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Die Mitglieder des Ensemble Modern. Das Orchester plant zu seinem 40-jährigen Bestehen im kommenden Jahr ein umfangreiches Jubiläumsprogramm.
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Die Mitglieder des Ensemble Modern spielen erstmals in Deutschland das Stück zu Ehren von Julian Asssange. (Archivbild 2019)

FR-Diskussion und Konzert

Zum Nachschauen: Erstaufführung zum Schutz der Meinungsfreiheit aus Frankfurt

Wie steht es um die Meinungsfreiheit weltweit? Eine deutsche Erstaufführung, Video-Statements und eine Podiumsdiskussion nähern sich dieser Frage. Die Aufzeichnung ist hier abrufbar.

Das Ensemble Modern lud zu dem Thema gemeinsam mit der Initiative „Der utopische Raum im globalen Frankfurt“ ein. Die Initiative wird von der Stiftung Medico international, dem Institut für Sozialforschung und der Frankfurter Rundschau getragen. Geboten wird eine Mischung aus moderner Musik, Video-Statements und einer Podiumsdiskussion.

Im Zentrum der Liveübertragung aus den Räumen des Ensembles stand die deutsche Erstaufführung eines 2019 veröffentlichten Werks der Komponistin Iris ter Schiphorst. Das Ensemble Modern mit Dirigentin Corinna Niemeyer und Sopranistin Sarah Maria Sun spielt „Assange – Fragmente einer Unzeit“.

Deutsche Erstaufführung: „Assange - „Fragmente einer Unzeit“

Das knapp halbstündige Stück für Ensemble, Frauenstimme und Sampler ist inspiriert vom Fall Julian Assange. Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks sitzt in einem britischen Gefängnis, und ihm droht noch immer die Auslieferung in die USA, die ihm wegen angeblichen Geheimnisverrats den Prozess machen wollen. Die Komponistin steht anschließend zu einem Live-Interview per Video bereit, und in einem Video-Statement wird sich Daniel Domscheit-Berg, der mit Assange zu den Gründern von Wikileaks gehörte, zu dem Projekt und zur Verfolgung seines ehemaligen Mitstreiters äußern.

Aber es gng nicht nur um die gnadenlose Verfolgung von Julian Assange, sondern auch um die vielfältigen anderen Bedrohungen der Meinungs- und Pressefreiheit, zu denen Video-Einblendungen und ein Live-Gespräch präsentiert wurden. Barbara Unmüßig von der Heinrich-Böll-Stiftung bilanziert Bedrohungen des freien Worts in aller Welt; der Journalist und Aktivist Moussa Tchangari berichtete über die Gängelung von Medien im Niger; die Journalistin Franziska Grillmeier erzählte, wie griechische Behörden die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten rund um die Flüchtlingslager auf der Insel Lesbos behinderten.

Podiumsdiskussion: Wie bedroht ist Journalismus heute?

Weitere Informationen auf der Homepage des Ensemble Modern.

Bis 11. Mai wird die Veranstaltung als Video auf dem Youtube-Channel der Stiftung Medico Inernational im Internet zur Verfügung stehen.

In der folgenden Podiumsdiskussion mit der Autorin Sylke Gruhnwald, dem Ensemble-Modern-Flötisten Dietmar Wiesner und FR-Autor Stephan Hebel ging es schließlich um investigativen Journalismus, künstlerische Formen der Aufklärung und strukturelle Beschränkungen der Meinungsfreiheit – auch hier in Deutschland.

Den Abschluss bildete ein Gespräch mit Ramona Lenz, Sprecherin der Stiftung Medico international, zur Idee und den weiteren Plänen des Projekts „Der utopische Raum“. Moderiert wird der Vormittag von dem Schriftsteller Ilija Trojanow, dessen jüngster Roman „Doppelte Spur“ sich um das Thema Whistleblowing dreht. Abgerundet wurde der Vormittag durch kurze Improvisationen von Musikerinnen und Musikern des Ensemble Modern.

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