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Nahe Gasfördergebiet

Aserbaidschan: Gigantische Feuersäule im Kaspischen Meer gibt Rätsel auf

  • VonTanja Koch
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Die aserbaidschanischen Behörden bestreiten, dass der Vorfall etwas mit den Offshore-Feldern zu tun hat.

Baku – Nach dem Brand im Golf von Mexiko ist am Sonntagabend auch im Kaspischen Meer in Aserbaidschan ein Feuer ausgebrochen. Aufnahmen in den sozialen Netzwerken zeigen die riesigen Flammen, die von der Küste aus zu sehen waren. In dem Gebiet fördert Aserbaidschan Öl und Gas. Laut Medienberichten soll es eine Explosion auf einer Offshore-Plattform gegeben haben.

Das aserbaidschanische Ministerium für Notfallsituationen bestreitet, dass es einen Unfall gegeben hat. Das berichtet die Deutsche Welle (DW). Derzeit werde noch nach den Ursachen des Brands geforscht. Verletzte wurden bislang nicht gemeldet.

Aserbaidschanische Behörden dementieren Zusammenhang mit Öl- und Gas-Förderung

Zudem habe der Ibrahim Ahmedov, der stellvertretende Chef der staatlichen Ölgesellschaft von SOCAR, der Nachrichtenagentur Interfax mitgeteilt, dass „die Offshore-Plattformen und Industrieanlagen unter direkter Kontrolle von SOCAR normal arbeiten, dort ist kein Unfall passiert.“ 

Die Flammen im kaspischen Meer waren von der Küste aus erkennbar.

Die aserbaidschanische Nachrichtenagentur APA zitiert zudem einen SOCAR-Sprecher, der angibt, die Explosion habe sich etwa 10 Kilometer vom Umid-Gasfeld entfernt ereignet. Dieses befindet sich 75 Kilometer vor der Küste der Hauptstadt Baku.

Den Großteil des geförderten Gases exportiert Aserbaidschan nach Europa beziehungsweise die EU. Italien, Griechenland und Bulgarien beziehen es über die neue Transadriatische Pipeline.

Explosion im Kaspischen Meer: Ausbruch eines Schlammvulkans?

Die Explosion sei durch den Ausbruch eines Schlammvulkans verursacht worden. Diesen Grund teilte auch das Aserbaidschans Republikanisches Seismologisches Zentrum mit. Weltweit soll es etwa 1000 Schlammvulkane geben, die Konzentration im Kaspischen Meer ist besonders hoch. Neben Schlamm spucken sie auch brennbares Gas. Es entzündet sich, wenn der Vulkan durch die Erdkruste eruptiert.

„Wenn eine Eruption an Land stattfindet, wird eine bestimmte Menge Feuer in die Luft geschleudert, woraufhin der Vulkan beginnt, mit Schlammlava auszubrechen“, sagte Gurban Yetirmishli, Direktor des Republikanischen Seismologischen Zentrums, laut DW gegenüber Interfax. Ein Schlammvulkan spucke für etwa 10 bis 20 Sekunden Feuer, wie Yetirmishli erklärt. (Tanja Koch)

Rubriklistenbild: © Gavriil Grigorov/ imago-images

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