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Wilde Kamele gelten in Australien als Plage - sie verseuchen Quellen und zertrampeln die natürliche Flora.

Australien

Scharfschützen sollen in Australien bis zu 10.000 Kamele töten

Wilde Kamele gelten in Australien als Plage. Nun sollen Scharfschützen bis zu 10.000 Kamele töten - als Folge der lang anhaltenden extremen Dürre.

  • Kamele gelten in Australien als Plage - sie verseuchen Quellen und zertrampeln die Fauna
  • Nun sollen bis zu 10.000 Kamele von Scharfschützen getötet werden
  • Keulung der Kamele diene dem Schutz von Mensch und Tier

Als Folge der seit Monaten anhaltenden extremen Dürre hat Australien mit der Zwangstötung von bis zu 10.000 Kamelen begonnen. Die Tiere gefährdeten entlegene Ortschaften der Ureinwohner, teilten die Behörden am Mittwoch zur Begründung mit. Für die kommenden Tage wird mit neuen Hitzewellen gerechnet, die die Dürre und damit auch die Buschbrände im ganzen Land verstärken dürften.

Die Kamele werden von Hubschraubern aus von Scharfschützen abgeschossen. Die Tötung erfolge nach höchsten Tierwohl-Standards, betonte das Umweltministerium des Bundesstaates South Australia. Riesige Herden von Kamelen seien auf der Suche nach Wasser und Nahrung inzwischen bis in Gemeinden der Ureinwohner vorgedrungen, hätten das Trinkwasser verschmutzt und die knappen Lebensmittelvorräte geplündert.

Kamele in Australien sollen von Scharfschützen abgeschossen werden

Die Keulung ist die erste dieser Art in dem Bundesstaat und findet in Anangu Pitjantjatjara Yankunytjatjara (APY) statt, einem Verwaltungsbezirk, in dem etwa 2300 Ureinwohner leben. Sie diene nicht nur dem Schutz der Menschen, sondern auch dem Wohl der Herden, erklärte das Ministerium. Es seien bereits Tiere verdurstet oder hätten sich gegenseitig totgetrampelt.

Kamele wurden in Australien erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts aus Indien eingeführt, um sie für die Erschließung des riesigen Binnenlandes zu nutzen. Heute leben in der australischen Wüste vermutlich so viele wilde Kamele wie nirgendwo sonst auf der Welt, vermutlich sind es mehr als eine Million Tiere. Sie gelten in Australien als Plage, da sie Quellen verseuchen und bei der Futtersuche die natürliche Flora zertrampeln. Grundbesitzer in der APY-Region fangen seit Jahren Kamele ein und verkaufen sie. In jüngster Zeit seien sie der großen Zahl von Tieren, die wegen der Dürre in das Gebiet strömten, jedoch nicht mehr Herr geworden, teilte das Umweltministerium mit.

Kamele gelten in Australien als Plage - 2019 war in Australien sehr trocken

2019 war das trockenste Jahr in Australien seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die extreme Dürre ist einer der Hauptgründe für die Buschbrände im Land. Diese drohen sich mit einer bevorstehenden neuen Hitzewelle erneut zu verstärken. In mehreren Regionen wurden deshalb erneut Evakuierungen ausgerufen. (afp)

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