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Zehn Tote nach Massenpanik

Astroworld-Tragödie: Neunjähriger Junge erliegt seinen Verletzungen

  • Anna Charlotte Groos
    VonAnna Charlotte Groos
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  • Daniel Dillmann
    Daniel Dillmann
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Nach der Tragödie auf dem Astroworld-Festival im texanischen Houston ist die Zahl der Todesopfer steigt auf zehn.

Update vom Montag, 15.11.2021, 07.45 Uhr: Nach der Massenpanik bei einem Musikfestival im texanischen Houston vergangene Woche hat es ein weiteres Todesopfer gegeben. Ein neunjähriger Junge, der bei dem Vorfall schwer verletzt und anschließend in ein künstliches Koma versetzt worden war, erlag seinen Verletzungen, wie der Anwalt Ben Crump am Sonntag (Ortszeit) mitteilte. Er ist das zehnte Todesopfer des Unglücks.

Die Massenpanik hatte sich beim Astroworld-Festival im Zentrum von Houston mit rund 50.000 Zuschauern ereignet. Sie war während des Auftritts des Rappers Travis Scott ausgebrochen. Etliche weitere Menschen wurden verletzt.

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Astroworld-Tragödie: Zahl der Todesopfer steigt auf neun

Update von 11.11.2021, 22.32 Uhr: Nach dem Festival-Unglück im texanischen Houston ist die Zahl der Todesopfer auf neun gestiegen. Die Familie sowie der Anwalt einer 22-Jährigen verkündeten am Donnerstag, dass die Besucherin des Auftritts von Rapper Travis Scott ihren schweren Verletzungen erlegen sei. Nach Polizeiangaben vom Mittwoch befindet sich noch mindestens eine weitere Person nach dem folgenschweren Unfall in kritischem Zustand.

Astroworld-Tragödie: 9-Jähriger kämpft nach Travis Scotts Konzert ums Überleben

Update vom 10.11.2021, 10.07 Uhr: Ein neunjähriger Junge wurde auf dem Konzert von US-Rapper Travis Scott beim Astroworld-Festival am Freitag (05.11.2021, Ortszeit) schwer verletzt. Auf dem Festival in Houston war es zu einem Massenandrang vor der Bühne gekommen. Insgesamt acht Menschen waren dabei ums Leben gekommen, viele weitere wurden verletzt. Darunter auch der neunjährige Ezra Blount. Weil der Junge sehr starke Schwellungen am Gehirn und mehrfache Organschädigungen erlitten hatte, musste er in ein künstliches Koma versetzt werden. Das berichtete das Magazin Rolling Stone.

Der Junge soll das Konzert gemeinsam mit seinem Vater besucht haben. Als sich die Tragödie ereignete, soll er auf den Schultern seines Vaters gesessen haben. Der Druck der Menschenmenge, der kurz nachdem Scott um 21.00 Uhr die Bühne betreten hatte im Publikum einsetze, soll die beiden dann jedoch voneinander getrennt haben. „Er schrie immer wieder: ‚Ich kann nicht atmen.‘ Aber alle drängten. Es war so eng ohne Ausgänge. Sein Vater konnte überhaupt nicht atmen und wurde ohnmächtig. Wir wissen nicht wirklich, was danach mit Ezra passiert ist“, sagte die Großmutter des Jungen, Tericia Blount, dem Rolling Stone.

Nach Astroworld-Festival in Houston: 9-jähriger Junge schwer verletzt und im Koma

Die Familie soll Ezra später in einem nahe gelegenen Krankenhaus wiedergefunden haben. „Wir sind gerade sehr wütend, weil jemand für den Zustand unseres Enkels verantwortlich ist“, sagte Bernon Blount, Ezras Großvater, dem Rolling Stone. „Jemand sollte dafür verantwortlich gemacht werden. Er ist mit seinem Vater dorthin gegangen, um sich zu amüsieren, um nicht auf halbem Weg mit Füßen getreten zu werden...“, fügte er hinzu.

Das Publikum des Astroworld-Festivals in Houston. Beim Konzert von Travis Scott starben acht Menschen infolge einer Panik.

