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Auto verleihen in Corona-Zeiten: Auf Versicherungsschutz achten

Ärger droht

Auto verleihen in Corona-Zeiten: Auf Versicherungsschutz achten

Wer nun in Corona-Zeiten anderen vielleicht regelmäßig sein Auto verleihen möchte, sollte das der Versicherung mitteilen. Ansonsten kann es böse Überraschungen geben.

Wenn sich die Enkel in Corona-Zeiten Omas Auto einmal für den Großeinkauf ausleihen, ist das nett. Und wenn es ein Ausnahmefall bleibt, muss man das auch nicht seiner Versicherung mitteilen. Wenn aber Autohalter ihr Fahrzeug plötzlich regelmäßig an jemanden verleihen, der nicht als berechtigter Fahrer im Vertrag steht, sollte die Versicherung das wissen. So eine Meldung sei auch jederzeit möglich, teilt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. 

Wer das nicht tut, riskiert im Schadenfall Ärger. Zwar greift der Schutz der Kfz-Haftpflicht auch dann, wenn der Versicherte vertragliche Pflichten verletzt. Der anderen zugefügte Schaden wird also bezahlt. Doch kann das Unternehmen Versicherte später mit in der Regel bis zu 5000 Euro in Regress nehmen, so der GDV. Und wer eine Vollkaskoversicherung hat, muss bei solchen Pflichtverletzungen damit rechnen, dass dieser Versicherungsschutz vollständig erlischt oder die Leistung gekürzt wird. Das sei eben auch der Fall, wenn beispielsweise Fahrzeughalter die geänderte Verwendung nicht mitgeteilt haben, so eine GDV-Sprecherin. 

Hintergrund: Versicherungsnehmer bekommen dafür, dass sie als alleinige Fahrer eintragen sind, in der Regel einen Rabatt. Ändere sich durch den erweiterten Fahrerkreis das Risiko, könne der Versicherer den Beitrag neu berechnen. Auch junge Fahrer unter 25 Jahren und Fahranfänger können als berechtigte Fahrer eingetragen, wiederum aber auch ausgeschlossen werden. Ist nur der Halter selbst als Fahrer eingetragen, darf grundsätzlich auch kein anderer das Auto fahren - oder eben nur in Ausnahmefällen, so der GDV. (dpa)

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