einfluss der Kartelle auf sein Unternehmen weicht Villaseñor dem Blick aus. Nein, nein, hier sorgten eigene Sicherheitskräfte für Ruhe, beschwichtigt er. Mit den Kartellen habe man nichts zu tun. Eine Darstellung, die mehrere Quellen später infrage stellen.

Drinnen, am Fließband, sortieren Arbeiterinnen im Sekundentakt beschädigte Früchte aus. Nach zehn Minuten gibt es zwei Minuten Pause. „Wir verpacken 450 Tonnen pro Tag, 95 Prozent davon gehen in die USA“, erklärt Produktionsleiter Gabriel Cedeño. Die „empaques“, wie sie hier die Verpackungs- und Exportfirmen nennen, bilden die entscheidende Schnittstelle zwischen der regionalen Landwirtschaft und dem US-Einzelhandel. Aztecavo kauft Avocados von Dutzenden Produzenten in der Region auf, versieht sie nach der Qualitätskontrolle mit eigenen Etiketten und beliefert damit Walmart und Co. Im Dezember lag der Einkaufspreis in Uruapan für ein Kilo der Sorte „Hass“ bei rund 1,40 US-Dollar, das sind etwa fünf Avocados. Im Supermarkt in Denver, Colorado, kosteten Avocados zur selben Zeit 1,30 Dollar – pro Stück. Die Menschen in Michoacán sprechen vom „grünen Gold“.

Guacamole zum Super Bowl

Am 2. Februar ist wieder Super Bowl, das Finale der American-Football-Saison. An keinem anderen Tag werden weltweit mehr Avocados gegessen. Die Guacamole gehört für die Amerikaner zum Football-Finale wie das Bier zum Oktoberfest. Schon anderthalb Monate früher sind die Lagerhallen bei Aztecavo bis an die Decke gefüllt. „Bei zwei Grad halten die Früchte mehrere Wochen durch. Mithilfe von Ethylen-Gas werden die Avocados dann in den USA innerhalb von Minuten künstlich nachgereift“, sagt Produktionschef Cedeño.

Den Weg nach Norden finden dabei nur Früchte erster Güteklasse, so der Ingenieur. Die zweite Wahl bleibt im Heimatland Mexiko, das mit seinen 125 Millionen Einwohnern ebenfalls ein Milliardenmarkt ist. Geschmacklich sei die B-Ware aber identisch, meint Cedeño, die Amerikaner störten sich aber eben schon an den kleinsten Unebenheiten auf der Schale.

Doch wie in den meisten Fällen industrieller Landwirtschaft zahlt auch hier die Natur einen hohen Preis. „Michoacán hat im Zuge der wachsenden Avocado-Produktion die Hälfte seiner biologischen Vielfalt verloren“, konstatiert die Biologin und Umweltschützerin Alejandra Blanco. Für die Monokulturen würden immer mehr Wälder abgeholzt, wodurch die Böden weniger Wasser speichern könnten und anfälliger für Erosion würden. „Wenn es so weiter geht, könnte das Ökosystem in 50 Jahren kollabieren“, warnt Blanco.

Monokultur schadet der Umwelt

Etliche Nichtregierungs-Organisationen wie etwa Greenpeace kritisieren seit Jahren den hohen Wasserverbrauch der Avocado-Industrie. Selbst im feuchten Uruapan müsse er jeden Baum alle drei Tage vier Stunden lang gießen, sagt Avocado-Bauer Cuevas. In Chile, dessen trockenes Klima eigentlich gar keinen Anbau zulässt, hätten Unternehmer für die Bewässerung der Plantagen ganze Flusstäler trockengelegt, klagen Einheimische in der Netflix-Doku „Rotten“.

Aber wer fragt schon nach der Natur in einer Stadt, in der beinahe täglich Menschen erschossen werden? 297 Morde zählte die mexikanische Statistikbehörde Inegi im Jahr 2018 in Uruapan, das sind viermal mehr als fünf Jahre zuvor. Werte, auf die sonst nur Kriegsgebiete kommen. Es ist wahrscheinlicher, in Uruapan ermordet zu werden, als bei „6 aus 49“ vier Richtige zu ziehen.