Die Großmutter des Neunjährigen macht vor allem den Rapper Travis Scott für die Ereignisse verantwortlich. „Warum hat Travis Scott nicht aufgehört? Beobachtete er nicht die Krankenwagen und die Leute, die Herz-Lungen-Wiederbelebungen durchführten? Ist ihm die Stadt Houston egal? (...) Das ist die Stadt, aus der er kommt. Warum hat er nicht auf die Leute aufgepasst?“

Astroworld-Festival in Houston: Familie des Opfers sucht nach Verantwortlichen

Ezras Großvater Bernon Blount sagte zudem gegenüber dem Fernsehsender ABC13, dass es beim Konzert nur „sehr wenig Sicherheit“ gegeben habe. Seiner Ansicht nach hätte die Polizei die Show stoppen müssen, nachdem die erste Person verletzt wurde. Er wolle die Verantwortlichen daher zur Rechenschaft ziehen.

Dafür hat die Familie den Rechtsanwalt Ben Crump beauftragt. „Das Leid, das diese Familie durchmacht, ist unermesslich. Dieser kleine Junge hatte sein ganzes Leben vor sich – ein Leben, das derzeit aufgrund des rücksichtslosen Missmanagements, das beim Astroworld Festival folgte, auf dem Spiel steht“, sagte Crump in einer Erklärung. „Wir bitten alle, die kraftvollsten Gebete zu senden, die sie können, während diese Familie versucht, mit dem unwiederbringlichen Schaden zu kämpfen, der ihrem Sohn zugefügt wurde. Wir fordern Gerechtigkeit für Ezra Blount, seine Familie und alle unsere Mandanten, die Astroworld mit einem Trauma verlassen haben.“ Auch viele andere Angehörige und Opfer wollen Travis Scott und die Veranstalter verklagen.

Astroworld-Tragödie in Houston: Zahlreiche Klagen nach tödlichem Festival-Unglück

Update, 21.30 Uhr: Nach dem Festival-Unglück im texanischen Houston mit acht Toten und vielen Verletzten kommt auf US-Rapper Travis Scott und die Veranstalter eine Klagewelle zu. Verletzte Konzertgänger und Hinterbliebene der Opfer hätten mehr als ein Dutzend Klagen eingereicht, berichtete der Sender CNN.

Zu den Klägern gehöre ein neunjähriger Junge, der mit schweren Verletzungen im Krankenhaus liegt, berichtete das Promi-Portal TMZ.com. Laut einer Mitteilung des Bürgerrechtsanwalts Benjamin Crump sei der Junge fast zu Tode getrampelt worden. Seine Tante sagte im Interview des Senders NBC, dass die Veranstaltung eine „Todesfalle“ gewesen sei. Der Junge habe auf den Schultern seines Vaters gesessen, doch der sei in dem Gedränge ohnmächtig zusammengebrochen, und das Kind sei zu Boden gefallen.

Augenzeugen stellten schockierende Videos von dem Chaos ins Netz. Ein Clip zeigt ein Mädchen, das hilfesuchend auf eine Plattform für Kameraleute klettert und verzweifelt schreit, dass vor der Bühne Menschen sterben würden. Scott und den Veranstaltern wird unter anderem vorgeworfen, dass es zu wenig Sicherheitsvorkehrungen gab und dass das Konzert zu spät abgebrochen wurde. 

Rapper Travis Scott beim Astroworld Music Festival in Houston.

Astroworld-Festival Houston: Zeugen berichten von der Massenpanik

Update, 11.11 Uhr: Besucher:innen des Astroworld-Festivals in Houston melden sich nach der Tragödie zu Wort. Madeline Eskins berichtet in einem TV-Interview mit CNN, es sei schon in den drei Stunden vor Travis Scotts Auftritt immer voller geworden. Auch sie hätte einen „guten Platz“ für den Auftritt des Rappers und gleichzeitigen Veranstalters des Festivals ergattern wollen und begab sich in die Massen.

