Ein Mercedes-Benz V 220 d Camper steht vor alpinem Bergpanorama. (Symbolbild)
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Um einen solchen Mercedes-Benz V 220 d Camper ging es bei dem Prozess vor dem Bundesgerichtshof. (Symbolbild)

Kurioses BGH-Urteil

Autoklau bei Probefahrt: Frau darf Mercedes-Benz V 220 d Camper behalten

  • Christian Schulz
    vonChristian Schulz
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Im Prozess um einen gestohlenen Mercedes-Benz V 220 d Camper fällte der Bundesgerichtshof ein kurios anmutendes Urteil: Kläger war ein Autohaus, angeklagt eine Frau, die den Van kaufte – und nun ihr Eigen nennen darf.

Karlsruhe – Wird ein Auto nach einer Probefahrt nicht zurückgebracht und dann weiterverkauft, darf der Käufer es behalten – wenn er in dem gutem Glauben handelte, dass alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Das Autohaus verliert in diesem Fall sein Eigentum an dem Fahrzeug, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Freitag entschied (Az. V ZR 8/19).

Geklagt hatte ursprünglich die Betreiberin eines Autohauses. Dort erschien ein Mann, der vorgab, den Mercedes-Benz* V 220 d Camper im Wert von 52.900 Euro erwerben zu wollen. Er legte einen gefälschten italienischen Personalausweis und Führerschein sowie die gefälschte Meldebestätigung einer deutschen Stadt vor. Dann startete er mit dem Auto zu einer Probefahrt, die eine Stunde dauern sollte. Er kehrte allerdings nicht mehr zum Autohaus zurück. Laut BGH gehörte der Mercedes-Benz Camper juristisch bereits dem Betrüger, als dieser ihn weiterveräußerte. Er hatte diesen zwar in Besitz genommen, ohne dafür zu bezahlen – doch dies spielte für den anschließenden Verkauf keine Rolle. Daher sei die Käuferin nun die rechtmäßige Eigentümerin. Den kompletten Artikel zu dem Grundsatzurteil des BGH lesen Sie bei 24auto.de* *24auto.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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