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Kapillarlecksyndrom

Neue Astrazeneca-Nebenwirkung: Nach Todesfall Vakzin-Verbot für diese Personen

  • VonJulia Thielen
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Astrazeneca informiert über eine neue Nebenwirkung seines Vakzins. Bestimmte Menschen dürfen nun damit keine Corona-Impfung mehr erhalten.

In den vergangenen Monaten machten die Corona-Impfungen immer wieder Schlagzeilen. Besonders im Fokus: Die Nebenwirkungen des Impfstoffs von Astrazeneca. Das Vakzin Vaxzevria kann, wie auch die Wirkstoffe anderer Hersteller, sehr seltene, aber gefährliche Nebenwirkungen haben. Nun kommt eine neue hinzu. Über diese informiert der britisch-schwedische Konzern derzeit und sie wird laut echo24.de* künftig auch auf dem Beipackzettel zu finden sein.

Das Paul-Ehrlich-Institut in Deutschland weist in diesem Zusammenhang auf einen neuen sogenannten Rote-Hand-Brief hin. Schon bei den früheren Nebenwirkungen hatte es diese Art der Information gegeben. Auf diesem Weg hatte Astrazeneca beispielsweise auf die seltenen Hirnvenenthrombosen hingewiesen.

Astrazeneca: Neue Nebenwirkung - es gab einen Todesfall

Einige der Todesfälle nach Corona-Impfungen* konnten auf diese Nebenwirkung des Corona-Impfstoffs zurückgeführt werden. Dass Thrombosen gefährlich werden können, zeigt auch ein aktueller Fall aus Wien. Einem Mann aus Wien musste nach der Astrazeneca-Impfung der Unterschenkel amputiert werden.

Die Rote-Hand-Briefe sollen zum Beispiel vor solch gravierenden Folgen warnen. Sie werden laut dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte „umgehend an Ärzte und Apotheker verschickt“, um ihnen neue sicherheitsrelevante Informationen so schnell wie möglich zukommen zu lassen.

Astrazeneca: Todesfall nach Corona-Impfung - neue Nebenwirkung

Umschläge und Mitteilung selbst sind jeweils mit dem Symbol einer roten Hand versehen - daher der Name. Sie soll die Aufmerksamkeit auf die wichtige Post lenken. Wie alle anderen Rote-Hand-Briefe wurde auch der aktuelle vom Pharmaunternehmen in Absprache mit der zuständigen Bundesbehörde - dem Paul-Ehrlich-Institut - versendet.

Darin teilt Astrazeneca eine sogenannte Kontraindikation mit. Das heißt, dass für bestimmte Menschen eine Corona-Impfung mit Vaxzevria ab sofort verboten ist. „Sehr seltene Fälle des Kapillarlecksyndroms (Capillary-Leak-Syndrom, CLS) wurden nach einer Impfung mit Vaxzevria mit einer geschätzten Berichtsrate von einem Fall auf mehr als 5 Millionen Dosen berichtet. In einigen Fällen wurde CLS in der Anamnese berichtet“, heißt es in dem Rote-Hand-Brief.

Astrazeneca: Neue Nebenwirkung Kapillarlecksyndrom

CLS sei eine sehr seltene Erkrankung, die sich durch eine „dysfunktionale Entzündungsreaktion, eine endotheliale Dysfunktion und eine Extravasation von Flüssigkeit aus dem Gefäßraum in den interstitiellen Raum“ auszeichne. Vereinfacht gesagt: Die kleinen Blutgefäße werden durchlässig und Flüssigkeit wandert in die Körperzwischenräume.

Das Kapillarlecksyndrom tritt nur äußert selten auf. Laut des Roten-Hand-Brief seien weltweit weniger als 500 Fälle bekannt, auch wenn die Dunkelziffer höher liegen dürfte. CLS gilt aber als potenziell lebensgefährlich. Denn es kann zu schweren Symptomen kommen. Darunter:

  • Blutdruckabfall
  • Bluteindickung
  • Bildung von Ödemen
  • möglicherweise Schock und Organversagen

Corona-Impfstoff Astrazeneca: Für diese Personen jetzt verboten

Insgesamt sechs Fälle des CLS wurden laut der Europäischen Arzneimittelagentur nach einer Impfung mit Astrazeneca bislang gemeldet. Die Hälfte der Personen hatte bereits früher einmal das Syndrom gehabt. „Es wurde ein Fall mit tödlichem Ausgang berichtet“, teilt Astrazeneca mit.

Es wurde ein Fall mit tödlichem Ausgang berichtet.

Rote-Hand-Brief von Astrazeneca zu Kontraindikation bei CLS

Die neue Nebenwirkung des Impfstoffs wird nun in den Beipackzettel mitaufgenommen. Außerdem müssen Ärzte vor der Impfung in ihrer Anamnese auch nach einer Vorgeschichte von CLS fragen. Gibt es eine, dürfen diese Patienten dann nicht mehr mit dem Vakzin von Astrazeneca* geimpft werden. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

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