„Aber dann startete er 30 Minuten vor seinem Auftritt einen Timer, der auf einem großen Monitor zusehen war, und die Leute, die schon aneinander gedrückt standen, fingen an, nach vorne und hinten zu drängen.“ Je näher der Timer der Null kam, desto schlimmer sei es geworden.

Sie habe durch den Druck auf ihrem Brustkorb kaum Luft bekommen. In dem dichten Gedränge sei es unmöglich gewesen, sich Platz zu verschaffen oder die Menschenmenge zu verlassen. Schließlich wurde Eskins immer wieder ohnmächtig. An Details kann sie sich nicht erinnern, glücklicherweise konnte sie über die Absperrung gehoben werden.

Weiterer Besucher:innen zeichnen noch düstere Bilder. TK Tellez berichtet CNN: „Als Travis seinen ersten Song spielte, sind Leute links und rechts von mir ohnmächtig geworden.“ Auch er habe Schwierigkeiten gehabt, zu atmen. „Wir riefen alle nach Hilfe, aber keiner half oder hörte uns. Es war entsetzlich. (...) Es war das Schlimmste, was ich je gehört habe. Stell‘ dir vor, du hörst gleichzeitig Travis Scott performen und Menschen, die um ihr Leben schreien.“

Selena Beltran fiel im Gedränge zu Boden: „Ich dachte, so werde ich jetzt sterben.“ Obwohl einige ganz offensichtlich bewusstlos waren, seien die Menschen weiter über die am Boden liegenden getrampelt, sagte sie CNN. „Ich war schockiert, Menschen so rücksichtslos und animalisch handeln zu sehen“, so Beltran weiter.

Astroworld-Festival: Rap-Star Drake äußert sich zur Tragödie in Houston

Update vom 09.11.2021, 08.05 Uhr: Nach dem Tod von acht Menschen beim Astroworld-Festival in Houston hat der kanadische Rap-Star Drake den Hinterbliebenen sein Beileid ausgesprochen. „Mein Herz ist gebrochen für die Familien und Freunde derer, die ihr Leben verloren haben, und für alle, die leiden“, hieß es in einem Post auf dem Instagram-Profil des 35-Jährigen. „Ich werde weiter für sie alle beten, und ihnen auf jede erdenkliche Weise behilflich sein“, schrieb Drake.

Astroworld-Massenpanik: Travis Scott ignorierte Warnung - Rapper droht Millionenklage

Update, 19.05 Uhr: Nach der Massenpanik mit acht Toten bei einem US-Musikfestival in Houston sind die Rapper Travis Scott und Drake wegen „Anstiftung“ zum Chaos verklagt worden. Laut dem britischen Boulevardblatt Daily Mail, dem die Klageschrift vorlag, verlangt der Kläger Kristian Paredes mehr als eine Million Dollar.

„Als Travis Scotts Auftritt kurz nach 21.00 Uhr begann (...) spürte Kristian Paredes sofort ein Gedränge“, heißt es in der von der Daily Mail in Teilen veröffentlichten Klageschrift. „Die Menge wurde chaotisch und eine Massenpanik brach aus, bei der acht Menschen getötet und dutzende weitere einschließlich Kristian Paredes schwer verletzt wurden. Viele bettelten von Live Nation Entertainment angestellte Sicherheitsleute um Hilfe, wurden aber ignoriert.“

Die Anwaltskanzlei Thomas J. Henry Law schrieb auf Twitter, sie vertrete inzwischen „mehrere Opfer“. Auch der bekannte Anwalt Ben Crump erklärte, eine Klage eingereicht zu haben. „Wir hören furchtbare Berichte des Schreckens und der Hilflosigkeit, die Menschen erlebten.“

Update, 15.55 Uhr: Besucher:innen des Astroworld-Festivals in Houston gehen nun gegen Travis Scott vor Gericht. Während des Auftritts des US-Rappers auf dem Musikfestival waren infolge einer Massenpanik acht Menschen gestorben. Manuel Souza, Besucher des Astroworld-Festivals verklagt Scott nun auf Schadensersatz in Höhe von einer Million US-Dollar. Die Todesfälle seien „vermeidbar“ gewesen, heißt es laut dem US-Portal Huffington Post in der Klageschrift.

