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Trauer am Königsplatz in Augsburg: Ein Mann ist bei einem Streit angegriffen und getötet worden.

Augsburg

Toter Feuerwehrmann nach Streit in Augsburg – Haftbefehl gegen fünf Verdächtige erlassen

In Augsburg kommt es zum Streit zwischen zwei Ehepaaren und einer Gruppe junger Männer. Ein Mann stirbt. Alle Verdächtigen sind gefasst.

Update vom Montag, 09.12.2019, 14.55 Uhr: Der in Augsburg getötete 49-Jährige war von einer Gruppe von Jugendlichen umringt. „Dann gab es einen Schlag, der Mann fiel zu Boden“, sagte der Leiter der Augsburger Kriminalpolizei, Gerhard Zintl. Die Gruppe der jungen Männer habe sich weiter bewegt und sei auf den 50 Jahre alten Begleiter des Opfers zugegangen, der seinem am Boden liegenden Bekannten zu Hilfe kommen wollte. Der 50-Jährige sei attackiert und im Gesicht schwer verletzt worden. „Der ganze Handlungsablauf hat wenige Sekunden gedauert“, sagte Zintl. 

Staatsanwalt in Augsburg: Haftbefehl gegen fünf Verdächtige erlassen

Die erste Polizeistreife war eine Minute nach dem Notruf am Tatort. Die Beamten hätten versucht, den 49 Jahre alten Mann zu reanimieren, „leider erfolglos“, sagte der Augsburger Polizeipräsident Michael Schwald. Danach habe man sofort die Fahndung nach den Verdächtigen in die Wege geleitet.

Inzwischen ist gegen fünf der sieben Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen worden. Der leitende Oberstaatsanwalt Rolf Werlitz sagte, er gehe davon aus, dass auch gegen die beiden anderen Verdächtigen Haftbefehl erlassen werde. Gegen den Hauptverdächtigen werde wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Den übrigen sechs werde Beihilfe zum Totschlag und gemeinschaftlich begangene Körperverletzung vorgeworfen.

Update vom Montag, 09.12.2019, 12.10 Uhr: Nach dem tödlichen Angriff auf einen Passanten in Augsburg ist ein siebter Verdächtiger ebenfalls festgenommen worden. Damit seien nun alle Gesuchten gefasst, sagte am Montag ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Augsburg.

Noch am Montag sollte der Haftrichter über eine mögliche Untersuchungshaft entscheiden. Weitere Details zu dem Fall will die Kripo am Nachmittag bei einer Pressekonferenz bekanntgeben.

Update vom Montag, 09.12.2019, 07.10 Uhr: Nach dem tödlichen Angriff junger Männer auf einen Passanten in Augsburg will die Polizei am Montag die Öffentlichkeit über weitere Erkenntnisse informieren. Die Ermittler nahmen bis Sonntagabend sechs Verdächtige fest, die mit dem gewaltsamen Tod des Feuerwehrmannes in Verbindung stehen sollen. Unter anderem hatten Videoaufnahmen zu den Verdächtigen geführt. Nach dem Verbrechen sollen Zeugen zufolge insgesamt sieben junge Männer vom Tatort geflohen sein.

Augsburg: Sechs junge Männer festgenommen

Update vom Sonntag, 08.12.2019, 19.29 Uhr: Nach dem tödlichen Angriff von jungen Männern auf einen Passanten in Augsburg wird die Polizei am Montag (09.12.) um 14.30 die Öffentlichkeit über weitere Erkenntnisse informieren. Die Ermittler haben bis Sonntagabend vier weitere Verdächtige festgenommen, die mit dem gewaltsamen Tod des Feuerwehrmannes in Verbindung stehen sollen.

Insgesamt wurden von der Polizei sechs junge Männer festgenommen. Es soll sich um eine siebenköpfige Gruppe von Angreifern gehandelt haben.

Am Tatort erinnert am Sonntag ein Windlicht an das Opfer. „Wir sind bei Dir“, steht auf dem Glas, und weiter: „Deine Freunde von der Berufsfeuerwehr Augsburg“. Auf einem Zettel steht: „Als Retter gekommen & Als Engel gegangen. R.I.P.“ Stumm schauen die Brandschützer in ihren Uniformen auf die glimmenden Grablichter und die roten und weißen Blumen.

Selbst Friedhelm Bechtel, langjähriger Pressesprecher der Berufsfeuerwehr, ist nicht zum Reden zumute. "Wir trauern, wir sind emotional so drin", sagt er nur. Am Samstag hatte sich die traurige Nachricht bei den Wehren im Raum Augsburg verbreitet.

Augsburg: Polizei nimmt weitere Verdächtige fest

Update vom Sonntag, 08.12.2019, 17.53 Uhr: Nach dem Tod eines Mannes in Augsburg haben die Fahnder der Polizei in Augsburg die Identität der gesuchten siebenköpfigen Gruppe „weitestgehend“ festgestellt. Die Ermittlungen laufen unvermindert weiter. Bei einem Streit mit dieser Gruppe junger Männer war in der Augsburger Innenstadt am Freitagabend ein 49 Jahre alter Mann angegriffen und getötet worden.

Die beiden festgenommenen Jugendlichen im Alter von 17 Jahren wurden in Polizeiarrest genommen und sollten noch am Sonntag (08.12.2019) vernommen werden. Ihre Vorführung beim Haftrichter ist für Montag (09.12.2019) geplant.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann lobte den schnellen Ermittlungserfolg der Augsburger Kripo. „Der schreckliche Angriff hat viele Menschen in Augsburg und darüber hinaus erschüttert. Umso wichtiger war der schnelle Fahndungserfolg der Augsburger Kriminalpolizei“, erklärte er in München.

