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USA

Femizid in Atlanta mit acht Toten: Scharfe Kritik an Polizei - Aktivist:innen sehen rassistisches Motiv

Nach den tödlichen Angriffen in Wellnesseinrichtungen in und in der Nähe der Stadt Atlanta im US-Bundesstaat Georgia ist ein 21-Jähriger verhaftet worden.

  • Am Dienstag (13.03.2021) werden in drei Massage-Salons in Atlanta in den USA acht Menschen erschossen.
  • Ein 21-Jähriger aus dem US-Bundesstaat Georgia wird nach einer Verfolgungsjagd verhaftet.
  • US-Präsident Joe Biden hat sich in die Debatte über Hass gegenüber asiatischstämmigen Bürger:innen eingeschaltet.

+++ 16:45 Uhr: Mit scharfer Kritik haben Aktivist:innen in den USA auf die Aussagen des Polizeichefs von Atlanta reagiert. Jay Baker hatte am Mittag unter anderem geäußert, der mutmaßliche Täter, der acht Menschen in Massage-Salons in Atlanta erschoss, habe einen schlechten Tag gehabt. Als Motiv werde unter anderem die Sexsucht des 21-Jährigen gewertet.

Der Aufschrei in den USA ist groß. Die Reaktion der Polizei auf die Tat zeige, wie asiatisch-amerikanische Frauen routinemäßig entmenschlicht würden, schreibt „Daily Beast“. Unter den Opfern sind sieben Frauen, mehrere mit asiatischen Wurzeln.

Sung Yeon Choimorrow, Exekutivdirektorin des National Asian Pacific American Women‘s Forum, wirft der Polizei vor, dass sie nicht verstehe, „wie Rassismus in diesem Land funktioniert“. Das sei das erste, worüber sie nachgedacht habe, als die Polizei sagte, dass es sich bei der Tat nicht um ein rassistisch motiviertes Verbrechen handele, wird Choimorrow in einem Bericht von „Daily Beast“ zitiert.

Nach den tödlichen Angriffen in Massage-Salons in Atlanta in den USA ist eine Debatte über Hass auf asiatischstämmige Bürger:innen entbrannt.

Femizid in Georgia: Polizeichef von Atlanta äußert sich

+++ 13.05 Uhr: In einer Pressekonferenz hat sich der Polizeichef von Atlanta Jay Baker zu dem Femizid in Atlanta geäußert. Der 21-jährige Tatverdächtige habe gewusst, was er anrichtete, sagte Baker. Er sei am Ende seiner Kräfte gewesen und „hatte einen schlechten Tag“.

Der 21-Jährige habe mittlerweile eingeräumt, am Dienstag (13.03.2021) mehrere Schüsse in drei Massage-Salons in Atlanta abgegeben zu haben. Bei den Angriffen waren acht Menschen getötet worden. Unter den Opfern sind sieben Frauen. In einer ersten Vernehmung hatte der Tatverdächtige angegeben, Massage-Salons als „Versuchung“ zu empfinden. Diese habe er beseitigen wollen.

Angriff auf Massage-Salons in den USA: 21-Jähriger nach Verfolgungsjagd festgenommen

Update von Donnerstag, 18.03.2021, 11.47 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen in mehreren Massage-Salons in Atlanta am Dienstag (16.03.2021) sind weitere Details zum mutmaßlichen Täter bekannt geworden. Wie „Daily Beast“ mitteilt, ist ein 21-Jähriger aus dem US-Bundesstaat Georgia festgenommen worden. Der Mann soll dem Bericht zufolge eine große Leidenschaft für Waffen und Gott haben. Er soll bei der Tat gefilmt worden und später von der Polizei nach einer Verfolgungsjagd auf der Autobahn festgenommen worden sein.

Bei dem Angriff am Dienstagmittag (Ortszeit) waren in drei Massage-Salons im US-Bundesstaat Georgia insgesamt acht Menschen erschossen worden. Laut tagesschau.de sind sieben der Opfer Frauen, sechs mit asiatischen Wurzeln. In den USA ist im Zuge dessen eine Debatte über Hass auf asiatischstämmige Bürger:innen entbrannt.

Bluttat in Atlanta in den USA: Verdächtiger spricht von Sexsucht

US-Präsident Joe Biden hatte vergangene Woche in einer Ansprache die Angriffe auf asiatischstämmige Bürger:innen als unamerikanisch verurteilt. Das müsse aufhören - und zwar sofort. Seine Pressesprecherin Jen Psaki hatte kurz zuvor auch Donald Trump für den steigenden Hass auf asiatisch-stämmige US-Amerikaner:innen verantwortlich gemacht.

Die Polizei hält sich bei Äußerungen zu dem möglichen Motiv zurück. Man sei noch ganz am Anfang der Ermittlungen, sagte der Polizeichef von Atlanta, Rodney Bryant, während einer Pressekonferenz. Der Sheriff von Cherookee County erklärte, dass der 21-Jährige während seiner Vernehmung von Problemen und Sexsucht gesprochen habe.

Tödliche Schüsse in Atlanta: Massage-Salons als „Versuchung“

Der 21-Jährige habe angegeben, die Massage-Salons als „Versuchung“ anzusehen, die er beseitigen wolle. Darüber hinaus soll er angegeben haben, er habe in Florida weitermorden wollen, wenn er nicht gestoppt worden wäre.

Laut tagesschau.de soll der Mann am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

US-Bundesstaat Georgia: Acht Menschen in Massagesalons erschossen

Atlanta - Acht Menschen sind durch Schüsse im südlichen US-Bundesstaat Georgia ums Leben gekommen. In Cherokee County, rund 60 Kilometer nördlich von Atlanta, fand die Polizei am Dienstagnachmittag (Ortszeit) zwei durch Schüsse getötete und drei verletzte Menschen in einem asiatischen Massage-Salon, wie die Sender CNN und NBC News unter Berufung auf die Polizei berichteten. Zwei Verletzte seien im Krankenhaus gestorben. Ein Motiv sei bislang nicht bekannt.

Tote in Georgia: Verdächtiger festgenommen

In Atlanta wurde die Polizei nach einem Raubüberfall auf eine Wellnesseinrichtung gerufen - und entdeckte am Tatort drei erschossene Menschen. Nicht weit davon entfernt sei dann in einem Aromatherapie-Spa noch ein weiterer Toter aufgefunden worden, wie der Polizeichef von Atlanta, Rodney Bryant, sagte. Motive seien nicht bekannt. Die vier Opfer seien weiblich und schienen asiatische Wurzeln zu haben. Die Vorfälle hängen den Behördenangaben zufolge wohl nicht miteinander zusammen. Es sei zu früh, um Verbindungen herzustellen, sagte Bryant.

Gut drei Stunden nach den Schüssen in Cherokee County wurde etwa 240 Kilometer südlich von Atlanta ein 21-jähriger Verdächtiger in Gewahrsam genommen, wie die Polizei mitteilte. (dpa, uf)

Rubriklistenbild: © Robin Rayne/imago

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