In einer anderen Klage werden den Rappern Travis Scott und seinem Kollegen Drake vorgeworfen, sie hätten auf dem Astroworld-Festival „Aufstände und Gewaltakte“ provoziert. Die Organisatoren wiederum hätten nicht die nötigen Schritte eingeleitet, um eine tödliche Tragödie zu verhindern.

Acht Tote bei Astroworld-Tragödie - Travis Scott ignorierte Warnung der Polizei

Update vom 08.11.2021, 09.20 Uhr: Die Tragödie beim Astroworld-Festival hat ein Nachspiel. Acht Menschen starben infolge einer Massenpanik beim Musikfestival in Houston während des Auftritts von Travis Scott. Der US-Rapper war nicht nur der Hauptakt bei dem Musikfestival, sondern auch einer der Mitveranstalter. Nach Informationen der New York Times wurde Scott bereits vor seinem Auftritt vom Polizeichef in Houston, Troy Finner, vor einer möglichen Massenpanik gewarnt.

Das berichtet die US-Zeitung und beruft sich dabei auf eine ungenannte Person, die dem Gespräch des Polizeichefs mit Travis Scott beigewohnt hat. Finner soll Scott in seinem Wohnwagen vor dessen Auftritt besucht und ernsthafte Bedenken geäußert haben, dass das Publikum aufgrund des Ansturms vor dem Konzert nicht zu kontrollieren sei. Tausende Menschen hatten bereits am Nachmittag die Einlasskontrollen zum Astroworld-Festival gestürmt.

Astroworld-Festival: Houston-Rapper Travis Scott bemerkte den Krankenwagen, tat aber nichts

Travis Scott war in der Vergangenheit bereits öfter aufgefallen, weil er seine Fans dazu ermutigte, Sicherheitskontrollen zu stürmen und sich so illegal Zutritt zu seinen Konzerten zu verschaffen. Während seiner Auftritte rühmt sich der Rapper, seine Fans zum „ausrasten“ (to rage) zu bringen.

Samuel Peña, Feuerwehrchef der Stadt Houston, kritisierte das Verhalten des Rappers deutlich. Travis Scott und die Veranstalter hätten nicht nur „die Plattform“, sondern auch „die Verantwortung“ gehabt, die Katastrophe aufzuhalten. Laut Polizeiangaben setzten die Veranstalter das Konzert noch mindestens 40 Minuten fort, nachdem ein „Massenunfall“ gemeldet worden war. Mehrere Zuschauerinnen versuchten erfolglos, die Veranstalter zu überzeugen, das Konzert zu unterbrechen. Travis Scott bemerkte sogar einen Krankenwagen, der im Publikum feststeckte. Doch statt seine Fans aufzufordern, den Einsatzkräften den Weg freizumachen, kündigte der Rapper den nächsten Song an und sagte: „Ich will, dass Ihr den Boden zum Beben bringt!“

Houston: Acht Tote bei Astroworld-Festival – Vorwürfe gegen Organisation und Publikum

Erstmeldung vom 07.11.2021: Houston - Das Musikfestival „Astroworld“ in Houston (USA) endete mit einer Tragödie. Acht Menschen wurden getötet, mehr als zwei Dutzend mussten mit teils schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht werden. Unter den acht Toten befinden sich nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa zwei Jugendliche im Alter von 14 und 16 Jahren. Die anderen Opfer waren zwischen 21 und 27 Jahren alt.