Augsburg: Mann stirbt nach Streit in der Innenstadt

Update, 8.12.2019, 16.00 Uhr:  Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zufolge halfen die Videoaufzeichnungen bei der Identifizierung des Täters. Sie zeigen den Angriff auf den 49-jährigen Mann aus verschiedenen Perspektiven, so dass die Ermittler den Haupttäter, von dem der tödliche Schlag ausging, erfolgreich identifizieren konnten.

Update, 8.12.2019, 15.20 Uhr: Der Fall des bundesweit Aufsehen erregenden Tötungsdelikts von Augsburg steht vor der Aufklärung. Der Haupttäter sei ermittelt und festgenommen worden, teilte das bayerische Innenministerium am Sonntag mit. Außerdem sei ein Mittäter festgenommen worden, hieß es ergänzend.

Die jungen Männer stehen in dringendem Verdacht, am Freitagabend an der tödlichen Attacke auf einen 49-Jährigen beteiligt gewesen zu sein. Bei den Festgenommenen handelt es sich um zwei in Augsburg geborene 17-Jährige. 

Die Ermittlungen zu den weiteren Gruppenmitgliedern laufen weiter, wie es hieß.

Augsburg: Feuerwehrleute gedenken ihres getöteten Kollegen

Update, 8.12.2019, 13.06 Uhr: Etwa 100 bis 150 Feuerwehrleute haben am Sonntag in Augsburg ihres bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung getöteten Kollegen gedacht. Die Mitglieder der Berufsfeuerwehr hätten sich am Tatort zu einem stillen Gedenken eingefunden, sagte ein Sprecher auf Anfrage. „Sie wollten an der Stelle von ihm Abschied nehmen, wo er getötet wurde.“ Kerzen wurden entzündet und Blumen niedergelegt.

Derweil ist die Frau des Toten immer noch nicht vernehmungsfähig. 

Update, 8.12.2019, 9 Uhr: Die Ermittlungen nach dem tödlichen Angriff auf einen 49-Jährigen in der Augsburger Innenstadt laufen mit Hochdruck. Weitere Hinweise, um die bislang flüchtigen Tatverdächtigen zu finden, könnten sich aus der Aussage der Frau des Opfers ergeben. „Die Frau konnte wegen ihres psychischen Zustandes bisher noch nicht vernommen werden“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen. Für den Nachmittag wurde eine Öffentlichkeitsfahndung angekündigt. „Zur Täterbeschreibung und zu den Zeugenaussagen nennen wir aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit keine Details“, teilte die Polizei mit. Die 20-köpfige Ermittlungsgruppe setzt auf die Auswertung von Bild- und Videomaterial.

Nach Tod von Mann in Augsburg: Polizei fahndet mit Video-Material

Erstmeldung vom Sonntag, 08.12.2019, 8.42 Uhr: Bei der Fahndung nach den Tätern der tödlichen Attacke auf einen Passanten in Augsburg setzt die Polizei auf die Auswertung von Bild- und Video-Material.

Möglicherweise noch am Sonntag könnten die Ermittler in Abstimmung mit der zuständigen Staatsanwaltschaft mit derartigem Material an die Öffentlichkeit gehen, sagte ein Polizeisprecher. Dies werde gegenwärtig geprüft. 

Augsburg: Mann angegriffen und getötet

Bei einem Streit mit einer Gruppe junger Männer war in der Augsburger Innenstadt am Freitagabend ein 49 Jahre alter Mann angegriffen und getötet worden. Zusammen mit seiner Frau und einem befreundeten Ehepaar war das spätere Opfer in der Innenstadt unterwegs, als sie auf die Gruppe stießen. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, kam es aus noch unbekannter Ursache zum Streit. Die Täter sind flüchtig. Nach der tödlichen Attacke herrschte in der Stadt Trauer und Entsetzen. 

Am Tatort, dem zentralen Königsplatz, legten Menschen am Samstagabend Blumen nieder, Kerzen und Grablichter brannten. Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) zeigte sich bestürzt über die Tat. Die Stadt sei Schauplatz einer folgenschweren Gewalttat geworden, schrieb er auf seiner Facebook-Seite. 

Augsburg: Keine Hinweise auf die Täter

„Unser aller Mitgefühl gehört den Hinterbliebenen des Verstorbenen, seinen Freunden und Kollegen bei der Stadt Augsburg, insbesondere den Kameradinnen und Kameraden bei der Berufsfeuerwehr.“

Zum Tathergang ist bisher bekannt, dass einer der jungen Männer aus der Gruppe dem Opfer gegen den Kopf schlug. Der 49-Jährige aus dem Landkreis Augsburg stürzte und blieb am Boden liegen. Auch der 50-jährige Begleiter wurde geschlagen und im Gesicht verletzt, die Frauen wurden dagegen nicht angegangen. 

Notärzte versuchten noch, den 49-Jährigen wiederzubeleben - jedoch ohne Erfolg: Der Mann starb noch im Rettungswagen. Er war Mitglied der Berufsfeuerwehr Augsburg. Die Kripo richtete eine 20-köpfige Ermittlungsgruppe ein. 

Vor einigen Tagen kam es in Den Haag auch zu einem Zwischenfall in der Innenstadt. Dort hatte ein Mann mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen. 

(FR mit afp/dpa)

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