Dabei war es ausgerechnet Michoacán, wo Mexikos Ex-Präsident Felipe Calderón 2006 das Militär in den „Krieg gegen die Kartelle“ schickte. 14 Jahre später gibt es niemanden, der die Strategie auch nur im Ansatz verteidigt. Während ganz Mexiko im Jahr 2006 auf weniger als 9000 Morde kam, so waren es nach Angaben der Statistikbehörde zwölf Jahre später fast 37 000; statt damals vier großer Kartelle kämpfen heute neun um die Vorherrschaft im Land. Und für Michoacán gilt eine Reisewarnung des US-Außenministeriums. Auch das Auswärtige Amt rät von Reisen in die Region dringend ab. Dazu sollte der für Sicherheit zuständige Minister des Bundesstaates Stellung beziehen, aber ein mehrfach zugesagtes Interview kommt nicht zustande.

Explosion der Gewalt

„Die Situation in Michoacán ist das Ergebnis einer völlig gescheiterten Sicherheitspolitik von drei Regierungen“, sagt Javier Oliva, Politikwissenschaftler und Sicherheitsexperte an Mexikos Nationaluniversität UNAM. Mittlerweile 260 größere kriminelle Organisationen zählt Oliva im Land. Ihr Kerngeschäft bleibt zwar der Drogenhandel, doch schon vor Jahren haben die Nachfahren von El Chapo, dem inhaftierten Boss des einst übermächtigen Sinaloa-Kartells, andere Einnahmequellen für sich entdeckt. Dazu zählen laut Oliva das Kidnapping, der Diebstahl von Benzin und Rohöl, Raubüberfälle, Prostitution, Organhandel sowie die Unterwanderung ganzer Wirtschaftszweige von der Lithiumgewinnung bis zum Limettenanbau.

Israel Cuevas leitet eine Avocadoplantage.

„Besonders verbreitet ist die Schutzgelderpressung. Geschäftsleute werden unter Gewaltandrohung zur Zahlung einer sogenannten cuota, einer Gebühr, verpflichtet. Im Gegenzug garantieren die Kriminellen angeblich ihre Sicherheit“, erklärt Oliva. In Uruapan, das zeigt der Fall der zu Hilfe gerufenen Mörder des Jalisco-Kartells, ist diese Praxis ebenfalls üblich. Und Managerin Antonia Gutiérrez sagt: „Jeder, der hier mit Avocados zu tun hat, zahlt die cuota, jeder.“ Die Los Angeles Times berichtete im November, die Kriminellen würden Bauern sogar an der Ernte hindern, um das Angebot zu verknappen und so den Preis in die Höhe zu treiben. Mit anderen Worten: An jeder mexikanischen Avocado verdienen die Kartelle mit.

Und der Staat schaut einfach zu? „Es ist viel schlimmer als das. Fast überall arbeitet die örtliche Polizei mit dem organisierten Verbrechen zusammen“, sagt ein ranghoher US-amerikanischer Beamter, der im Auftrag seiner Regierung mexikanische Sicherheitskräfte schult. Nicht einmal seinen Vornamen will er in der Zeitung lesen, „wegen solcher Infos rollen hier Köpfe“, schreibt er per Whatsapp. Die milliardenschweren Kartelle seien dem mexikanischen Staat immer einen Schritt voraus – „sie zahlen die höheren Löhne, haben die besseren Waffen und sie bestechen Politiker und Beamte“. Die Linie zwischen Freund und Feind sei durch die Korruption völlig aufgeweicht, meint der Amerikaner. Ein Anruf bei der Polizei führe im Zweifelsfall zur Visite der örtlichen Killerbande. Hinzu komme eine Justiz, die in einigen Regionen nur ein Verbrechen von Hundert vor Gericht bringt.

Hier und da: die Nationalgarde

In Uruapan senkt sich die milde Wintersonne über den Avocado-Bäumen, als Trucker Felipe Teniente mit dem Beladen beginnen will. Plötzlich fahren vier Pick-Ups mit Spezialkräften der Guardia Nacional vorbei, die Maschinengewehre im Anschlag. Präsident López Obrador hat die angeblich gegen Bestechung resistente Einheit geschaffen, um endlich Ruhe ins Land zu bringen. Antonia Gutiérrez glaubt nicht daran. „Die Soldaten schauen immer dann vorbei, wenn es wieder einen Anschlag gegeben hat. Ein paar Tage später sind sie weg.“

Das Leben geht natürlich weiter in Uruapan, emsig wird auf den Plantagen geerntet. Bald ist Super Bowl. Trucker Felipe Teniente hofft auf eine ruhige Fahrt. Für alle Fälle hat er einen Revolver unter seinem Sitz. Obwohl er weiß, dass der ihn im Ernstfall nicht retten wird.

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