Das gab der Bürgermeister von Houston, Sylvester Turner, am Samstagnachmittag (Ortszeit) bekannt. Es gebe außerdem noch viele offene Fragen, vor allem in Richtung der Veranstalter, so Turner. Man werde in den kommenden Tagen genau untersuchen, „warum diese Katastrophe passiert ist und welche Schritte eingeleitet werden müssen, so ein Ereignis künftig zu verhindern.“

Astroworld-Festival in Houston: Travis Scott äußert sich nach Massenpanik

Das Unglück auf dem Astroworld-Festival ereignete sich während eines Auftritts des Rappers Travis Scott. Etwa 50.000 Menschen waren auf das Festivalgelände geströmt, um dem aus Houston stammenden Rapper zuzuschauen. Während seines Auftritts kam es vor der Bühne zu einem starken Gedränge, dann brach Panik aus, als Leute ohnmächtig wurden. Mehr als 300 Menschen mussten in einem Feldhospital am Festivalgelände behandelt werden. Scott äußerte sich Samstagvormittag (Ortszeit) via Twitter. „In bin völlig am Boden zerstört, von dem was letzte Nacht passiert ist“, schrieb der 29-Jährige.

Auf Videoaufnahmen ist deutlich zu sehen, wie hunderte Menschen das Festivalgelände in Houston noch vor Beginn des Konzertes gestürmt hatten. Zäune wurden niedergerissen, ein V.I.P.-Eingang völlig auseinandergenommen. Das spärlich vertretene Sicherheitspersonal und die wenigen anwesenden Polizisten waren völlig überfordert. Mutmaßlich gelangten so hunderte wenn nicht tausende Menschen mehr auf das Gelände als vorgesehen. Das Astroworld-Festival war nach Informationen der Veranstalter mit einem Publikum von etwa 50.000 Menschen ausverkauft. Ursprünglich hätte das Konzert über zwei Tage laufen sollen und weitere Künstler wie Earth, Wind & Fire, SZA und Bad Bunny auftreten.

Tragödie bei Astroworld-Festival in Houston: Acht Menschen sterben

In den USA werden nun aber auch deutliche Vorwürfe gegen die Veranstalter laut, die das Konzert trotz der Situation in den Eingangsbereichen nicht abgesagt hatten. Eine Konzertbesucherin sagte gegenüber dem US-Portal Huffington Post, die Stimmung sei schon vor dem Auftritt von Travis Scott angespannt gewesen. „Als er dann auf die Bühne sprang, drehten alle durch. Alles ging drunter und drüber“, so Niaara Goods gegenüber der Huffington Post. Andere Augenzeugen berichten ähnliches. „Vorne wurde viel gesprungen. Wenn man nicht gesprungen ist, ist man gefallen und wurde niedergetrampelt“, so Angel Colon aus Orlando (Florida) gegemüber dem lokalen Nachrichtensender KHOU 11.

Doch nicht nur der Veranstalter steht nach den Ereignissen im Fokus der Kritik. Auch das Verhalten des Publikums löst Besorgnis aus. Videoaufnahmen auf Twitter und anderswo zeigen deutlich, dass Krankenwägen von der feiernden Masse nicht durchgelassen werden. Polizisten, die mit kleinen Fahrzeugen hinzu eilten, um die Lage zu beruhigen, wurden ebenso blockiert. Einige Fans bestiegen sogar die Dächer der Fahrzeuge und feierten weiter, anstatt den Einsatzkräften den Weg freizumachen.

Astroworld-Festival in Houston: nicht die erste Massenpanik mit Todesfolge

Das auf zwei Tage angelegte Astroworld-Festival in Houston war dem Sender CNN zufolge von Travis Scott selbst organisiert worden. Houston ist die Heimatstadt des 29-jährigen Rappres. Er wurde dort 1992 als Jacques Webster Jr geboren.

Die Tragödie in Houston erinnert an andere Katastrophen, die sich auf großen Musikfestivals in der Vergangenheit ereignet hatten. Darunter fallen unter anderem die Loveparade in Duisburg, bei der im Jahr 2010 21 Menschen in einer Massenpanik gestorben waren. Auf dem Roskilde-Festival in Dänemark starben bei einem Konzert der US-Band Pearl Jam im Sommer 2000 neun Menschen. In Minsk kamen 1999 bei einem Konzert infolge einer Massenpanik sogar mehr als 50 Menschen ums Leben. (Daniel Dillmann/Anna Charlotte Groos mit dpa)

Rubriklistenbild: © Michael Wyke

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